Große Erleichterung und viel Vorfreude beim USC Fels: Nach intensiven Relegationsspielen ist der Sprung in die 1. Klasse gelungen. Im Gespräch blickt Sportchef Jürgen Hofstetter auf eine fordernde Saison in der 2. Klasse Wachau/Donau zurück – mit Trainerwechsel im Winter, einem breiteren Kader, aber auch massivem Verletzungspech. Einen Tag nach dem Aufstieg ist die Stimmung im Verein bestens, dennoch bleibt der Blick realistisch: Stabilität und der Klassenerhalt sind die Marschroute für die kommenden Monate.

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Der Rückblick von Jürgen Hofstetter fällt differenziert, aber positiv aus. „Nach dem Trainerwechsel im Januar war der Kader deutlich breiter und mit mehr Spielern bestückt“, erklärt der Sportliche Leiter. Dann kam jedoch eine Phase, die viel Improvisation verlangte: „Leider hat uns im Frühjahr Verletzungspech erwischt. Vier Spieler sind langzeitverletzt ausgefallen, das hat den Kader immer kleiner gemacht und uns immer mehr gefordert.“ Gerade deshalb hebt Hofstetter die Arbeit an der Seitenlinie hervor: „Nichtsdestotrotz hat der Trainer immer Lösungen gefunden, wie wir die Spiele positiv gestalten und als Sieger vom Platz gehen.“ Der Lohn: der gestrige Aufstieg – und im gesamten Verein spürbare Erleichterung. „Nach dem Aufstieg in die erste Klasse ist die Stimmung im kompletten Verein, in der Mannschaft, beim Trainerteam und bei allen Funktionären wunderbar. Wir sind da sehr glücklich“, sagt Hofstetter. Dass Fels über weite Strecken ganz vorne mitmischte und in vielen Runden auf Platz eins oder zwei lag, passt zu diesem Gesamtbild einer stabilen, aber hart erarbeiteten Entwicklung.
Während die Feierlaune groß ist, läuft die Personalplanung bereits auf Hochtouren. „Es gibt bereits den einen Abgang und zwei fixe Neuzugänge“, skizziert Hofstetter die aktuelle Lage. Ganz abgeschlossen ist die Einkaufsliste noch nicht: „Zwei bis drei weitere werden wir in den nächsten zehn Tagen fixieren.“ Parallel dazu bleibt die medizinische Akte dick. „Wir haben derzeit vier langzeitverletzte Spieler. Im Herbst werden nicht alle wieder einsatzfähig sein. Spätestens im Sommer 2027 hoffen wir, dass wieder alle dabei sind“, erklärt der Sportchef. Sportlich stützte sich Fels in der abgelaufenen Saison auf klare Leader. „An erster Stelle unser Kapitän Leon-Gabriel Posavac – er hat die Verantwortung am Platz sehr gut übernommen und die Mannschaft geführt. Dazu haben sich Führungsspieler wie Patrick Schuster, Nico Schneider, Simon Lackner und Matthias Tschany herauskristallisiert“, sagt Hofstetter. Ein besonderer Dank gilt auch einem Routinier: „Lucas Fiegl war eine große Stütze in der Mannschaft, er hat Sicherheit ausgestrahlt. Leider wird Lucas im Sommer seine Karriere beenden.“
Im sportlichen Rückblick findet Hofstetter auch anerkennende Worte für einen Rivalen. „Am meisten beeindruckt hat mich der SC Hadersdorf. Sie haben eine starke Mannschaft, ein tolles Trainerteam und eine sensationelle Rückrunde gespielt. Im Herbst haben sie zu viele Punkte liegen gelassen, sonst wären sie weiter vorne“, sagt er. Für den eigenen Weg nach oben bleibt die Devise nüchtern und zielgerichtet. „Wir werden uns in der 1. Klasse versuchen zu stabilisieren. Ziel ist natürlich, uns in der Klasse zu halten und Stabilität im Verein und innerhalb der Mannschaft zusammenzubekommen“, erklärt Hofstetter. Die Weichen dafür sollen bald gestellt werden: „Anfang Juli starten wir mit der Vorbereitung für die neue Saison. Wir sind zuversichtlich, dass wir unser Ziel nächstes Jahr erreichen werden.“ Nach dem emotionalen Relegations-Endspurt heißt das für Fels: Kräfte sammeln, Kader sinnvoll ergänzen, die Langzeitverletzten geduldig begleiten – und dann Schritt für Schritt die neue Liga annehmen.