In der 2. Klasse Waldviertel Süd hat sich USV Münichreith mit einem deutlichen 5:0-Heimsieg gegen USV Kirchschlag/Waldv. für eine kompaktere Vorstellung, starke Defensivarbeit und bessere Effizienz vor dem Tor belohnt.

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Schon nach elf Minuten lag Münichreith vorne, weil Jozef Tirer das 1:0 erzielte. Diese frühe Führung gab den Gastgebern den Start, den sie sich vorgenommen hatten, ohne dass die Partie damit schon entschieden gewesen wäre. Bierbaumer sprach selbst davon, dass die erste Halbzeit „mit Sicherheit noch ausgeglichener“ gewesen sei. Entscheidend war für ihn aber, dass seine Mannschaft von Beginn an das umsetzte, was vor dem Anpfiff der Plan gewesen war. „Wir haben uns vorgenommen, kompakter zu starten, und das ist uns von der ersten Minute an gut gelungen“, sagte der Trainer. Bis zum Pausenpfiff blieb es beim 1:0, doch Münichreith hatte sich damit eine gute Ausgangsposition geschaffen.
Die heikelste Phase aus Sicht der Heimelf kam laut Bierbaumer direkt nach dem Seitenwechsel. „Kurz nach der Pause gab es zwei, drei gute Chancen von Kirchschlag“, sagte er und beschrieb damit jenen Abschnitt, in dem die Gäste noch einmal gefährlich wurden. Münichreith überstand diese Minuten aber ohne Gegentor und setzte danach selbst die entscheidenden Treffer. Rene Duda erhöhte in der 51. Minute auf 2:0, nur wenig später fiel in der 59. Minute das 3:0 durch ein Eigentor von Philipp Hackl. Für Bierbaumer war genau das der Punkt, an dem seine Mannschaft die Partie wieder an sich zog: „Danach haben wir wieder mehr das Kommando übernommen, und mit dem 2:0 und 3:0 haben wir dann nichts mehr anbrennen lassen.“
Dass der Sieg am Ende so deutlich ausfiel, erklärte der Münichreither Trainer nicht mit einer einzelnen Szene, sondern mit der Art und Weise, wie seine Mannschaft das Spiel insgesamt angegangen war. „Im Gegensatz zu den letzten Spielen haben wir diesmal viel kompakter agiert. Wir waren läuferisch sehr stark, aber vor allem taktisch diszipliniert“, sagte Bierbaumer. Seine Mannschaft habe über 90 Minuten hinweg gut gegen den Ball gearbeitet und sich zugleich Vorteile in den Umschaltmomenten verschafft.
Mit dem 3:0 war die Begegnung entschieden, ganz fertig war Münichreith aber noch nicht. In der Schlussphase sorgten erneut die Doppeltorschützen für das klare Endergebnis: Duda traf in der 83. Minute zum 4:0, Tirer setzte in der 88. Minute den Schlusspunkt zum 5:0. Für Bierbaumer war das Ergebnis vor allem deshalb wertvoll, weil seine Mannschaft erstmals in dieser Saison ohne Gegentor blieb. „Defensiv waren wir sehr stark. Das hat man gemerkt, dass wir diesmal vielleicht auch den Willen mehr gehabt haben“, sagte er. Luft nach oben sieht der Trainer zwar weiterhin, doch gerade nach den vergangenen Wochen wertete er diesen Auftritt klar als Fortschritt. „Es gibt in allen Bereichen noch Luft nach oben, aber es war defensiv wie offensiv ein großer Schritt nach vorne“, so Bierbaumer.