Spielberichte

„Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen“ – Furth verliert nach unglücklichem Eigentor

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
SG Haitzendorf/Grafenwörth II
USV Furth

In der 2. Klasse Wachau/Donau hat der USV Furth am Sonntag bei SG Haitzendorf/Grafenwörth II mit 0:1 verloren. Nach einem torlosen ersten Durchgang entschied ein Eigentor von Elias Fürst in der 76. Minute die Partie. Co-Trainer Christoph Leuthner sprach danach von einem unglücklichen Verlauf, weil der Matchplan aus seiner Sicht aufging, Furth wenig zuließ und selbst zweimal an der Stange scheiterte.

Fußballspieler in grünem Trikot mit einer Grätsche

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Lange offen, zur Pause noch alles drin

Viel sprach aus Further Sicht zunächst nicht gegen einen Punktgewinn. Zur Halbzeit stand es 0:0, und genau dieses Zwischenresultat passte zu jener Lesart, die Christoph Leuthner nach dem Spiel schilderte. „Eigentlich hat der Matchplan sehr gut funktioniert“, sagte der Co-Trainer, der aktuell als Spielertrainer fungiert. Furth habe über weite Strecken das umgesetzt, was man sich vorgenommen hatte. Gerade deshalb war die Niederlage aus seiner Sicht schwer zu schlucken. Vor allem gegen den Ball sah er seine Mannschaft ordentlich eingestellt. „Ansonsten haben wir nichts zugelassen“, meinte Leuthner und unterstrich damit, dass er die Gäste in einem engen Spiel lange auf Augenhöhe sah. Es war also keine Partie, in der Furth früh ins Laufen kam oder ständig hinterherlaufen musste. Stattdessen blieb das Spiel offen, torlos und damit genau in jenem Bereich, in dem oft nur eine einzige Aktion alles kippen kann.

Ein hoher Ball, ein Klärungsversuch und das bittere 0:1

Diese eine Aktion kam dann in der 76. Minute und entschied das Kellerduell letztlich zugunsten der Gastgeber. Leuthner sprach von „einem individuellen Eigenfehler“ und beschrieb die Entstehung des Gegentreffers genauer. „Es war ein hoher Ball, den wir per Kopf klären wollten. Der wurde leider unglücklicherweise ins eigene Tor abgefälscht über unseren Torhüter“, sagte er. Laut Spielbericht wurde das 1:0 als Eigentor von Elias Fürst gewertet. Mehr brauchten die Gastgeber am Ende nicht, um die drei Punkte einzufahren. Für Furth war die Szene deshalb doppelt bitter, weil der Co-Trainer davor keinen klaren Vorteil beim Gegner gesehen hatte. Dazu kam, dass die Gäste selbst nicht ohne ihre Möglichkeiten blieben. „Wir hatten nur nicht das notwendige Glück auf unserer Seite, da wir zwei Stangenschüsse hatten“, sagte Leuthner. Gerade in so einer Partie macht genau dieses Quäntchen oft den Unterschied aus, und diesmal lag es aus Further Sicht klar nicht auf der eigenen Seite.

„Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden“

Entsprechend klar fiel die Einordnung nach dem Schlusspfiff aus. „Der Gegner hatte das notwendige Glück und konnte so die Partie für sich entscheiden. Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen“, sagte Leuthner. Grafenwörth hatte zwar mehr Spielanteile, doch das war auch der Plan von Furth. „Mit diesem konnten sie nicht gefährlich werden und hatten aus dem Spiel heraus keine echten Chancen kreiert. Trotzdem haben sie es geschafft ein Tor zu erzielen und deshalb auch verdient gewonnen, da uns dies nicht gelang." Auch die Leistung des Schiedsrichters sah der Further Co-Trainer kritisch. "Ich bin nicht zuständig, um einen Schiedsrichter zu bewerten." Das ist die Aufgabe eines Beobachters. Trotz der Enttäuschung über das Ergebnis stellte er aber die eigene Mannschaft nicht infrage. Im Gegenteil: „Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden und möchte Grafenwörth zum Sieg herzlich gratulieren.“ So bleibt für Furth eine Niederlage, die aus Sicht des Interviewpartners weniger mit einem schwachen Auftritt zu tun hatte als mit einem unglücklichen Spielverlauf. Lange blieb die Partie offen, hinten ließ man nach seiner Wahrnehmung wenig zu, vorne fehlte das Glück – und am Ende stand trotzdem ein 0:1.

2. Klasse Wachau/Donau: SG Haitzendorf/Grafenwörth II : USV Furth - 1:0 (0:0)

  • 76
    Eigentor durch Elias Fürst 1:0