Spielberichte

„Die Tagesverfassung war der entscheidende Punkt“ – Stein verliert in Hadersdorf 1:5

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
SC Hadersdorf
FC Union Stein

In der 2. Klasse Wachau/Donau setzte es für 1. FC Union Stein bei SC Hadersdorf eine deutliche 1:5-Niederlage. Trainer Thomas Hennebichler führte das Ergebnis vor allem auf die Tagesverfassung, einen missglückten Start und die folgenschwere Verletzung des eigenen Torhüters zurück. Zwar glich Julius Steiner den frühen Rückstand rasch aus, danach kam Stein aber nie dauerhaft in die Partie hinein und musste eine klare Auswärtsniederlage akzeptieren.

Spieler ziehen auf der Ersatzbank ihre Schuhe an

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Früher Rückschlag, kurze Antwort, dann wieder ins Hintertreffen

Der Abend begann für die Gäste denkbar ungünstig. Schon in der 2. Minute brachte Patrick Koppensteiner die Hadersdorfer mit 1:0 in Führung, genau jener frühe Rückschlag also, den Hennebichler nach dem Spiel als Ausgangspunkt einer schwierigen Partie nannte. „Unglücklicher Start für uns. Wir haben sehr früh das 1:0 bekommen“, sagte der Trainer. Zwar gelang Stein in der 12. Minute durch Julius Steiner der schnelle Ausgleich zum 1:1, doch schon in der 17. Minute gerieten die Gäste durch ein Eigentor von Jannik König wieder in Rückstand. Matthias Poschenreithner legte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte noch das 3:1 nach. Damit war die Partie bereits vor der Pause klar in Richtung Hadersdorf gekippt.

Die Verletzung des Torhüters als Wendepunkt

Als eigentlichen Knackpunkt der Partie stellte Hennebichler aber die Verletzung seines Torhüters heraus. Er schilderte eine Szene, in der ein Ball von der Seite in die Mitte des Fünf-Meter-Raums kam, sein Tormann zum Ball ging und ein Stürmer hineinrutschte. „Definitiv keine Absicht dabei, aber unglücklich“, sagte Hennebichler. Sein Torhüter wurde dabei am Kopf getroffen und musste laut Trainer wegen einer schweren Gehirnerschütterung von der Rettung geholt werden. Für Stein war das in einer ohnehin schwierigen Partie ein zusätzlicher Schlag. „Wir mussten dann wechseln, mussten viel umstellen in einem Spiel, wo wir generell von Anfang an nicht gut reingefunden haben“, erklärte der Trainer. Entsprechend deutlich fiel auch seine Bewertung dieser Situation aus: „Das war sicher die entscheidende Szene im Spiel.“ Hennebichler hätte sich in dieser Aktion zumindest eine Gelbe Karte erwartet, stellte aber zugleich klar, dass die Schiedsrichterleistung „in Summe schon in Ordnung“ gewesen sei und die Niederlage nicht am Unparteiischen gelegen habe.

Zu viele Probleme gegen einen starken Gegner

Auch abseits dieser Szene fand Hennebichler viele Gründe dafür, warum seine Mannschaft an diesem Abend nicht in ihr Spiel kam. Stein habe anfangs zwar gut gepresst, „aber in den hinteren Reihen immer wieder unsere Gegenspieler verloren“. Dazu sei seine Mannschaft nicht giftig genug und nicht aufmerksam genug gewesen. Gerade bei verlängerten Bällen habe es immer wieder Schwierigkeiten gegeben, weil die zweiten Bälle unglücklich aufgesprungen oder durchgerutscht seien. Der Trainer fasste diesen Teil der Analyse sehr offen zusammen: „Es hat uns einfach sehr, sehr viel gefehlt, wenn ich das vergleiche mit den letzten drei Wochen.“ Dass Hadersdorf daraus Kapital schlug, zeigte sich auch nach dem Seitenwechsel. Direkt nach der Pause erhöhte David Schrabauer in der 49. Minute auf 4:1, in der 71. Minute traf derselbe Spieler noch einmal zum 5:1-Endstand. Am Ende lief für Hennebichler vieles auf einen einfachen Nenner hinaus: „Die Tagesverfassung war der entscheidende Punkt.“ Gleichzeitig wollte er die 1:5-Niederlage aber auch nicht künstlich aufblähen. Der Trainer verwies darauf, dass es solche Tage im Fußball immer wieder gebe und dass man sie akzeptieren müsse. Ebenso deutlich anerkannte er die Leistung der Gastgeber. Hadersdorf habe das gut gemacht, sagte Hennebichler, und genau das war an diesem Abend auch im Ergebnis sichtbar. Für Stein bleibt nach diesem Spiel daher vor allem eines: die klare Niederlage zur Kenntnis nehmen, die Verletzung des Torhüters in den Hintergrund rücken und „wieder weiter hart arbeiten“.

2. Klasse Wachau/Donau: Hadersdorf : FCU Stein - 5:1 (3:1)

  • 71
    David Schrabauer 5:1
  • 49
    David Schrabauer 4:1
  • 46
    Matthias Poschenreithner 3:1
  • 17
    Eigentor durch Jannik König 2:1
  • 12
    Julius Steiner 1:1
  • 2
    Patrick Koppensteiner 1:0