Spielberichte

"Nach dem Ausgleich haben wir den Faden verloren" – Hadersdorf kassiert in Sieghartskirchen ein 3:7

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
SV Sieghartskirchen
SC Hadersdorf

In der 2. Klasse Wachau/Donau hat SV Sieghartskirchen am Freitagabend SC Hadersdorf mit 7:3 besiegt. Aus Sicht der Gäste lag der Knackpunkt nicht nur im klaren Ergebnis, sondern vor allem im Verlauf nach dem frühen Vorteil. "Nach dem Ausgleich haben wir den Faden verloren", sagte Sektionsleiter Marco Flicker, der einen guten Beginn seiner Mannschaft sah, danach aber immer weniger Zugriff auf die Partie erkannte.

Spieler mit Schuh am Ball

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Frühe Führung, dann kippt die erste Hälfte

Für Hadersdorf begann der Abend zunächst genau so, wie man sich das auswärts wünscht. Schon in der 5. Minute gingen die Gäste mit 1:0 in Führung, weil Manuel Brandsteidl ein Eigentor unterlief. Flicker sagte dazu: "Wir sind eigentlich gut ins Spiel gekommen, haben die schnelle Führung erzielt und anfangs ganz solide gespielt." Lange hielt dieser Vorteil aber nicht. Gernot Brauchart stellte in der 9. Minute auf 1:1, und genau ab diesem Moment kippte das Spiel laut Flicker deutlich in Richtung der Gastgeber. Philipp Böhm-Mendes brachte Sieghartskirchen in der 20. Minute mit 2:1 nach vorne, Danijel Matos erhöhte in der 29. Minute auf 3:1. Noch vor der Pause wurde es für Hadersdorf richtig bitter, weil Patrick Koppensteiner ein Eigentor zum 4:1 unterlief und Matos kurz vor dem Seitenwechsel auch noch das 5:1 nachlegte. Aus einer Partie, in die die Gäste ordentlich hineingefunden hatten, war damit schon zur Halbzeit eine klare Angelegenheit geworden.

Nach dem Ausgleich fehlte Hadersdorf der Zugriff

Marco Flicker machte nach dem Spiel keinen Hehl daraus, woran es aus seiner Sicht gelegen hat. "Der Knackpunkt im Spiel war definitiv, dass wir nach dem Ausgleich nicht mehr so konsequent da waren und uns einfach der Zugriff gefehlt hat", sagte der Sektionsleiter. Diese Einschätzung deckte sich mit dem weiteren Verlauf, denn Sieghartskirchen hatte nach dem 1:1 klar mehr vom Spiel und blieb über weite Strecken das aktivere Team. Flicker hob dabei auch hervor, dass die Gastgeber die Bedingungen besser angenommen hätten: "Sie haben den Platz, den sie gehabt haben, genutzt. Sie haben sehr geradlinig gespielt, und gerade auf dem nassen Boden waren sie mit Distanzschüssen sehr erfolgreich." Dazu kam aus seiner Sicht, dass Sieghartskirchen die aggressivere Mannschaft war und Hadersdorf genau diesen Zugriff vermissen ließ, den es nach dem ordentlichen Beginn gebraucht hätte.

Kurze Hoffnung nach der Pause, dann kam sofort die Antwort

Ganz aufgegeben hatte sich Hadersdorf nach dem klaren Pausenrückstand aber nicht. Matthias Poschenreithner verkürzte in der 48. Minute auf 5:2 und brachte die Gäste damit noch einmal kurz zurück ins Spiel. Flicker sprach auch genau diese Phase an: "Zu Beginn sind wir eigentlich gut ins Spiel gestartet und auch wieder kurz nach der Halbzeit sind wir gut in die Partie gekommen." Lange hielt diese Hoffnung jedoch nicht, weil Sieghartskirchen sofort wieder nachlegte. Armin Arnautovic stellte in der 54. Minute auf 6:2, womit der kleine Aufschwung der Gäste rasch wieder verpuffte. Flicker formulierte es so: "Nach der Halbzeit konnten wir mit einem Treffer ein wenig Hoffnung erzielen, aber durch einen schnellen Freistoß-Gegentreffer war auch das wieder im Keim erstickt." In der Schlussphase erhöhte Armin Arnautovic noch auf 7:2, ehe Mark Leutl in der 90. Minute den Schlusspunkt zum 7:3 setzte. Hadersdorf nimmt aus dem Abend damit eine klare Niederlage mit, will die Sache aber rasch aufarbeiten. "Wir werden dieses Spiel analysieren, die richtigen Schlüsse ziehen und den Kopf nicht in den Sand stecken", sagte Flicker. Viel Zeit zum Hadern bleibt ohnehin nicht, denn für die Gäste geht der Blick schon auf das nächste Heimspiel gegen St. Andrä-Wördern.

2. Klasse Wachau/Donau: Sieghartskirchen : Hadersdorf - 7:3 (5:1)

  • 90
    Mark Leutl 7:3
  • 78
    Armin Arnautovic 7:2
  • 54
    Armin Arnautovic 6:2
  • 48
    Matthias Poschenreithner 5:2
  • 44
    Danijel Matos 5:1
  • 39
    Eigentor durch Patrick Koppensteiner 4:1
  • 29
    Danijel Matos 3:1
  • 20
    Philipp Böhm-Mendes 2:1
  • 9
    Gernot Brauchart 1:1
  • 5
    Eigentor durch Manuel Brandsteidl 0:1