Spielberichte

"Das 1:0 kurz vor der Halbzeit hat uns gutgetan" – Lichtenau bringt 2:1 ins Ziel

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SV Lichtenau
USV Münichreith

In der 2. Klasse Waldviertel Süd hat SV Lichtenau am Freitagabend gegen USV Münichreith einen 2:1-Heimsieg gefeiert. Nach einer lange offenen Partie gaben aus Sicht von Trainer Gerald Schnait vor allem das 1:0 kurz vor der Pause und die geschlossene Mannschaftsleistung den Ausschlag. Trotz einer Zwei-Tore-Führung blieb es nach dem Anschlusstreffer der Gäste bis zum Ende eng.

Torwart in Neongrün, im Vordergrund der Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Vor der Pause lange Stückwerk, dann trifft Höllriegl zur rechten Zeit

Gerald Schnait erlebte die ersten 45 Minuten als Spiel, in dem sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. "Es war eine sehr offene Partie", sagte der Lichtenau-Trainer nach dem Schlusspfiff. Beide Seiten seien bemüht gewesen, sich Vorteile zu erarbeiten, viel habe sich aber zwischen den Strafräumen abgespielt. "Es war eine schnelle Partie mit sehr viel Mittelfeldgeplänkel. Die letzten entscheidenden Pässe in den Strafraum haben in der ersten Halbzeit noch ein bisschen gefehlt", erklärte Schnait. Umso wichtiger war aus seiner Sicht das 1:0 in der 41. Minute, als Lukas Höllriegl die Gastgeber in Führung brachte. Dieser Treffer habe seiner Mannschaft genau das gegeben, was in dieser Phase nötig war. "Wir haben zur rechten Zeit das 1:0 geschossen, ziemlich knapp vor der Halbzeit. Das hat uns sicherlich gutgetan", sagte Schnait, der darin auch den Moment sah, in dem das Spiel erstmals leicht in Richtung Lichtenau kippte.

Mehr Ordnung nach dem Wechsel, das 2:0 fällt nach einem Eckball

Nach dem Seitenwechsel wurde Lichtenau aus Sicht des Trainers stabiler. Das lag auch daran, dass Schnait in der Pause personell nachjustieren konnte, weil ein Stammspieler erst zur zweiten Hälfte einsatzbereit war. "Da haben wir ein bisschen mehr Ordnung ins Mittelfeld gebracht", sagte er. Gerade in dieser Phase fanden die Heimischen besser über die Flügel ins Spiel und kamen dadurch auch öfter in gute Zonen. Schnait sprach davon, dass man "die eine oder andere Chance" herausspielen konnte. In der 75. Minute fiel dann das 2:0, das der Partie aus Lichtenauer Sicht eigentlich die nötige Ruhe geben sollte. Ausgangspunkt war ein Eckball, offiziell wurde die Szene als Eigentor von Thomas Haselböck gewertet. Schnait schilderte die Aktion so, dass nach einer kurzen Verlängerung von Lukas Höllriegl ein Münichreither Verteidiger den Ball nicht mehr sauber klären konnte und dieser im eigenen Tor landete. Für Lichtenau war das der Lohn für eine Phase, in der die Gastgeber klar strukturierter wirkten als noch vor der Pause.

Nach dem Anschlusstreffer wird es noch einmal eng

Ganz fertig war die Partie damit aber nicht. Lichtenau schaffte es in der Folge nicht, die Begegnung ruhig und sauber zu Ende zu spielen, und genau das sprach Schnait offen an. "Wir wollten das Spiel über die Runden bringen, sind dann spielerisch aber wieder ein bisschen zurückgefallen", sagte der Trainer. Seine Mannschaft habe sich wieder mehr unter Druck setzen lassen, und Münichreith sei dadurch zurück ins Spiel gekommen. In der 79. Minute nutzten die Gäste das aus, als Jonas Edelbacher auf 2:1 verkürzte. Schnait sprach in diesem Zusammenhang von einem "blöden Abwehrfehler", der den Anschlusstreffer möglich gemacht habe. Damit blieb die Partie bis zum Schlusspfiff offen. Dass Lichtenau am Ende trotzdem drei Punkte mitnahm, führt der Trainer vor allem auf das Kollektiv zurück. "Die mannschaftliche Geschlossenheit, der Kampfgeist und der Zusammenhalt zeichnen uns im Moment aus", sagte er. Gerade weil der eigene Spielmacher als Langzeitverletzter fehle, müsse vieles gemeinsam aufgefangen werden, und genau das habe seine Mannschaft diesmal wieder geschafft.

Viel Einsatz, aber auch klare Baustellen

Schnait beließ es nach dem Sieg nicht beim Lob, sondern benannte auch sehr klar, wo seine Mannschaft noch zulegen muss. "Wie jede Woche müssen wir die Fehlpässe abstellen, damit wir in der Offensive besser spielen und effektiver in unsere Strafraumszenen kommen", sagte der Lichtenau-Coach. Vor allem im Aufbauspiel sehe er noch zu viele ungenaue Aktionen, die gute Ballgewinne sofort wieder zunichtemachen. Gleichzeitig zollte er dem Gegner Respekt. Münichreith sei "eine sehr bemühte Mannschaft" gewesen, habe früh gepresst, viele Zweikämpfe gesucht und immer wieder versucht, Lichtenau schon in dessen Hälfte unter Druck zu setzen. Besonders auffällig sei dabei die Nummer 18 der Gäste gewesen, die laut Schnait ständig anspielbar war und gute Pässe in die Tiefe gespielt habe. Zum Schluss hatte Schnait dann noch einen persönlichen Zusatz parat: "Ich möchte mich bei meiner Mannschaft bedanken. Sie hat mir drei Punkte zum Geburtstag geschenkt." Für Lichtenau war es damit ein Abend, an dem nicht alles glatt lief, an dem am Ende aber genau das zählte.

2. Klasse Waldviertel Süd: Lichtenau : USV Münichreith - 2:1 (1:0)

  • 79
    Jonas Edelbacher 2:1
  • 75
    Eigentor durch Thomas Haselböck 2:0
  • 41
    Lukas Höllriegl 1:0