In der 2. Klasse Wachau/Donau hat Langenrohr II am Freitagabend beim SC Hadersdorf mit 2:6 verloren und dabei vor allem in der ersten Hälfte den Zugriff vermissen lassen. Trainer René Schilcher nannte die Gründe danach klar: Seine Mannschaft sei in den Zweikämpfen fast immer zu spät gekommen, habe körperlich nicht dagegenhalten können und dem Gegner damit früh die Tür geöffnet. Trotz des klaren Rückstands lobte er aber auch den Willen seiner Elf.

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Dass es für die Gäste ein schwerer Abend werden würde, zeichnete sich früh ab. Hadersdorf ging in der 11. Minute durch Armin Schneider in Führung und legte in der 37. Minute durch Stefan Miksch das 2:0 nach. Genau diese Phase störte Schilcher nach dem Schlusspfiff am meisten. „Wir haben besonders in der ersten Halbzeit keinen Zugriff aufs Spiel bekommen, waren in den Zweikämpfen immer der Zweite und einfach nicht griffig genug“, sagte der Trainer. Für ihn lag darin der Kern der Niederlage. „Das Spiel ist sicherlich deshalb verloren gegangen, weil wir mit den Gedanken und auch mit dem Schritt langsamer waren als der Gegenspieler. Wir haben körperlich nicht dagegenhalten können.“ Das 0:2 kurz vor der Pause wog aus seiner Sicht deshalb besonders schwer, weil Langenrohr mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Kabine musste und dem Spiel da schon lange hinterherlief.
Nach dem Seitenwechsel wurde die Aufgabe sofort noch größer. David Schrabauer traf direkt nach Wiederbeginn zum 3:0 für Hadersdorf, und als Matthias Poschenreithner in der 58. Minute auf 4:0 stellte, schien die Partie schon endgültig entschieden. Schilcher verwies danach auf genau diese beiden Momente. „Entscheidend ist das 0:2 kurz vor der Pause. Das hat uns sicherlich nicht gutgetan. Besonders auch das 4:0, das aus unserer Sicht klar aus einer Abseitssituation entstanden ist. Das waren sicherlich die entscheidenden Faktoren.“ Trotzdem gab sich Langenrohr nicht auf. Innerhalb von nur zwei Minuten brachte Marcel-Ambros Halbritter die Gäste mit seinem Doppelpack in der 68. und 69. Minute noch einmal auf 2:4 heran. Schilcher hob genau diese Reaktion ausdrücklich hervor. „Sehr positiv war die mentale Einstellung und der Wille der Mannschaft, die bis zur letzten Minute an sich geglaubt hat.“ Dazu passte auch, dass er trotz des klaren Zwischenstands noch an eine offene Schlussphase glaubte: „Nach dem 2:4-Anschlusstreffer hatten wir noch zwei, drei super Torchancen. Wenn wir die gemacht hätten, wäre das Spiel sicherlich spannend geworden.“
Ganz drehen konnten die Gäste die Partie nicht mehr. Statt einer heißen Schlussphase setzte Hadersdorf in der Nachspielzeit noch zwei Treffer drauf: David Schrabauer erhöhte in der 92. Minute auf 5:2, ehe Mark Leutl in der 96. Minute den 6:2-Endstand fixierte. Für Schilcher stand außer Frage, dass der Gegner insgesamt der verdiente Sieger war. „Der Gegner ist eine routinierte Truppe mit Spielern mit sehr viel Qualität. Sie waren uns auch körperlich überlegen und heute einfach der verdiente Sieger“, sagte er. Gleichzeitig ordnete er das Resultat differenziert ein. „Es haben uns einige Spieler wegen Verletzungen und Krankheiten gefehlt. Das soll aber keine Ausrede sein. Es war einfach nicht unser Tag.“ Und noch klarer: „Es war sicherlich eine verdiente Niederlage, aber in der Höhe viel zu hoch.“ So bleibt für Langenrohr nach Runde neun eine schmerzhafte Niederlage und der Blick auf die eigene Reaktion nach dem 0:4, während Hadersdorf mit dem Heimsieg in der Tabelle vor den Gästen bleibt.