Nach dem Duell zwischen Ybbs II und SG Sallingberg/Ottenschlag ordnete Trainer Fitim Elezaj die Lage ein: ein aus seiner Sicht verdienter 3:1-Erfolg, getragen von klarer Ballkontrolle, starker Standardarbeit und einem parierten Elfmeter. In der 2. Klasse Waldviertel Süd/Yspertal sieht er sein Team stabil, lobt den Kollektivauftritt – und richtet den Blick bereits auf Nöchling, wo er eine harte, kämpferische Aufgabe erwartet.

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Das Urteil des Coaches zum Verlauf fiel eindeutig aus. Er sprach von klarer Dominanz am Ball und einer Partie, die trotz hoher Intensität durch das spielerisch bessere Team geprägt wurde. Wörtlich sagte er: "Der Ballbesitz war klar bei uns. Wir haben den Ball sehr gut laufen lassen. Der Gegner wurde über hohe Bälle ab und zu gefährlich, aber unsere Abwehr ist sehr gut gestanden. Über neunzig Minuten hatten wir den Ballbesitz klar auf unserer Seite." Dass der Gegner trotzdem Nadelstiche setzte, ordnete er respektvoll ein: "Es war eine kampfbetonte, zugleich spielerisch gute Partie. Für das, dass sie am letzten Platz stehen, hat uns Sallingberg/Ottenschlag mit großem Kampfgeist phasenweise sehr gute Paroli geboten." Die Mischung aus Stabilität in der Defensive und Ruhe im eigenen Ballbesitz bildete die Grundlage dafür, dass Ybbs II das Geschehen weitgehend diktierte.
Besonders zufrieden zeigte sich Elezaj mit den ruhenden Bällen: "Defensiv sind wir bei Standards sehr gut gestanden und haben wenig zugelassen. Offensiv sind wir zwei- bis dreimal richtig gefährlich geworden, da hat der gegnerische Tormann überragend zwei Eckbälle entschärft. Insgesamt bin ich mit unseren Standards sehr zufrieden." Ein Schlüsselmoment: ein Elfmeter für die Gäste, der vergeben wurde – auch, weil sein Keeper stark reagierte. Zur Spielleitung blieb er fair, trotz kleinerer Einwände: "Der Unparteiische war für mich gut. Natürlich hat er ein, zwei Abseitsentscheidungen nicht gesehen, aber ohne Linienrichter ist das in dieser Liga schwer. Der Elfmeter war für mich keiner, aber wenn es der Schiedsrichter so sieht, dann ist es so – zum Glück hat unser Torwart gehalten." Diese Mischung aus Standardstärke und Torwartparade trug maßgeblich zur kontrollierten Gesamtlage bei.
Im Rückblick auf die klaren Möglichkeiten klang dennoch Selbstkritik durch. "Wir hätten schon noch zwei, drei Tore machen müssen. Das waren hundertprozentige Chancen, da waren wir vor dem Tor etwas zu ungestüm, nicht kaltschnäuzig genug. Der Gegner hatte den Elfmeter, den unser Tormann überragend gehalten hat, ansonsten war es eher einseitig für uns", bilanzierte Elezaj. Früh stellten die Hausherren die Weichen: Franz Brunbauer traf in der 12. und 20. Minute und sorgte so für die 2:0-Pausenführung. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Rashid Hechmi in der 77. Minute auf 3:0, ehe Mirnes Brdaninovic in der 82. für die Gäste zum 3:1-Endstand verkürzte. Der beschriebene Fluss der Partie – viel Kontrolle, einige vergebene Hochkaräter und ein starker Moment des Keepers beim Strafstoß – deckte sich mit der Analyse des Trainers.
Nach dem überzeugenden Auftritt überwog bei Elezaj die Anerkennung für sein Team und der klare Fokus auf die nächste Aufgabe. Sein Fazit: "Ich will meiner Mannschaft ein Lob aussprechen. Sie spielt Woche für Woche sehr guten Fußball. Wir stehen hinten gut, machen vorn unsere Tore. Ich bin derzeit mit der kompletten Mannschaft sehr zufrieden." Den kommenden Gegner schätzt er stark ein und benennt klare Gefahrenquellen: "Ich erwarte gegen Nöchling eine sehr harte, kämpferische Partie. Nöchling tritt als geschlossene Mannschaft auf und ist über Standards sowie Weitschüsse gefährlich. Aber unsere Mannschaft ist in sehr guter Form – wenn wir so weitermachen, können wir jeden schlagen." Zwischen selbstbewusstem Auftritt und Respekt vor der nächsten Hürde ist die Marschroute damit klar definiert.