In der 2. Klasse Waldviertel Zentral lieferten sich der SV Eibenstein und der SV Groß-Siegharts ein torreiches Duell, das die Gäste mit 6:3 für sich entschieden. Nach frühem Führungstor, kurzem Rückstand und der Wende noch vor der Pause legte Groß-Siegharts nach dem Wechsel eiskalt nach. Trainer Harald Fischer sprach von einem reifen Auswärtsauftritt: "Das 3:2 vor der Pause hat uns gepusht, und gleich danach kam das 4:2." Ein spätes 3:6 der Hausherren änderte am klaren Sieg der Gäste nichts.

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Groß-Siegharts erwischte den perfekten Start: Nach nicht einmal einer Minute traf David Formacek zum 0:1. "Wir sind super reingestartet und haben in der ersten Minute durch David Formacek das 1:0 gemacht", sagte Harald Fischer. Doch Eibenstein antwortete und drehte die Partie zunächst – Tomas Tauber glich in Minute 22 zum 1:1 aus, Stanislav Pacholik stellte in der 31. Minute auf 2:1. Die Gäste blieben ruhig, schlugen vor der Pause doppelt zurück und rissen das Spiel an sich: Andre Sindlgruber traf in der 36. zum 2:2, Rene Hartl legte in der 44. das 2:3 nach. Gleich nach dem Seitenwechsel setzten die Groß-Sieghartser den nächsten Stich: Formacek erhöhte in der 50. Minute auf 2:4. In der Schlussphase legten die Gäste nach – Sindlgruber (67.) und abermals Formacek (69.) schraubten auf 2:6; Formacek traf insgesamt dreimal. Eibenstein kam in Minute 73 durch Tauber zwar noch zum 3:6, "nach einem Eckball", wie Fischer schilderte. Am Eindruck änderte das nichts: "Unterm Strich war es über 90 Minuten ein ungefährdeter Sieg."
Der Trainer der Gäste legte den Finger auf den entscheidenden Moment: "Der Knackpunkt war, dass wir nach dem 2:1 gegen uns vor der Pause noch zum 3:2 gedreht haben. Das hat uns gepusht." Aus diesem Schwung fiel kurz nach Wiederbeginn das 4:2 – "gleich in der 50. Minute", wie Fischer betonte. Dazu passte die mannschaftliche Geschlossenheit: "Ich möchte keinen Spieler herausheben. Die Burschen waren von der ersten bis zur 90. Minute hellwach, sind sehr viel gelaufen, obwohl es heiß war. Wir haben super kombiniert." Luft nach oben sieht er in der Effizienz: "In der zweiten Halbzeit haben wir ein, zwei Chancen vergeben, da müssen wir noch konsequenter sein." Ein Tor hob er dennoch hervor – das 5:2: "Andre Sindlgruber ist im Sechzehner zum Ball gekommen, hat vier Spieler ausgespielt, war allein vor dem Tormann und hat schön ins linke Eck platziert." Passend dazu: "Wir haben sechs Tore geschossen, mit drei verschiedenen Torschützen – das zeigt unsere Breite vorne."
Fischer hatte auch für den Gegner anerkennende Worte: "Eibenstein ist nicht umsonst weit vorne. Sie haben gute Spieler und haben viel mit hohen Bällen gespielt. Sie haben zwei starke Legionäre, das hat uns das Leben schon ein bisschen schwer gemacht." Den Rahmen lobte er ausdrücklich: "Die Partie war von beiden Mannschaften fair geführt. Es hat keine strittigen Situationen gegeben. Der Schiedsrichter hat souverän geleitet – ich glaube, es gab nur eine gelbe Karte gegen Eibenstein." Was den Unterschied ausmachte, fasste der Coach so zusammen: "Wir sind geschlossen aufgetreten, vorne effizient und hinten gut gestanden. Entscheidend war, dass jeder unbedingt den Sieg wollte." Die gute Stimmung im Team ist spürbar: "Die Burschen haben derzeit sehr viel Freude. Wir haben eine gute Serie hingelegt, das hebt die Stimmung und überträgt sich auf den Platz." Mit nun 46 Punkten festigt Groß-Siegharts Rang vier, Eibenstein bleibt mit 45 Zählern knapp dahinter – und die Gäste nehmen viel Rückenwind mit.