In der 2. Klasse Waldviertel Süd hat SCU Emmersdorf das Heimspiel gegen die SG Sallingberg/Ottenschlag nach einer torlosen ersten Hälfte noch klar mit 4:0 gewonnen. Trainer Roland Zimmerl sah seine Mannschaft von Beginn an als das aktivere Team, musste aber lange auf die Belohnung warten. Erst mit dem 1:0 ging die Partie endgültig in die Richtung der Gastgeber, die danach konsequent nachlegten.

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Dass es zur Halbzeit trotzdem noch 0:0 stand, passte aus Sicht des Emmersdorf-Trainers nicht wirklich zum Spielbild. „Wir waren von Anfang an sehr dominant. Wir haben versucht, wirklich die Initiative zu ergreifen und zum Torabschluss zu kommen“, sagte Zimmerl. Seine Mannschaft hatte mehr vom Spiel, während sich der Gegner tief zurückzog und Emmersdorf die Kontrolle weitgehend überließ. Genau das sprach der Trainer auch an: „Der Gegner stand sehr tief und hat uns die Spielkontrolle überlassen.“ Was fehlte, war in den ersten 45 Minuten einzig das Tor. Zimmerl sprach von „einigen sehr, sehr guten Chancen“, die noch ungenützt blieben. So ging es trotz klarer Vorteile mit einem 0:0 in die Kabinen, obwohl die Gastgeber über weite Strecken das aktivere Team waren.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich laut Zimmerl zunächst wenig am Charakter der Partie. Emmersdorf blieb am Drücker, machte weiter das Spiel und wurde in der 56. Minute endlich belohnt. Milan Urban stand nach einem Schuss, den der Tormann noch abwehren konnte, in der Mitte goldrichtig und schob zum 1:0 ein. Für Zimmerl war das der Moment, in dem sich die lange Überlegenheit erstmals auch auf der Anzeigetafel zeigte. „Wir haben uns dann endlich mit dem 1:0 belohnt“, sagte er. Danach, so der Coach, „war es dann ein Selbstläufer“. In der 77. Minute erhöhte Pascal Halwachs nach einer starken Einzelaktion über die linke Seite mit einem eiskalten Abschluss ins lange Eck auf 2:0. Nur fünf Minuten später legte Kilian Kiefer nach. Zimmerl beschrieb den Treffer so, dass der rechte Außenverteidiger den Ball bekam, mehrere Gegenspieler umkurvte und dann überlegt einschob. Den Schlusspunkt setzte in der 87. Minute Florian Teuschl, dessen Tor laut Trainer auf ähnliche Art zustande kam wie das 3:0.
Für Zimmerl lag der entscheidende Unterschied an diesem Nachmittag nicht in einer einzelnen Szene, sondern in der Haltung seiner Mannschaft. Auf die Frage nach dem Knackpunkt antwortete er kurz und klar: „Der Wille der Mannschaft.“ Später brachte er es noch einmal auf dieselbe Linie und meinte, der Unterschied zwischen den Teams habe „im Siegeswillen“ gelegen. Dazu hob er ausdrücklich das Miteinander hervor. „Funktioniert hat das Teamwork“, sagte der Emmersdorf-Trainer, der trotz des klaren Erfolgs nicht so tun wollte, als wäre schon alles perfekt. „Luft nach oben gibt es immer“, erklärte er, schob aber sofort das Lob hinterher: „Man muss den Jungs wirklich ein Kompliment machen, sie haben alles gegeben.“ Auch abseits des Ergebnisses fiel sein Urteil eindeutig aus. Diskussionsstoff habe es nicht gegeben, „die Schiedsrichterleistung war hervorragend“. Unterm Strich steht damit ein Heimsieg, der aus Emmersdorfer Sicht vor allem zeigt, was möglich ist, wenn Dominanz, Geduld und Konsequenz nach der Pause zusammenkommen.