Spielberichte

„Wir waren nach vorne viel zielstrebiger“: Gutenbrunn macht mit Kontern den 2:1-Derbysieg klar

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ASV Gutenbrunn
Kirchschlag/Waldv.

In der 2. Klasse Waldviertel Süd hat ASV Gutenbrunn das Derby gegen USV Kirchschlag/Waldv. mit 2:1 gewonnen. Trainer Ronald Angerer machte nach dem Schlusspfiff vor allem zwei Punkte aus: das 1:0, das seiner Mannschaft Sicherheit gab, und die größere Zielstrebigkeit nach vorne. Trotz einer offenen Partie und einer nervösen Schlussphase sprach für ihn vieles für einen verdienten Heimsieg der Gastgeber.

Zwei Fußballspieler im Kampf um den Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Vor der Pause fällt die Partie in Gutenbrunns Richtung

Vom Start weg entwickelte sich genau das Spiel, das Angerer erwartet hatte. „Es war vom Beginn an ein sehr offenes Derby“, sagte der Gutenbrunn-Trainer, und diese Einschätzung passte zum Verlauf der ersten Halbzeit. Zuerst kam Gutenbrunn über einen schön vorgetragenen Angriff gefährlich in den Strafraum, doch beim Stanglpass fehlte im Fünf-Meter-Raum der Abnehmer. Auf der anderen Seite hatte auch Kirchschlag seine Szene, als sich Simon Weinmann über die Seite durchsetzte, sein Abschluss aber noch im letzten Moment geblockt wurde. Danach war wieder Gutenbrunn an der Reihe: Jakub Mucka prüfte den Gästetorhüter, der den Ball laut Angerer stark an die Latte lenkte. In der 33. Minute fiel dann das 1:0, als Nikoley Schibany einen Elfmeter nach einem Foul an Roman Hausleitner verwandelte. Angerer hob dabei ausdrücklich hervor, dass Schibany nach fünfwöchiger Verletzungspause wieder in der Startelf stand. Kurz vor der Pause kam dann noch die Rote Karte gegen Michael Müller dazu. „Das 1:0 hat uns ein bisschen Sicherheit gebracht. Dann war die Rote Karte gegen Kirchschlag natürlich ein Vorteil für uns“, fasste Angerer die für ihn entscheidenden Momente vor der Halbzeit zusammen.

Mucka erhöht, Jager verkürzt spät

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel aus Sicht des Heimtrainers keineswegs ein Selbstläufer. Gutenbrunn kam aber immer wieder über sein Umschaltspiel zu den besseren Möglichkeiten. Zweimal lief es über Konter auf Jakub Mucka hinaus, und beide Szenen beschrieben ziemlich gut, warum Angerer mit dem Offensivspiel einerseits zufrieden war, mit der Chancenverwertung aber eben nicht ganz. Ein Versuch von Mucka ging an die Latte, einen weiteren parierte der Tormann stark. In der 71. Minute machte es der Angreifer dann besser: Wieder trug Gutenbrunn den Gegenstoß sauber vor, Mucka lief allein auf das Tor zu und schloss zum 2:0 ab. „Das 2:0 war eigentlich dann die Vorentscheidung“, sagte Angerer. Ganz durch war die Partie aber noch nicht, weil sich die Gastgeber im Aufbauspiel einen Fehlpass leisteten und Jonas Jager diese Gelegenheit in der 82. Minute zum 2:1 nutzte. So wurde es in der Schlussphase noch einmal eng. Angerer sprach von einer „Zitterpartie“, betonte aber auch, dass Kirchschlag danach zu keiner wirklich klaren Abschlussmöglichkeit mehr kam und Gutenbrunn den Vorsprung über die Zeit brachte.

„Wir gehen mit unseren Chancen sehr fahrlässig um“

In der Analyse nach dem Spiel wurde bei Angerer schnell klar, worauf er den Sieg seiner Mannschaft stützte. „Der entscheidende Unterschied war sicher, dass wir nach vorne viel zielstrebiger waren“, sagte er, auch wenn er zugleich einschränkte, dass das Ergebnis aus seiner Sicht sogar höher hätte ausfallen können. Vor allem das Umschalten von der Defensive in die Offensive gefiel ihm. „Wir haben super Konter vorgetragen“, meinte der Trainer. Gleichzeitig sparte er einen Punkt nicht aus, der ihn schon länger begleitet: „Wir gehen mit unseren super Torchancen sehr fahrlässig um.“ Den Hintergrund dafür sieht er auch personell, weil der etatmäßige Stürmer, Jakob Ehn, mit einer schweren Sprunggelenksverletzung im Herbst noch fehlen wird. Umso wichtiger sei derzeit die mannschaftliche Geschlossenheit, mit der Gutenbrunn diesen Ausfall auffange. Über den Gegner sprach Angerer trotz der Niederlage respektvoll. Kirchschlag habe „defensiv sehr stabil“ gespielt und über die Seiten viel Tempo gehabt, allerdings nach vorne nicht dieselbe Zielstrebigkeit entwickelt wie die Gastgeber. Auch zu den strittigen Szenen bezog er klar Stellung: Den ersten Elfmeter für Gutenbrunn „kann man geben, muss man aus meiner Sicht nicht geben“, einen zweiten hätte es für ihn eher geben müssen, während die Rote Karte für ihn „eindeutig“ war. Unter dem Strich blieb für ihn aber vor allem eines stehen: ein offenes Derby, in dem Gutenbrunn seine Angriffe klarer zu Ende spielte und sich damit die drei Punkte holte.

2. Klasse Waldviertel Süd: Gutenbrunn : Kirchschlag/Waldv. - 2:1 (1:0)

  • 82
    Jonas Jager 2:1
  • 71
    Jakub Mucka 2:0
  • 33
    Nikoley Schibany 1:0