Spielberichte

„Wir haben Hadersdorf überhaupt nicht unter Kontrolle gekriegt“ – Skaloud nach dem 3:8 des SV Droß

SC Hadersdorf
SV Droß

In der 2. Klasse Wachau/Donau ist SC Hadersdorf am Samstagabend mit einem 8:3 gegen SV Droß zu einem wilden Heimsieg gekommen. Für Droß-Trainer Thomas Skaloud war das Resultat die logische Folge eines Auftritts, in dem seine Mannschaft trotz früher Führung nie wirklich ins Spiel fand, vor der Pause den Faden verlor und gegen den Ball über weite Strecken klar unterlegen war.

Spieler rutscht mit Ball auf Rasen

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Frühe Führung ohne Wirkung

Aus Sicht der Gäste begann der Abend sogar ordentlich. Hannes Konrad brachte Droß in der 7. Minute mit 1:0 in Führung. Viel Ruhe brachte dieser Treffer aber nicht hinein, weil Hadersdorf sofort eine Antwort fand und durch David Schrabauer schon in der 10. Minute ausglich. Genau dort setzte auch die Analyse von Skaloud an. „Uns sind die Grenzen aufgezeigt worden. Wir haben Hadersdorf überhaupt nicht unter Kontrolle gekriegt. Wir haben nicht zu unserem eigenen Spiel gefunden“, sagte der Trainer sehr nüchtern. Was nach der Führung noch offen wirkte, kippte danach immer stärker auf die Seite der Gastgeber. Hadersdorf hatte mehr vom Spiel, kam besser in die Zweikämpfe und ließ Droß nie zu jener Ordnung finden, die es gebraucht hätte, um die Partie wieder zu beruhigen.

Die Minuten vor und nach der Pause gaben den Ausschlag

Richtig weh tat den Gästen dann die Phase kurz vor dem Seitenwechsel. Armin Schneider traf in der 40. Minute zum 2:1 und legte in der 44. Minute noch das 3:1 nach. Für Skaloud war damit ein ganz wesentlicher Knackpunkt erreicht. „Definitiv das 2:1 und das 3:1 vor der Pause, und fünf Minuten nach der Halbzeit das 4:1. Dann war’s durch“, sagte er. Tatsächlich erhöhte Lukas Kugler kurz nach Wiederbeginn auf 4:1, ehe Michal Ondica Droß in der 60. Minute noch einmal auf 4:2 heranbrachte. Lange hielt diese kleine Hoffnung aber nicht. Erik Luca Exner stellte auf 5:2, Hannes Konrad verkürzte später noch einmal auf 5:3, doch auch darauf hatte Hadersdorf die passende Antwort. Patrick Neugebauer traf in der 80. und 81. Minute doppelt, ehe Rene Popp mit dem 8:3 in der 88. Minute den Schlusspunkt setzte. Aus Droßer Sicht war vor allem bitter, dass jeder Versuch, noch einmal heranzukommen, den Spielverlauf nicht mehr drehen konnte.

„Elf Spieler, jeder eine eigene Idee“

Deutlicher konnte der Droßer Trainer seine Mannschaft nach dem Schlusspfiff kaum analysieren. „Unser Verhalten gegen den Ball war viel zu wenig. Das war ein kollektives Versagen der ganzen Mannschaft“, sagte Skaloud. Noch konkreter wurde er bei den Dingen, die aus seiner Sicht völlig fehlten: „Uns haben die Kompaktheit, die Einstellung gegen den Ball, das Spielverständnis im Ballbesitz und die Bewegungen ohne Ball gefehlt.“ Besonders markant war auch sein Satz über das Auftreten als Kollektiv: „Es war nicht eine Idee, sondern jeder hatte seine eigene. Wir haben nie an einem Strang gezogen.“ Gleichzeitig verteilte er anerkennende Worte an den Sieger. Hadersdorf habe mit Laufbereitschaft, Kommunikation, Zweikampfstärke und Cleverness überzeugt. „Die wollten den Sieg. Das hat man gesehen. Die waren von der ersten Minute weg mit hundert Prozent bei der Sache“, meinte Skaloud. Auch die Leistung des Schiedsrichters bewertete er unaufgeregt und sprach im Großen und Ganzen von einer souveränen Vorstellung des Unparteiischen.

Kaum Positives, aber ein junger Lichtblick

Viel Raum für aufmunternde Worte ließ dieses 3:8 naturgemäß nicht zu. „Wenn du acht Tore kriegst, gibt es nicht viel Positives zu sagen“, stellte Skaloud offen fest. Einen kleinen Lichtblick wollte er dennoch festhalten. Ein junger Spieler, der in der 60. Minute ins Spiel kam, habe sich „bravourös geschlagen“, trotz des klaren Rückstands hundert Prozent gegeben und in seinen dreißig Minuten einen sehr präsenten Eindruck hinterlassen. Mehr wollte der Droßer Trainer gar nicht beschönigen. Stattdessen gratulierte er dem Gegner ausdrücklich und zog auch daraus eine klare Schlussfolgerung: „Mit diesem Auftritt spielen sie sicherlich eine Rolle für die Meisterschaft.“ Für Droß bleibt nach diesem Abend vor allem die Aufgabe, die einfachen Dinge wieder auf den Platz zu bringen. Genau dort, bei Ordnung, gemeinsamer Arbeit gegen den Ball und mehr Geschlossenheit, setzte Skaloud seine Kritik am deutlichsten an.

2. Klasse Wachau/Donau: Hadersdorf : SV Droß - 8:3 (3:1)

  • 88
    Rene Popp 8:3
  • 81
    Patrick Neugebauer 7:3
  • 80
    Patrick Neugebauer 6:3
  • 77
    Hannes Konrad 5:3
  • 66
    Erik Luca Exner 5:2
  • 60
    Michal Ondica 4:2
  • 50
    Lukas Kugler 4:1
  • 44
    Armin Schneider 3:1
  • 40
    Armin Schneider 2:1
  • 10
    David Schrabauer 1:1
  • 7
    Hannes Konrad 0:1