In der 2. Klasse Wachau/Donau hat SV Zwentendorf am Sonntag gegen USV Furth ein 0:1 noch in einen 2:1-Heimsieg gedreht. Aus Sicht von Furth-Trainer Agron Veselji lag der Knackpunkt nicht in einer klaren spielerischen Unterlegenheit, sondern in einem verletzungsbedingten Wechsel, nach dem die Ordnung in der Viererkette fehlte. Bis zur 53. Minute hatten die Gäste sogar geführt und die Gastgeber nach Einschätzung ihres Trainers lange gut im Griff.

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Veselji sah über weite Strecken eine ausgeglichene Partie, in der beide Mannschaften taktisch sauber auftraten. "Es war eine ausgeglichene Partie, beide Mannschaften waren taktisch sehr gut eingestellt", sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Aus seiner Sicht ließ Furth gegen den Tabellenzweiten aus Zwentendorf zunächst kaum etwas zu. Er erinnerte sich nur an zwei Distanzschüsse der Gastgeber, einen vor und einen nach der Pause. Einen davon parierte der Furth-Tormann stark und lenkte den Ball über die Latte. Zur Halbzeit stand es 0:0, und genau dieses Bild passte für Veselji auch zum Spiel. Nach dem Seitenwechsel belohnte sich Furth dann sogar: In der 53. Minute brachte Max Novotny die Gäste mit 1:0 in Front. Veselji sprach von einer "schön herausgespielten Aktion" und sah seine Mannschaft damit in einer guten Position.
Dass aus der Führung am Ende keine Punkte wurden, führte der Furth-Coach sehr klar auf eine Phase zurück, in der seine Mannschaft nach einem verletzungsbedingten Wechsel kurz die Ordnung verlor. "Der entscheidende Moment war definitiv der verletzungsbedingte Wechsel, dadurch die Umstellung in der Viererkette und dadurch die zwei verursachten Elfmeter", sagte Veselji. Kurz nach dem 1:0 hatte Furth sogar die Möglichkeit auf das zweite Tor, doch der Abschluss des linken Flügelspielers geriet zu zentral. Danach kippte die Partie. Beim ersten Elfmeter, den Markus Marschall in der 70. Minute zum 1:1 verwandelte, schilderte Veselji einen langen Ball aus der Zwentendorfer Defensive, einen gut mitgenommenen Ball des Flügelspielers und den folgenden Kontakt. Beim zweiten Strafstoß, den Marschall in der 89. Minute zum 2:1 nutzte, sprach der Trainer von einem hohen Ball auf den Flügel und einem unnötigen Trikotziehen. Wichtig war ihm dabei auch die Einordnung des Unparteiischen: "Beide Elfmeter waren Elfmeter", sagte Veselji und ergänzte, der Schiedsrichter habe die faire Partie "sehr gut gepfiffen".
Dass Furth nach sieben Runden mit drei Punkten am Tabellenende steht, wollte Veselji nach diesem Auftritt nicht als Maßstab für die tatsächliche Leistung seiner Mannschaft gelten lassen. "Wir haben den Matchplan zu hundert Prozent umgesetzt", sagte er, und viel mehr als die vergebene Chance auf das 2:0 sowie eine Möglichkeit nach dem 1:2 zum möglichen Ausgleich kreidete er seinem Team auch nicht an. "Da müssen wir konzentrierter werden, damit wir da unten rauskommen", meinte der Trainer, der zugleich betonte: "Von der Qualität und wie wir gespielt haben, müssen wir uns vor keiner Mannschaft in der Liga verstecken." Entsprechend fiel auch sein Ausblick klar aus. Die Mannschaft sei nach der knappen Niederlage zwar betrübt gewesen, weil sie sich habe belohnen wollen, doch das Trainerteam werde weiter an Taktik und Offensivspiel feilen. Veselji ist überzeugt, dass Furth in den nächsten Runden anschreiben wird und formulierte das Ziel deutlich: weg aus der Misere, hinein ins Tabellenmittelfeld bis zum Ende der Halbsaison.