Im Derby der 2. Klasse Waldviertel Süd/Yspertal zwischen dem Union Sportclub Pöggstall Jägerbau und dem USV Bleicher Weiten spricht Kreshnik Avdullahu von einem aus seiner Sicht verdienten 2:1. Der Trainer schildert eine intensive Partie vor starker Kulisse – mit frühem Pöggstaller Druck, dem Ausgleich vor der Pause, dem späten Stich und einem erhofften Push für Selbstvertrauen und Auftritt nach diesem Derbysieg. „Wir wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen – und zum Glück haben wir das geschafft“, betont der Coach.

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Zu Beginn geriet Weiten ins Hintertreffen: „Wir haben die ersten 15 bis 20 Minuten, muss man sagen, Pöggstall das Spiel überlassen.“ In der 27. Minute lag Weiten 0:1 zurück – Szymon Cukier traf für die Gastgeber. Danach kämpfte sich Weiten zurück, fand über Zweikämpfe und Einsatz zunehmend ins Spiel. Aus einem Freistoß resultierte kurz vor der Pause der verdiente Ausgleich: In Minute 44 stellte Julian Schindele auf 1:1 – mit diesem Spielstand ging es in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel blieb es intensiv und körperbetont. Eine strittige Szene sorgte für Gesprächsstoff; Avdullahu ist überzeugt: Hätte seine Mannschaft in dieser Phase in Überzahl agieren dürfen, wäre die Entscheidung wohl früher gefallen. Stattdessen setzte Weiten auf Trotz und Arbeitsethos: „Wir haben uns über den Kampf in dieses Spiel reingebohrt, uns nicht beeindrucken lassen und konsequent weitergehackert. Wir wollten dieses Derby unbedingt gewinnen.“
Bei ruhenden Bällen sah Avdullahu diesmal weder großen Vorteil noch gravierende Gefahr: Defensiv habe man Standards weitgehend vermieden, offensiv seien die wenigen Versuche durchaus gefährlich gewesen – es fehlte lediglich das Quäntchen Glück. Rückenwind lieferte die starke Kulisse: „Die Atmosphäre war super, es waren viele Zuschauer auf beiden Seiten.“ Personell hob der Coach besonders Georg Stix sowie Thomas Bergwein hervor; Bergwein setzte in Minute 90 den späten Unterschied und schoss Weiten zum 2:1. Für die kommenden Wochen formuliert Avdullahu klare Ziele: Dieser Sieg solle der Mannschaft einen spürbaren Push geben, mehr Selbstvertrauen bringen und helfen, den eigenen Ballbesitzfußball wieder konsequenter durchzuziehen. Sein Schlusswort gilt dem Team: Woche für Woche bringe die Mannschaft leidenschaftliche Arbeit auf den Platz – und sei dafür endlich belohnt worden.