In der 2. Klasse Waldviertel Süd hat sich USV Kirchschlag/Waldv. gegen SV Jauerling mit 2:1 durchgesetzt. Nach einem 0:1 zur Pause drehte die Mannschaft von Trainer Martin Kreipl die Partie direkt nach dem Seitenwechsel. Für Kirchschlag lag der Schlüssel in genau diesen zwei Minuten, in denen das Team konsequent zuschlug und sich damit einen Heimsieg holte, der aus seiner Sicht über die 90 Minuten verdient war.

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Kirchschlag musste sich in dieses Spiel erst hineinarbeiten. Pressesprecher Müller sagte offen, dass Jauerling in der ersten Halbzeit etwas mehr Spielanteile hatte und die Mannschaft Probleme hatte, von Beginn an in den Rhythmus zu kommen. Dazu passte auch der Rückstand in der 18. Minute, als Adriano Harcek das 0:1 für die Gäste erzielte. Bis zur Pause lief nach vorne bei den Gastgebern noch nicht viel zusammen. Umso wichtiger war aus Kirchschlager Sicht die Reaktion nach dem Seitenwechsel. „Wir haben uns heute schwergetan, ins Spiel zu finden“, sagte Müller, fügte aber ebenso klar an: „In der Halbzeit wurden vom Trainer die richtigen Worte gefunden.“ Danach legte die Mannschaft spürbar zu, drehte die Partie in kürzester Zeit und ließ anschließend kaum noch etwas zu.
Die entscheidende Phase dieser Begegnung dauerte nur zwei Minuten, stellte aber das ganze Spiel auf den Kopf. In der 50. Minute gelang Bernhard Führer der Ausgleich zum 1:1, und nur eine Minute später legte derselbe Spieler auch noch das 2:1 nach. Müller erklärte danach, wie diese beiden Treffer zustande kamen. Beim ersten Tor kam Kirchschlag über die linke Seite durch. Simon Weinmann arbeitete sich bis zur Grundlinie vor und brachte den Ball scharf zur Mitte, wo Führer nur mehr verwerten musste. Das zweite Tor entstand aus einer ganz ähnlichen Situation. Ein Schuss wurde im Strafraum geblockt, Führer setzte nach und staubte im Nachschuss ab. „Der entscheidende Moment waren die zwei Minuten“, sagte Müller. „In den zwei Minuten war Jauerling etwas unachtsam, und wir haben das eiskalt ausgenutzt.“
Dass Kirchschlag das Spiel nach dem Rückstand überhaupt noch drehen konnte, hing nicht nur an der starken Phase direkt nach der Pause, sondern auch an der Arbeit gegen den Ball. „Wir haben grundsätzlich defensiv sehr wenig zugelassen“. Gerade gegen Jauerling war das aus seiner Sicht ein wesentlicher Punkt, weil der Gegner vorne „mit seinen Legionären sehr gefährlich“ sei. Kirchschlag habe deshalb gut stehen und den gegnerischen Stürmer konsequent im Griff haben müssen. Das sei über weite Strecken gelungen, sodass Jauerling trotz guter erster Hälfte nicht viele klare Möglichkeiten kreieren konnte.
Nach der Führung brachte Kirchschlag den knappen Vorsprung über die Zeit, auch wenn Müller einräumte, dass noch nicht jede Szene endgültig bereinigt war. „Es hätte auf beiden Seiten noch jeder ein Tor machen können“, sagte er, am Ausgang der Partie änderte das aber nichts mehr. So blieb es beim 2:1, und unser Trainer Martin Kreipl hatte danach eine klare Gesamtbewertung parat: „Im Großen und Ganzen haben wir über die 90 Minuten verdient gewonnen.“ Dass die Begegnung dabei fair blieb, hob er ebenfalls hervor. Kreipl sprach von einem sehr fairen Spiel und meinte zum Unparteiischen: „Der Schiedsrichter hat das solide gepfiffen.“ Für Kirchschlag nimmt er aus diesem Sonntag vor allem zweierlei mit: die starke Reaktion auf einen Rückstand und den Hinweis, dass im Spiel nach vorne mehr möglich ist.