Spielberichte

„Wichtig war, dass wir vor der Pause noch den Ausgleich geschafft haben“ – Bierbaumer nach dem 2:1

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TSU Martinsberg
USV Münichreith

In der 2. Klasse Waldviertel Süd hat sich der USV Münichreith am Samstag mit 2:1 bei der TSU Martinsberg durchgesetzt. Nach einer starken Anfangsphase ohne Ertrag gerieten die Gäste zunächst in Rückstand, fanden aber noch vor der Pause die passende Antwort. Trainer Johann Bierbaumer sprach nach einer bis zum Ende offenen Partie von einem nicht unverdienten, wegen des späten Treffers aber auch „etwas glücklichen“ Sieg.

Rasen mit weißer Markierungslinie

Foto von Fabricio Trujillo bei Pexels

Starker Beginn, dann der Rückschlag

Aus Sicht von Münichreith begann die Partie so, wie man sie sich als Auswärtsmannschaft wünscht. Johann Bierbaumer sah seine Elf in den ersten 20 Minuten „sehr gut reingestartet“ und berichtete von „zwei, drei sehr guten Chancen“, die aber ungenützt blieben. Dazu kam, dass der Martinsberger Tormann zweimal stark hielt. Bis zum ersten Treffer hatte Münichreith nach Einschätzung des Trainers mehr vom Spiel und war die bestimmende Mannschaft. Umso ärgerlicher war für die Gäste, dass dann ausgerechnet eine Standardsituation zum 0:1 führte. Jan Novak brachte Martinsberg in der 23. Minute voran, und genau dieser Treffer änderte laut Bierbaumer zunächst den Rhythmus der Partie. „Wir haben dann ein wenig den Faden verloren“, sagte der Trainer. Defensiv ließ seine Mannschaft zwar weiterhin wenig zu, nach vorne wurde das Spiel aber nicht mehr so sauber und kontrolliert wie in der Anfangsphase.

Der Ausgleich hält Münichreith im Spiel

Dass Münichreith noch vor der Pause zurückkam, war für Bierbaumer ein ganz wesentlicher Punkt dieses Nachmittags. In der 43. Minute stellte Martin Schwinghammer auf 1:1, und genau dieses Tor hob der Trainer besonders hervor. „Wichtig war, dass wir vor der Pause noch den Ausgleich geschafft haben“, sagte Bierbaumer. Aus seiner Sicht war das „sicher mitentscheidend“, weil seine Mannschaft dadurch nicht mit einem Rückstand in die zweite Halbzeit gehen musste. Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich dann allerdings keine Partie, in der eine Mannschaft das Geschehen klar an sich riss. Bierbaumer sprach von einer „zerfahrenen Partie“ mit „vielen hohen Bällen“. Das passte auch zu seinem Eindruck, dass das Spiel nie wirklich endgültig in eine Richtung kippte. „Eigentlich gar nicht“, antwortete er auf die Frage, wann er gespürt habe, dass das Match auf Münichreither Seite fällt. Selbst nach dem 2:1 durch David Hametner in der 84. Minute sei das Gefühl nicht da gewesen, nun sicher durch zu sein. Weil das 3:1 nicht gelang, blieb es bis zum Schlusspfiff eng und umkämpft.

Stabil geblieben, aber noch viel Arbeit

Trotz des Auswärtssiegs klang Bierbaumer in seiner Einordnung nicht so, als wolle er sich mit dem Ergebnis allein zufriedengeben. Positiv hob er hervor, dass seine Mannschaft in der Defensive „recht stabil“ war. Vor allem aus dem Spiel heraus habe man nicht viel zugelassen, auch wenn Martinsberg bei Standards immer wieder gefährlich wurde. „Sie waren vor allem in Standardsituationen immer gefährlich“, sagte der Trainer über die Gastgeber, die das Spiel mit ihrer kämpferischen Art lange offen hielten. Genau dort sah Bierbaumer auch einen Teil der Herausforderung für seine Elf, weil es doch „ziemlich viele Standardsituationen“ gegen Münichreith gab. Noch deutlicher wurde er beim Blick auf die eigenen Baustellen. Auf die Frage nach Verbesserungspotenzial antwortete er mit einem Lachen: „Überall.“ Die ersten 20 Minuten seien offensiv und defensiv sehr gut gewesen, danach sei seine Mannschaft aber wieder in jene Unsicherheiten gekippt, die sie schon in den ersten Saisonspielen begleitet hätten. Immerhin blieb Münichreith stabil genug, um sich in einer engen Partie doch noch zu belohnen. Genau daran will Bierbaumer nun anknüpfen: Die gute Leistung aus den starken Phasen und aus dem Spiel der Vorwoche gegen Kirchschlag soll künftig nicht nur kurz aufblitzen, sondern „öfter und über einen längeren Zeitraum“ zu sehen sein.

2. Klasse Waldviertel Süd: Martinsberg : USV Münichreith - 1:2 (1:1)

  • 84
    David Hametner 1:2
  • 43
    Martin Schwinghammer 1:1
  • 23
    Jan Novak 1:0