Spielberichte

"Die ersten zehn Minuten haben uns das Spiel gekostet" – nach dem 2:2 folgt für Lichtenau noch der späte Nackenschlag

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
SV Lichtenau
SV Leiben

In der 2. Klasse Waldviertel Süd hat SV Lichtenau gegen SV Leiben eine starke Aufholjagd nicht mit Punkten belohnt. Nach einem 0:2 kämpften sich die Gastgeber noch vor der Pause auf 2:2 zurück, kassierten am Ende aber doch eine 2:3-Heimniederlage. Trainer Gerald Schnait machte vor allem den Fehlstart verantwortlich, sprach seiner Mannschaft trotz der Enttäuschung aber eine "sehr gute kämpferische Leistung" zu.

Spieler hilft einem Mitspieler beim Lösen eines Krampfs

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Ein Start, der Lichtenau sofort unter Druck setzte

Für Schnait war nach dem Schlusspfiff schnell klar, wo der Hauptgrund für die Niederlage lag. "Das größte Problem waren die ersten zehn Minuten", sagte der Lichtenau-Trainer, und diese Einschätzung passt exakt zum Spielverlauf. Schon nach 30 Sekunden geriet seine Mannschaft in Rückstand, als Markus Gruber nach einem langen Ball zum 0:1 traf. Schnait beschrieb die Szene offen: "Die zwei Verteidiger waren unentschlossen, somit hat der Stürmer mitten durchgehen können." Nur wenig später folgte der nächste Rückschlag. In der 8. Minute erhöhte Selajmi Morina auf 0:2. Auch da fand der Trainer anerkennende Worte für den Gegner: "Das war ein wunderschönes Tor. Perfekt geschossen, scharf unter die Latte." Gleichzeitig ließ Schnait keinen Zweifel daran, dass seine Elf in dieser Phase zu wenig von dem auf den Platz brachte, was man sich vorgenommen hatte. "Mit Zweikampfstärke und Präsenz haben wir das am Anfang nicht gut umsetzen können", sagte er.

Höllriegl-Doppelpack bringt die Gastgeber vor der Pause zurück

Was Lichtenau danach zeigte, gefiel dem eigenen Trainer deutlich besser. Schnait betonte, dass seine Mannschaft trotz des frühen 0:2 nicht auseinanderfiel. "Wir haben nicht aufgegeben. Wir haben um unsere Sache gekämpft, wie wir es eigentlich von Anfang an vorgehabt haben", sagte er. Mit dem Anschlusstreffer kam die Partie für die Hausherren wieder ins Rollen. In der 24. Minute stellte Lukas Höllriegl auf 1:2, nachdem Florian Trapel mit einem Steckpass den Weg geöffnet hatte. Schnait schilderte die Szene so: "Der Ball ist auf die Schuhspitze gekommen und Lukas Höllriegl hat ihn super verwerten können." Noch wichtiger wurde dann das 2:2 kurz vor der Pause. Wieder war Höllriegl zur Stelle, diesmal nach einer Hereingabe von Raphael Herndler. Für Schnait war dieser Ausgleich mehr als nur ein Tor zum Halbzeitstand. "Ab dem Zeitpunkt, wo wir das Tor geschossen haben, sind Selbstvertrauen und Körperspannung wieder hochgegangen", erklärte er. Genau das sei dann auch in der Körpersprache sichtbar gewesen: "Dann haben die Spieler wirklich gekämpft und geackert."

Leiben bleibt dran, Lichtenau lässt das 3:2 liegen

Nach dem 2:2 zur Pause entwickelte sich laut Schnait eine umkämpfte zweite Hälfte, in der der Tabellenführer weiter viel Druck machte. "Leiben war sehr aggressiv, hat versucht, uns hoch zu pressen", sagte der Lichtenau-Coach. Gerade deshalb gefiel ihm, wie seine Mannschaft dagegenhielt. Er sprach davon, dass man "kaum effektive Chancen zugelassen" habe, obwohl die Gäste unbedingt auf den Sieg gingen. Umso mehr schmerzte, dass Lichtenau seine großen Möglichkeiten auf das 3:2 nicht nützen konnte. "Wir haben zwei hundertprozentige Chancen gehabt, das haben wir leider verabsäumt", sagte Schnait. So blieb Leiben im Spiel und kam in der 90. Minute doch noch zum entscheidenden Treffer durch Markus Gruber, den Schnait als "Unterschiedsspieler" bezeichnete. Insgesamt nahm der Trainer trotz der Niederlage auch Positives mit. Die Spieleröffnung sei besser gewesen als zuletzt, man habe weniger Fehlpässe produziert und sich über die Flügel öfter gut durchgesetzt. Gleichzeitig blieb er bei einem Punkt deutlich: "In der Verteidigung lassen wir zu leicht Tore zu. Da müssen wir wirklich extrem arbeiten." Ein Extra-Lob gab es noch für den Unparteiischen, dessen Leistung Schnait als "top" bezeichnete. Für Lichtenau bleibt nach diesem 2:3 damit ein Abend, an dem der Kampf stimmte, der Fehlstart und der späte Gegentreffer aber zu schwer wogen.

2. Klasse Waldviertel Süd: Lichtenau : Leiben - 2:3 (2:2)

  • 90
    Markus Gruber 2:3
  • 38
    Lukas Höllriegl 2:2
  • 24
    Lukas Höllriegl 1:2
  • 8
    Selajmi Morina 0:2
  • 1
    Markus Gruber 0:1