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„Das dritte Gegentor war komplett vermeidbar“ – Neuaigen verliert nach 2:1 noch 3:4

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SV Neuaigen
SV Sieghartskirchen

In der 2. Klasse Wachau/Donau hat der SV Neuaigen dem Tabellenführer SV Sieghartskirchen beim 3:4 alles abverlangt und nach einer 2:1-Pausenführung am Ende doch nichts Zählbares mitgenommen. Co-Trainer Christoph Moser sprach von einer starken Mannschaftsleistung, sah den Unterschied aber in den Fehlern vor den Gegentoren. Vor allem das 2:3 sei aus seiner Sicht „komplett vermeidbar“ gewesen.

Zweikampf zwischen zwei Fußballspielern in Schwarz und Grün

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Neuaigen antwortet stark auf den frühen Rückstand

Die Gastgeber fanden laut Moser von Beginn an genauso in die Partie, wie man es gegen den Tabellenführer braucht. „Wir haben von Anfang an mit Leidenschaft und Herz dagegengehalten gegen den Tabellenführer“, sagte der Co-Trainer und beschrieb damit einen Auftritt, der sich auch nach dem ersten Gegentor nicht aus der Bahn werfen ließ. David Abulesz brachte Sieghartskirchen in der 23. Minute mit 1:0 in Führung, aus Sicht von Moser ein unnötiger Rückstand. Umso wichtiger war die schnelle Reaktion: Nur vier Minuten später glich Marsel Varivoda zum 1:1 aus. Moser sprach dabei von einer schönen Aktion über den Flügel mit Stanglpass und einem Stürmer, der gut gestanden sei. Noch vor der Pause drehte Neuaigen die Partie ganz. Nenad Jeftic traf in der 40. Minute zum 2:1, das Moser als „schönen Weitschuss“ einordnete. So ging Neuaigen mit einer Führung in die Halbzeit und hatte den Favoriten bis dahin nicht nur geärgert, sondern sichtbar gefordert.

Das 2:3 lässt die Partie kippen

Nach dem Seitenwechsel bekam Sieghartskirchen das Spiel aber wieder ausgeglichen. Das 2:2 durch Philipp Böhm-Mendes in der 59. Minute fiel nach Mosers Einschätzung über den Flügel, also aus einer Situation, die seine Mannschaft eigentlich besser verteidigen wollte. Trotzdem blieb aus seiner Sicht lange das Gefühl, dass für Neuaigen in diesem Spiel etwas möglich war. Den entscheidenden Einschnitt verortete er klar beim dritten Gegentor. „Das dritte Gegentor war auf alle Fälle entscheidend. Da haben wir im Mittelfeld den Ball verloren, komplett vermeidbar“, sagte Moser. Michael Wimmer nutzte diese Szene in der 74. Minute zum 2:3 für die Gäste. Als Gernot Brauchart in der 84. Minute auch noch auf 2:4 stellte, war die Ausgangslage für Neuaigen deutlich schwieriger geworden, obwohl die Heimelf laut ihrem Co-Trainer bis dahin ein starkes Spiel gezeigt hatte.

„Sieghartskirchen hat einfach weniger Fehler gemacht“

In der Einordnung nach der Partie legte Moser den Schwerpunkt weniger auf einzelne gute Phasen des Gegners als auf die eigene Fehlerzahl. „Sieghartskirchen hat einfach weniger Fehler gemacht als wir, speziell vor den Gegentoren“, sagte er und brachte damit den Unterschied zwischen beiden Mannschaften auf den Punkt. Gleichzeitig sparte er nicht mit Anerkennung für den Tabellenführer. Sieghartskirchen sei „eine spielstarke Mannschaft“, zudem auch körperlich stark. Moser meinte aber auch, dass der kleine Platz in Neuaigen eher ein Vorteil für sein Team gewesen sei und den Gästen nicht unbedingt entgegenkam. Gerade deshalb wertete er den Auftritt seiner Mannschaft positiv, weil sie den Ligaprimus unter diesen Bedingungen mehr als nur beschäftigt habe. Diskussionen rund um den Spielleiter gab es für ihn übrigens keine: „Es gab keine strittigen Situationen. Die Leistung des Schiedsrichters war in Ordnung.“

Der späte Anschluss ändert nichts am starken Eindruck

Ganz beendet war die Partie auch nach dem 2:4 noch nicht, denn in der Nachspielzeit stellte Milenko Pantelic mit dem Treffer zum 3:4 noch einmal den Anschluss her. Am Ausgang änderte das freilich nichts mehr, an Mosers Gesamtbild aber auch nicht. „Es war im Endeffekt eine starke Mannschaftsleistung von Anfang an. Leider haben wir uns für die Leistung nicht belohnen können“, sagte er. Diese Aussage passt gut zu einem Nachmittag, an dem Neuaigen den Tabellenführer über weite Strecken forderte, zwischenzeitlich führte und am Ende dennoch leer ausging. In der Tabelle bleibt Neuaigen damit bei sechs Punkten, während Sieghartskirchen auch nach der siebenten Runde ganz vorne steht. Für die Heimelf bleibt trotzdem ein Auftritt, aus dem man laut Moser „mit erhobenem Kopf“ hinausgehen kann, weil das Heimmatch trotz der Niederlage viel Brauchbares gezeigt hat.

2. Klasse Wachau/Donau: Neuaigen : Sieghartskirchen - 3:4 (2:1)

  • 92
    Milenko Pantelic 3:4
  • 84
    Gernot Brauchart 2:4
  • 74
    Michael Wimmer 2:3
  • 59
    Philipp Böhm-Mendes 2:2
  • 40
    Nenad Jeftic 2:1
  • 27
    Marsel Varivoda 1:1
  • 23
    David Abulesz 0:1