Spielberichte

Ehn entscheidet spät: Gutenbrunn nimmt 2:1 aus St. Oswald mit

SKV St. Oswald
ASV Gutenbrunn

Zähes Spiel bei sommerlicher Wärme in der 2. Klasse Waldviertel Süd/Yspertal: Zwischen SKV St. Oswald und dem ASV Gutenbrunn setzte sich der Gast mit 2:1 durch. Gutenbrunn stand hinten stabil, tat sich vorne aber lange schwer – und holte den Sieg mit einem späten Treffer. Co-Trainer Christian Barth sprach von einem „Lucky Punch“ und freute sich über drei Punkte nach einer umkämpften Partie, in der vor allem Geduld und Disziplin gefragt waren.

Ball mit Fußballschuhen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Geduld gefragt – Mucka eröffnet für Gutenbrunn

Die Partie brauchte ihre Zeit, um Fahrt aufzunehmen. Beide Teams arbeiteten im Kollektiv, große Chancen blieben zunächst Mangelware. „Wir konnten nicht an die Leistungen der letzten Wochen anknüpfen. Defensiv haben wir wenig zugelassen, nach vorne kam aber nicht viel“, ordnete Co-Trainer Christian Barth die zähe Anfangsphase ein und verwies auf die warmen Bedingungen. Kurz vor der Pause schlug dann die Stunde von Jakub Mucka: In Minute 38 brachte der Offensivmann die Gäste mit 0:1 in Führung. „Beim 1:0 hat Jakub Mucka entlang der Sechzehnerlinie gedribbelt und dann unbedrängt ins Kreuzeck abgeschlossen“, schilderte Barth. Mit diesem Treffer im Rücken und einem kontrollierten Auftritt in der Abwehr ging Gutenbrunn mit 0:1 in die Kabine.

Oswald meldet sich zurück – Ehn setzt den Lucky Punch

Nach dem Wechsel wendete sich das Blatt zunächst. St. Oswald kam wacher aus der Pause, suchte den Weg nach vorne und glich in der 50. Minute durch Martin Hilber zum 1:1 aus. Das Duell blieb danach offen, ohne dass Chancen im Minutentakt entstanden. Gutenbrunn blieb dennoch dran. „Wir haben nie aufgegeben. Obwohl offensiv wenig gelungen ist, blieben wir am Drücker und haben am Ende auch glücklich den Siegestreffer gemacht“, betonte Barth. Der fiel spät: In Minute 85 traf Jakob Ehn zum 1:2. Aus Barths Sicht fiel der Treffer „aus einer abseitsverdächtigen Stellung“, der Jubel über den Lucky Punch überwog aber deutlich. Die Gäste brachten die knappe Führung danach seriös über die Zeit.

Defensiv sicher, vorne zäh – Barths Analyse

In der Rückschau strich Barth vor allem die Stabilität ohne Ball und die Geduld seines Teams heraus: „Defensiv sind wir grundsätzlich gut gestanden und haben relativ wenig zugelassen.“ Kritik gab es an der eigenen Durchschlagskraft: „Luft nach oben hatten wir in der Offensivbewegung. Da sind wir nicht so ins Spiel gekommen wie in den letzten Wochen.“ Den Gegner erlebte der Co-Trainer als engagiert und effizient im richtigen Moment: „St. Oswald war bemüht, im Rahmen der Möglichkeiten. Sie hatten nicht allzu viele Chancen, aber die eine richtig Gute haben sie genutzt. Viel mehr hatte unser Tormann dann auch nicht zu halten.“ Am Ende, so Barth, habe die späte Einzelaktion den Ausschlag für Gutenbrunn gegeben: „Den großen Unterschied gab es nicht – ein spätes Tor hat entschieden.“

Schiri, Stimmung und Ausblick

Auch zum Schiedsrichter fand Barth ausgewogene Worte. „Der Schiedsrichter war eher durchwachsen und hatte seine Schwierigkeiten bei Abseitsentscheidungen, mit Fehlern auf beiden Seiten. Aber er ist ein junger Schiedsrichter, dem gehört die Zukunft. Er wird sich sicher positiv entwickeln.“ Die Kulisse passte zum kämpferischen Spiel: „Die Stimmung war von der Heimmannschaft geprägt, aber es waren auch genug Gutenbrunner mit, die den Sieg feiern konnten.“

Mit dem Auswärtsdreier festigt Gutenbrunn seinen Platz im oberen Mittelfeld und nimmt Selbstvertrauen mit. Laut aktueller Tabelle hält der ASV bei 35 Punkten auf Rang fünf, während St. Oswald mit sieben Zählern am Tabellenende steht. Für Barth ist klar: Auf der kompakten Defensive lässt sich aufbauen – vorne darf es wieder eine Spur mutiger und zielstrebiger werden.

2. Klasse Waldviertel Süd/Yspertal: St. Oswald : Gutenbrunn - 1:2 (0:1)

  • 85
    Jakob Ehn 1:2
  • 50
    Martin Hilber 1:1
  • 38
    Jakub Mucka 0:1