Mit einem Vorsprung aus dem Hinspiel geht UFC Arbesbach ins heutige Entscheidungsspiel der Relegation zur ersten Klasse. In der 2. Klasse Waldviertel Zentral landete Arbesbach mit 51 Punkten auf Platz zwei – die Basis für diese Chance. Trainer Stefan Eichhorn spricht von großer Vorfreude, bremst aber bewusst: "So wie es kommt, so nehmen wir es." Gegner und exakter Spielstand des Hinspiels bleiben Nebensache – für heute zählt laut Coach vor allem, dass Fokus und Geschlossenheit wieder den Unterschied ausmachen.
Bevor es um das heutige Spiel geht, stellt Stefan Eichhorn klar, warum seine Mannschaft überhaupt in diese Position gekommen ist. "Wir haben uns die Basics gut erarbeitet. Der Teamgeist zieht sich durch den ganzen Verein", sagt der Arbesbach-Trainer. Dazu komme eine Breite im Kader, die im Unterhaus nicht selbstverständlich ist: "Wir haben 15, 16 Spieler, die sich allesamt die Startelf verdient hätten." Auch die Bereitschaft, Woche für Woche hart zu arbeiten, habe gepasst. "Die Trainingsbeteiligung war gut, die Jungs wollen weiterkommen. Mit dem super Trainerteam und den jungen Einheimischen, gespickt mit ein paar Routiniers, haben wir einen guten Kern." Gleichzeitig legt Eichhorn den Finger auf den nächsten Schritt: "Wir haben viel Wert auf das Allgemeine gelegt. Jetzt müssen wir ins Detail – dafür brauchen wir noch viele Einheiten."
Ein Schlüssel, der sich bereits im Hinspiel gezeigt hat, war die Reaktion der Mannschaft auf Rückschläge. "Patrick Pömmer hat die ganze Rückrunde leider gefehlt – ein riesiger Hoffnungsträger mit 16 Jahren", erklärt Eichhorn. Und mitten im Hinspiel erwischte es den nächsten Leistungsträger: "Felix Huber musste nach 20 Minuten raus – wegen Magen-Darm-Problemen." Dass Arbesbach dennoch einen Vorteil aus dem ersten Spiel mitnahm, führt der Coach auch auf die innere Stabilität zurück. "Wir haben Lukas Vacek gebracht. Er hat die meisten Partien nicht von Anfang an gespielt, weil wir auf die Jungen gesetzt haben – und er hat das voll akzeptiert. Lukas spielt das wie ein Routinier runter und bringt Ruhe rein." Genau dieses Bild gefällt Eichhorn: "Jeder akzeptiert seinen Part – das macht uns sehr stark." Der Trainer bleibt dabei nüchtern, aber zufrieden: Die Breite greift, die Hierarchie hält, und die Mannschaft lässt sich von Personalproblemen nicht aus dem Tritt bringen.
Unabhängig vom Ausgang betont Eichhorn die mittelfristige Linie. "Bis jetzt gab es zum Glück keine Abgänge oder Neuzugänge. Ich appelliere an die Jungs, dass wir so zusammenbleiben. Das ist ein Riesenprivileg", sagt er. Entwicklung brauche Zeit – und die sieht er in Arbesbach: "Viele sind schon einen ordentlichen Schritt gegangen. Den nächsten gehen sie am besten daheim, beim Heimatverein – konstant über einen längeren Zeitraum." Für heute bleibt die Maßgabe schlicht: "Wir wollen es angehen wie jedes andere Spiel, die beste Leistung abrufen. Ich halte den Ball flach." Strukturveränderungen werden erst danach Thema: "Wir spielen das in Ruhe fertig, setzen uns nächste Woche zusammen, arbeiten auf und drehen vielleicht an kleinen Schrauben." Und auf dem Weg nach oben darf auch die Referenz nicht fehlen: "Pfaffenschlag hat sich den Meister redlich verdient. Die haben sich einen Plan über drei Jahre zurechtgelegt und hatten einen Unterschiedsspieler – dem gehören 20, 30 Prozent vom Titel."