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Tulbing gewinnt nach Rückstand gegen Neuaigen

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SK Tulbing
SV Neuaigen

In der 2. Klasse Wachau/Donau hat sich SK Tulbing nach einem Rückstand noch mit 3:1 gegen SV Neuaigen durchgesetzt. Entscheidend war aus Sicht von Trainer Stefan Griesslehner nicht nur der schnelle Ausgleich nach dem Seitenwechsel, sondern der Auftritt in der gesamten zweiten Halbzeit. Vor der Pause machte sich Tulbing das Leben selbst schwer

Fußball mit Sternen-Design auf Rasen

Foto von Daniel Norin auf Unsplash

Der Beginn war nach Einschätzung des Trainers auf beiden Seiten ordentlich. „Ein starker Beginn von beiden Mannschaften“, sagte Griesslehner, der aber auch gleich den Punkt ansprach, der seiner Elf im ersten Durchgang Probleme bereitete. Tulbing brachte sich durch zu viele Eigenfehler selbst in Schwierigkeiten und fand dadurch nicht die Kontrolle, die man sich wohl vorgenommen hatte. Genau daraus zog Neuaigen Kapital. Die Gäste gingen in der 40. Minute durch Marsel Varivoda mit 1:0 in Führung, und für Griesslehner war das keine zufällige Entwicklung. „Neuaigen ist dann auch verdient in Führung gegangen“, stellte er klar. Dass es mit diesem Spielstand in die Pause ging, passte aus seiner Sicht zum Verlauf der ersten Hälfte, in der Neuaigen einen starken Auftritt hinlegte und Tulbing immer wieder an den eigenen Ungenauigkeiten laborierte.

Der Ausgleich von Kunz änderte die Richtung der Partie

Nach dem Seitenwechsel bekam das Spiel dann aber rasch einen anderen Verlauf. Griesslehner sprach davon, dass seine Mannschaft „nach der Pause ihr wahres Gesicht gezeigt habe", und genau das zeigte sich früh in Zahlen auf der Anzeigetafel. Schon in der 52. Minute stellte Lukas Kunz auf 1:1, ein Treffer, den der Trainer als ganz wichtigen Moment einordnete. „Der schnelle Ausgleich nach der Pause hat uns sicher geholfen“, sagte er. Gleichzeitig wollte er die Wende nicht nur auf diese eine Szene reduzieren. Für ihn hatte die Moral großes Gewicht, weil in der Halbzeitpause die Überzeugung da war, dass die Partie trotz Rückstand offen ist. Tulbing kam dadurch mit einer klar anderen Haltung aus der Kabine, blieb im Spiel und arbeitete sich Schritt für Schritt in eine bessere Position. Neuaigen, das vor der Pause noch stark wirkte, konnte dieses Niveau danach hingegen nicht mehr in gleicher Form halten.

Mjka und Mayr machen den Heimsieg spät fix

Mit dem Ausgleich allein gab sich Tulbing dann nicht zufrieden. Griesslehner sprach davon, dass „einige Chancen da“ waren, und damit beschrieb er jene Phase, in der seine Mannschaft am Drücker blieb und auf den zweiten Treffer ging. Lange musste der SK Tulbing aber warten, ehe sich der Aufwand wirklich auszahlte. Erst in der 80. Minute brachte Rene Mjka die Gastgeber mit 2:1 in Führung und drehte damit die Partie endgültig. Ganz entschieden war das Spiel damit aus Sicht des Trainers aber noch nicht, erst Jan Mayr stellte in der 88. Minute auf 3:1 und sorgte für klare Verhältnisse. So wurde aus einer schwierigen Ausgangslage noch ein Sieg, der vor allem deshalb zustande kam, weil Tulbing nach dem Rückstand nicht aufgab, sondern nach der Pause konsequent weiterarbeitete.

Viel Lob für die Moral, klare Worte bei den Baustellen

Auch wenn am Ende ein 3:1 stand, wollte der Tulbing-Trainer den Auftritt nicht nur schönreden. Besonders mit Blick auf die erste Halbzeit benannte er sehr klar, wo seine Mannschaft zulegen muss. „Die Eigenfehler im Spielaufbau abstellen und in der zweiten Halbzeit noch effektiver vor dem Tor werden“, forderte Griesslehner, obwohl die Punkte am Ende in Tulbing blieben. Gleichzeitig machte er aber auch jene Stärke aus, die den Umschwung möglich gemacht hatte. „Niemals aufgeben und auch nach einem Rückstand an sich glauben“, so beschrieb er die wichtigste Qualität seines Teams an diesem Abend. Über den Gegner verlor er ebenfalls respektvolle Worte. „In der ersten Halbzeit hat Neuaigen stark gespielt“, sagte er. Der Schiedsrichter, ergänzte Griesslehner knapp, „hatte das Spiel im Griff“. Für Tulbing bleibt damit ein Heimsieg, der mit einer starken Reaktion nach der Pause hart erarbeitet wurde.

2. Klasse Wachau/Donau: SK Tulbing : Neuaigen - 3:1 (0:1)

  • 88
    Jan Mayr 3:1
  • 80
    Rene Mjka 2:1
  • 52
    Lukas Kunz 1:1
  • 40
    Marsel Varivoda 0:1