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„Ab der 70. Minute war Neuaigen konditionell k. o.“ – Droß holt sich den Sieg mit dem längeren Atem

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SV Droß
SV Neuaigen

In der 2. Klasse Wachau/Donau hat sich SV Droß am Samstag in einem wechselhaften Heimspiel gegen SV Neuaigen mit 3:2 durchgesetzt. Nach einer 2:0-Führung ließen die Gastgeber den Gegner wieder herankommen, gerieten nach dem 2:2 aber nicht ins Wanken. Für Obmann-Stellvertreter Thiemo Tiefenbacher lag der Unterschied am Ende klar in der Kondition: Droß hatte „den längeren Atem“ und traf noch rechtzeitig zum Sieg.

Fußballschuhe auf Ersatzbank, alle mit roten Stutzen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Schwacher Start, dann schlägt Droß doppelt zu

Aus Sicht der Gastgeber begann die Partie alles andere als ideal. Tiefenbacher beschrieb Neuaigen als „eine sehr kompakte und technisch gute Mannschaft“ und sagte offen, dass Droß zunächst nicht gut ins Spiel gekommen sei. Der Plan sei eigentlich gewesen, „die Mannschaft aus Neuaigen nicht spielen zu lassen“, doch genau das gelang in der Anfangsphase nicht wie erhofft. Neuaigen hatte mehr vom Spiel und kam laut Tiefenbacher auch zu zwei guten Torchancen. Trotzdem kippte die Partie nach etwas mehr als einer halben Stunde in Richtung Droß. In der 32. Minute brachte Michal Ondica die Heimelf mit 1:0 in Führung, nur drei Minuten später legte Marvin Rauch das 2:0 nach. Gerade dieser zweite Treffer blieb Tiefenbacher besonders hängen. „Sehr schön war das zweite Tor zum 2:0 von uns“, sagte er und schilderte die Kombination ausführlich: Bernhard Soucek bereitete vor, bediente Ondica auf der linken Seite, dessen Diagonalball fand Hannes Konrad, und dessen Flanke über die ganze Abwehr setzte Rauch per Aufsetzer ins Tor. Dass Daniel Rössler in der 40. Minute noch vor der Pause auf 2:1 verkürzte, passte dann wieder zu einem Spiel, das für Droß nie wirklich ruhig wurde.

Neuaigen kommt zurück, Droß gibt nicht auf

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie offen, und Droß bekam das Spiel nicht so unter Kontrolle, wie es nach der schnellen 2:0-Führung vielleicht möglich gewesen wäre. Tiefenbacher sprach davon, dass man Neuaigen danach „wieder zu viel Raum gelassen“ habe. Das machte sich schließlich in der 64. Minute bemerkbar, als Marsel Varivoda den Ausgleich zum 2:2 erzielte. Für die Gastgeber hätte dieser Spielstand leicht zum Knackpunkt werden können, doch Tiefenbacher wollte seiner Mannschaft genau das zugutehalten. „Entscheidend war, dass wir in der zweiten Halbzeit nicht aufgegeben haben“, sagte er. Diesen Punkt hob er mehrfach hervor, weil er den späteren Sieg vor allem darauf zurückführte. Droß blieb also trotz des Rückschlags im Spiel, hielt das Tempo hoch und wartete weiter auf die nächste Möglichkeit. Tiefenbacher sah den Unterschied dabei immer deutlicher im körperlichen Bereich. Seine Mannschaft habe „kräftemäßig und ausdauertechnisch“ besser ausgesehen als der Gegner und genau daraus sei in der Schlussphase der entscheidende Vorteil entstanden.

Jan Zamecnik trifft spät, Tiefenbacher sieht weiter Luft nach oben

Je länger das Spiel dauerte, desto mehr glaubte Droß daran, dass noch etwas gehen würde. Tiefenbacher formulierte es nach dem Schlusspfiff sehr klar: „Der Siegtreffer war nur eine Frage der Zeit und ist dann Gott sei Dank noch rechtzeitig vor Schlusspfiff gekommen.“ In der 90. Minute fiel dieser Treffer dann tatsächlich, als Jan Zamecnik das 3:2 erzielte und damit die späte Entscheidung herbeiführte. Für Tiefenbacher war der Grund dafür eindeutig. „Ab der 70. Minute war Neuaigen konditionell k. o.“, sagte er und machte damit klar, worin er den größten Unterschied zwischen den beiden Teams sah. Gleichzeitig beließ er es nicht bei Lob für die eigene Mannschaft. Auf die Frage nach Verbesserungsmöglichkeiten antwortete er knapp, aber deutlich: „Torchancenauswertung.“ Auch das passt zu seiner Einschätzung eines Spiels, in dem Droß zwar drei Tore machte, sich das Leben zwischendurch aber unnötig schwer machte. Über den Gegner sprach er trotz der Niederlage respektvoll und nannte Neuaigen ein Team mit „sehr vielen qualitativ sehr guten Einzelspielern“. Den Schiedsrichter sah er ebenfalls auf einer klaren Linie: „Der Schiedsrichter hat die Partie unter Kontrolle gehabt.“ Für Droß steht damit ein Heimsieg, der nicht glatt, aber umso wertvoller ausfiel. In der Tabelle hält man Neuaigen damit auf Distanz, und die Gastgeber nehmen aus diesem 3:2 vor allem mit, dass sie in einem engen Spiel bis zum Ende dranblieben.

2. Klasse Wachau/Donau: SV Droß : Neuaigen - 3:2 (2:1)

  • 90
    Jan Zamecnik 3:2
  • 64
    Marsel Varivoda 2:2
  • 40
    Daniel Rössler 2:1
  • 35
    Marvin Rauch 2:0
  • 32
    Michal Ondica 1:0