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"Wenn man so lang zu zehnt spielt, muss man mit dem Punkt leben" – Pöggstall nimmt in Leiben ein 2:2 mit

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SV Leiben
USC Pöggstall

In der 2. Klasse Waldviertel Süd hat sich der SV Leiben am Freitag mit Union Sportclub Pöggstall Jägerbau 2:2 getrennt. Für Pöggstalls Obmann Jürgen Stadler war es ein offener Schlagabtausch, in dem seine Mannschaft vor der Pause ein wenig besser war, nach einer Gelb-Roten Karte aber lange in Unterzahl auskommen musste. Deshalb konnte er mit dem Remis am Ende leben, auch wenn der späte Ausgleich natürlich schmerzte.

Abstoß: Nahaufnahme auf Ball und Schuhe

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Frühe Führung, dann wieder alles offen

Die Gäste fanden von Beginn an gut in die Partie und gingen schon in der 6. Minute durch Lukas Schmid mit 1:0 in Führung. Leiben brauchte aber nicht lange für die Antwort und kam in der 35. Minute durch Markus Gruber zum 1:1. Damit war zur Pause wieder alles offen, auch wenn Stadler seine Mannschaft in den ersten 45 Minuten leicht vorne sah. "Es war ein offener Schlagabtausch. In der ersten Halbzeit waren wir ein Deut besser", sagte er. Das deckte sich mit seinem Gesamteindruck, denn Pöggstall legte früh vor, und laut Stadler war es auf beiden Seiten ein kampfbetontes und laufintensives Spiel, in dem seine Mannschaft trotz des Ausgleichs gut in der Partie blieb.

Schmid legt noch einmal nach, dann wird die Unterzahl zum Thema

Nach dem Seitenwechsel sah Stadler die Begegnung ausgeglichener. Gerade deshalb war der zweite Treffer der Gäste umso wichtiger: In der 65. Minute traf erneut Lukas Schmid und brachte Pöggstall wieder mit 2:1 in Front. Lange sah es damit so aus, als könnte Pöggstall den Vorsprung über die Zeit bringen. Entscheidend war aus Sicht des Obmanns dann aber die Gelb-Rote Karte, durch die sich die Kräfteverhältnisse in der Schlussphase spürbar verschoben. "Die zweite Halbzeit war ausgeglichen. Dadurch, dass wir eine Gelb-Rote Karte bekommen haben, können wir mit dem Punkt gut leben", sagte Stadler. Für ihn war klar, dass Leiben mit einem Mann mehr am Ende mehr Druck aufbauen konnte und Pöggstall immer stärker gefordert war.

Viel Laufarbeit auf beiden Seiten, aber vor dem Tor mit Luft nach oben

Stadler beschrieb die Partie insgesamt als sehr offenes Spiel, in dem beide Mannschaften zu ihren Möglichkeiten kamen. Einen einzelnen Moment wollte er deshalb nicht künstlich zum großen Wendepunkt machen. "Beide Seiten haben Chancen gehabt. Beide Mannschaften waren kämpferisch und läuferisch sehr stark", sagte er. Gerade diesen Einsatz hob er auch bei seiner eigenen Mannschaft hervor. "Der Zusammenhalt von der Mannschaft hat gut funktioniert. Jeder ist für jeden gelaufen, jeder hat das Beste gegeben", erklärte Stadler. Verbesserungsbedarf sah er trotzdem, vor allem im Abschluss. "Bei den Torabschlüssen müssen wir uns verbessern", meinte er. Auch den Gegner ordnete er ähnlich ein: Leiben sei ebenfalls läuferisch stark und bei Standards gefährlich gewesen.

Der späte Ausgleich ärgert, das Remis bleibt trotzdem brauchbar

Dass es am Ende nur zu einem Punkt reichte, lag an der 88. Minute, als Mario Walchshofer noch das 2:2 für Leiben erzielte. Gerade der Zeitpunkt dieses Treffers war aus Pöggstaller Sicht bitter, weil die Gäste die Führung mit zehn Mann schon sehr lange verteidigt hatten. Stadler sprach zusätzlich davon, dass der Ausgleich für ihn "aus abseitsverdächtiger Position" gefallen sei, schob aber gleich nach, dass man es nicht hundertprozentig sagen könne. Den Schiedsrichter wollte er deshalb nicht zum Hauptthema machen: "Im Großen und Ganzen hat es gepasst." Trotz des Ärgers überwog am Ende bei ihm die Anerkennung für den eigenen Auftritt. "Natürlich hätte man gern gewonnen, aber wenn man so lang zu zehnt spielt, muss man mit einem Punkt leben können", sagte Stadler. Dazu kam ein klares Lob an seine Mannschaft: "Der Zusammenhalt war da, die Laufbereitschaft war da. Da möchte ich der Mannschaft gratulieren." So nimmt Pöggstall aus Leiben zumindest ein 2:2 mit, mit dem sich aus Sicht des Obmanns arbeiten lässt.

2. Klasse Waldviertel Süd: Leiben : USCP - 2:2 (1:1)

  • 88
    Mario Walchshofer 2:2
  • 65
    Lukas Schmid 1:2
  • 35
    Markus Gruber 1:1
  • 6
    Lukas Schmid 0:1