Spielberichte

„Wir haben uns das Glück erarbeitet“ – Neuaigen holt sich ein spätes 3:2

SV Neuaigen
FC Union Stein

In der 2. Klasse Wachau/Donau hat sich SV Neuaigen in einer intensiven Partie gegen 1. FC Union Stein mit 3:2 durchgesetzt. Nach einer 1:0-Führung, dem 1:1 zur Pause und zwei weiteren Wendungen behielten die Gastgeber knapp die Oberhand. Trainer Stevan Mihajlovic sah den Unterschied vor allem im Willen seiner Mannschaft: „Wir haben uns das Glück heute erarbeitet.“

Torwart wartet auf Eckball

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Guter Start, dann kam Stein zurück

Neuaigen erwischte nach den Worten seines Trainers den besseren Beginn und legte vor allem in den ersten 20 bis 25 Minuten viel Druck auf den Gegner. „Wir haben den Gegner gut gepresst, uns gute Chancen erarbeitet und das 1:0 genau daraus gemacht“, sagte Mihajlovic. Auf dem Spielberichtsbogen steht in Minute 17 Kenan Becic als Torschütze. Der Auftakt passte also aus Sicht der Gastgeber, doch diese Linie konnten sie nicht über die gesamte erste Halbzeit halten. „Dann haben wir mit der Leistung etwas nachgelassen, das 1:1 bekommen und sind so in die Halbzeit gegangen“, schilderte der Trainer den weiteren Verlauf. Für Stein glich Sebastian Berger in der 35. Minute aus, womit es mit einem 1:1 in die Pause ging.

Nach schwachem Wiederbeginn kam die Antwort zurück

Nach dem Seitenwechsel sah der Neuaigen-Coach seine Mannschaft zunächst nicht auf der Höhe. „Wir sind schwach rausgekommen. Der Gegner war überlegener“, sagte er offen. Trotzdem arbeitete sich seine Elf wieder zurück in die Partie und kam laut Mihajlovic mit der Zeit besser in die Zweikämpfe und zu Konterchancen. In dieser Phase brachte Daniel Rössler die Heimischen in Minute 58 wieder mit 2:1 nach vorne. Lange durch war die Sache aber nicht. Stein blieb laut Trainer mit seinen Kontern und Diagonalbällen unangenehm und stellte durch Sebastian Berger in der 85. Minute noch einmal auf 2:2. Dass Neuaigen darauf nicht eingebrochen ist, gefiel Mihajlovic besonders, denn nur drei Minuten später traf Marsel Varivoda zum 3:2 und brachte den Gastgebern die Führung sofort zurück.

„Die Mannschaft wollte den Sieg unbedingt“

Für Mihajlovic lag genau in dieser Reaktion viel von dem, was den Nachmittag aus seiner Sicht erklärt. „Die Mannschaft wollte den Sieg unbedingt, hat sich das Glück erarbeitet und etwas besser gekämpft als der Gegner“, sagte der Trainer. Er erinnerte auch daran, dass seine Mannschaft zuletzt nicht gerade vom Spielglück begleitet war. „Wir haben in letzter Zeit kein Glück gehabt, dieses Glück haben wir uns heute erarbeitet“, meinte er. Trotz der drei Treffer sah er im Offensivspiel aber noch Luft nach oben. „Wir hätten effektiver sein müssen. Wir müssen vor dem Tor konsequenter werden, dann brauchen wir uns keine Sorgen machen.“ Gleichzeitig wollte er die Treffer nicht kleinreden: „Das 1:0, das 2:1 und auch das dritte Tor waren sehr schön herausgespielt.“

Späte Antwort bringt den Heimsieg

Auch in der Schlussphase blieb die Partie offen. Mihajlovic gefiel vor allem, dass seine Mannschaft nach dem 2:2 nicht einbrach. Nur drei Minuten nach dem Ausgleich durch Berger schlug Neuaigen durch Varivoda zurück und entschied das Spiel doch noch für sich. Unter dem Strich blieb damit ein Heimsieg, der hart erarbeitet war und mehrmals auf der Kippe stand. Nach drei Runden hält der SV nun bei drei Punkten, Stein wartet weiter auf die ersten Zähler. Für die Gastgeber war es ein Spiel, das laut Trainer vor allem über Kampf, Wille und die schnelle Antwort auf Rückschläge gewonnen wurde.

2. Klasse Wachau/Donau: Neuaigen : FCU Stein - 3:2 (1:1)

  • 88
    Marsel Varivoda 3:2
  • 85
    Sebastian Berger 2:2
  • 58
    Daniel Rössler 2:1
  • 35
    Sebastian Berger 1:1
  • 17
    Kenan Becic 1:0