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„Mit dem 1:1 kurz vor der Pause war das Momentum auf unserer Seite“ – Pöggstall dreht 0:1 noch in ein 3:1

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USC Pöggstall
USV Weiten

In der 2. Klasse Waldviertel Süd hat Union Sportclub Pöggstall Jägerbau ein 0:1 gegen USV Bleicher Weiten noch in einen 3:1-Heimsieg gedreht. Nach starkem Beginn der Gäste und dem Führungstor von Samuel Sartori kippte die Partie aus Sicht von Trainer Stefan Fuchs kurz vor der Pause. Die Rote Karte gegen Weiten und der folgende Elfmeter zum Ausgleich brachten Pöggstall auf Kurs.

Fußball auf Stadionrasen

Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay

Weiten drückt früh, Pöggstall kommt erst nach und nach ins Spiel

Für Stefan Fuchs begann die Partie alles andere als nach Wunsch. Der Trainer schilderte sehr offen, dass seine Mannschaft vom Anpfiff weg große Probleme hatte, in die Zweikämpfe zu kommen und gegen das aggressive Auftreten der Gäste etwas entgegenzusetzen. „Vom Beginn an waren wir sehr unter Druck. Die ersten zwanzig Minuten hat Weiten sehr viel gepresst, hat auch verdient das 1:0 geschossen, war sehr aggressiv“, sagte Fuchs. Dieses 1:0 fiel bereits in der 11. Minute durch Samuel Sartori, und auch sonst hatte Weiten laut dem Pöggstaller Coach in dieser Phase mehr vom Spiel. Fuchs machte keinen Hehl daraus, dass sein Team zunächst kaum Gegenwehr zeigte. Erst nach rund zwanzig bis fünfundzwanzig Minuten wurde Pöggstall stabiler. „Dann sind wir immer besser ins Spiel gekommen, dann war das Spiel ausgeglichen“, beschrieb er die Entwicklung. Damit war die Partie zwar noch nicht gedreht, aber die Gastgeber hatten sich aus jener Anfangsphase herausgearbeitet, in der Weiten das Geschehen klar bestimmte.

Die Szene vor der Pause bringt die Wende

Der Knackpunkt lag für Fuchs eindeutig in den Minuten unmittelbar vor dem Seitenwechsel. In der 43. Minute sah Weitens Robert Stix die Rote Karte, und nur eine Minute später glich Lukas Schmid per Elfmeter zum 1:1 aus. Für den Trainer war genau das der Wendepunkt dieser Begegnung. „Der entscheidende Moment war in der 44. Minute die Rote Karte und der anschließende Elfmeter zum 1:1“, sagte Fuchs. Er erklärte auch, warum diese Szene für ihn so klar zu bewerten war: „Zu diskutieren gab es eigentlich gar nicht, weil die Rote Karte eindeutig war: klare Hand, klares Handspiel auf der Linie. Das wäre sogar ein Tor gewesen.“ Auch den Strafstoß schilderte er noch einmal: "Der Tormann war mit den Fingerspitzen noch dran. Der Elfmeter ist aber reingegangen.“ Mit dem 1:1 zur Pause war für Pöggstall nicht nur der Rückstand aufgeholt, sondern auch das Spielgefühl ein anderes. „Mit dem 1:1 kurz vor der Halbzeit war das Momentum auf unserer Seite“, brachte es Fuchs auf den Punkt.

Nach der Pause legt Pöggstall zu und macht den Sieg klar

Was sich vor der Pause angedeutet hatte, setzte sich nach dem Wechsel deutlich fort. Gegen nun nur noch zehn Weitener übernahm Pöggstall die Kontrolle und ließ den Gästen laut seinem Trainer kaum noch eine Möglichkeit, sich noch einmal zurückzumelden. „In der zweiten Halbzeit konnte Weiten in Unterzahl nichts mehr entgegensetzen und wir haben das Spiel dominiert“, sagte Fuchs. In Zahlen zeigte sich das mit den Treffern von Simon Pichler zum 2:1 in der 56. Minute und Raphael Klammer zum 3:1 in der 74. Minute. Den zweiten Treffer beschrieb der Coach als „eine schöne Aktion über die linke Seite“, beim dritten Tor half ein Fehler in der Weitener Abwehr mit. „Da haben wir dann den Deckel draufgesetzt“, so Fuchs. Als entscheidenden Unterschied nannte er nicht nur die Überzahl, sondern vor allem die Reaktion seiner Mannschaft auf die schwierige Anfangsphase. „Besonders gut funktioniert hat vor allem die Einstellung. Wir haben nie aufgehört, an uns zu glauben, sondern immer weitergemacht“, erklärte der Trainer. Gerade nach dem Ausgleich habe sein Team noch einmal einen Gang zugelegt und sich den Sieg über die gesamten 90 Minuten verdient. Lob gab es von Fuchs auch für den Unparteiischen. „Der Schiedsrichter hat sehr, sehr gut gepfiffen, es hat keine strittigen Situationen gegeben.“ Zum Schluss richtete der Pöggstaller Coach noch einen persönlichen Wunsch an einen Spieler aus den eigenen Reihen: „Ich wünsche unserem Spieler Simon Nachförg eine gute Besserung.“ Nach einem Kopf-an-Kopf-Zweikampf musste dieser mit der Rettung abtransportiert werden, laut Fuchs mit Verdacht auf einen Nasenbeinbruch.

2. Klasse Waldviertel Süd: USCP : USV Weiten - 3:1 (1:1)

  • 74
    Raphael Klammer 3:1
  • 56
    Simon Pichler 2:1
  • 44
    Lukas Schmid 1:1
  • 11
    Samuel Sartori 0:1