In der 2. Klasse Waldviertel Zentral verlor UFC Rastenfeld daheim gegen UFC AMON Langschlag mit 2:4. Die Gäste zogen nach der Pause bis 0:4 davon, erst spät verkürzten Adam Novak und Frantisek Sedlacek. Trainer Ernst Gull sprach von „kaum Zugriff“ und „zu vielen Eigenfehlern“ und ordnete die Partie als schwächsten Auftritt der Saison ein. Am Ende blieb nur die Erkenntnis, dass Langschlag im Abschluss klar effizienter war.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Rastenfeld fand von Beginn an kaum Zugriff, wie Coach Ernst Gull es nannte. Nach einer nervösen Anfangsphase lag die Heimelf bereits in Minute 16 hinten: David Kitzler stellte für die Gäste auf 0:1. Bis zur Pause blieb es dabei, Rastenfeld kam weiter kaum in die Zweikämpfe. „Wir sind nie richtig ins Spiel gekommen“, sagte Gull. Nach dem Seitenwechsel entschied Langschlag die Partie binnen 14 Minuten: Tomas Lestina traf in der 58. und 68. Minute, Milan Stanek legte in der 72. zum 0:4 nach. Einer der Gegentreffer fiel aus großer Distanz, Gull ordnete ihn als „Zufallstreffer aus gut vierzig, fünfundvierzig Metern“ ein. Erst danach setzten die Hausherren Lebenszeichen: Adam Novak verkürzte in der 75. auf 1:4, Frantisek Sedlacek traf in Minute 89 zum 2:4. Mehr ließ Langschlag nicht zu.
Nach dem Abpfiff nahm Ernst Gull kein Blatt vor den Mund: „Unterm Strich hatten wir kaum Zugriff, wir sind nie richtig ins Spiel gekommen. Summa summarum war das unser schwächstes Spiel in dieser Saison.“ Als Hauptgrund nannte der Trainer die eigenen Fehler und die fehlende Präsenz in den Duellen: „Es waren Eigenfehler dabei, und wir sind nicht richtig in die Zweikämpfe gekommen.“ Einen der Langschlag-Treffer ordnete er sogar als Zufall ein: „Ein Weitschuss aus rund fünfundvierzig Metern, so ehrlich muss man sein.“ Insgesamt sei es die Summe vieler Kleinigkeiten gewesen: „Es hat wie ein schlechtes Puzzle zusammengepasst. Die Gründe heute sind schwer zu erklären, es war einfach nicht unser Tag.“
Was den Ausschlag gab, fasste Gull nüchtern zusammen: „Der Unterschied lag in der Effizienz, in der Chancenverwertung.“ Zudem habe Langschlag „vielleicht kompakter gespielt“ und sei „im Spielaufbau und vor allem im Abschluss effizienter“ gewesen. Und doch hätte die Partie nach dem 0:4 noch einmal kippen können: „Bei 4:0 hatten wir Möglichkeiten, da hätte es noch spannend werden können.“ Zum Schiedsrichter blieb er kritisch, aber ausgewogen: „Es gab viele fragwürdige Entscheidungen, für beide Teams. Das trägt nicht zum guten Ruf der Schiris bei.“
In der Tabelle steht Rastenfeld nach 23 Runden bei 17 Punkten auf Rang 13, Langschlag hält als Sechster bei 35. Der Blick geht nach vorne: „Es sind noch drei Spiele, und ich bin überzeugt, dass wir wieder ein anderes Gesicht zeigen.“ Ansetzen will er auch mental: „Am Mindgame arbeiten wir – individuelle Fehler abzustellen ist trotzdem schwierig.“