Der 2. Klasse Waldviertel Zentral-Sechste UFC AMON Langschlag hat eine Saison mit Ausschlägen in beide Richtungen hinter sich. Am Ende stehen 36 Punkte und Rang sechs, dazu ein Rückblick, der weder schönredet noch schwarz malt. Dominik Hinterndorfer spricht von einem starken Start, einem Hänger in der Mitte und klaren Baustellen für die neue Spielzeit. „Wenn wir die Basics wieder haben, dann schaut die kommende Saison sicher wieder sehr, sehr gut aus“, sagt er.

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Dass in Langschlag nicht alles schlecht war, macht Hinterndorfer gleich zu Beginn deutlich. „Wir sind eigentlich sehr gut in die Saison reingestartet und haben Siege gegen gute Mannschaften eingefahren“, sagt er. Dieser Eindruck deckt sich auch mit dem Verlauf der Tabelle, denn Langschlag arbeitete sich im Herbst zwischenzeitlich bis auf Rang vier nach vorne. Ganz halten konnte die Mannschaft dieses Niveau aber nicht. „In der Mitte der Saison haben wir leider einen Hänger gehabt." Danach ging es in der Tabelle auch wieder nach unten, zwischenzeitlich sogar bis auf Platz zehn. Dass am Ende trotzdem Rang sechs herausschaute, war aus seiner Sicht ein Zeichen dafür, dass sich die Mannschaft wieder gefangen hat. In den letzten fünf Spielen war alles dabei: ein 3:2 gegen Bad Großpertholz, ein 4:2 bei UFC Rastenfeld, danach ein 0:3 gegen Meister SC Pfaffenschlag, ein 2:2 gegen USV Windigsteig und zum Abschluss ein 2:4 gegen SV Eibenstein.
Vor allem in der Defensive musste oft improvisiert werden, weil Spieler auf Positionen aushelfen mussten, die sie sonst kaum oder gar nicht bekleiden. Genau in dieser Phase bekamen aber auch einige junge Kicker ihre Möglichkeit. Der Trainer hebt das ausdrücklich hervor: „Die Jungen haben sich da reingekämpft und Chancen bekommen aufzuzeigen. Sie haben in die Kampfmannschaft reingeschnuppert und auch teilweise von Anfang an gestartet.“ Gerade weil die Situation nicht einfach war, bewertet er diese Entwicklung positiv. Er sieht darin nicht nur eine kurzfristige Hilfe, sondern einen Fingerzeig für die kommenden Monate. „Da kann man positiv in die Zukunft schauen, wenn man sich unsere Jungs anschaut, die da Woche für Woche Gas geben“, sagt Hinterndorfer. Die Tür stehe in der nächsten Saison „für alle ganz weit offen, auch für die Jungen."
So zufrieden man in Langschlag mit einzelnen Phasen und der Entwicklung der jungen Spieler auch ist, die Baustellen spricht Hinterndorfer sehr klar an. „Wenn man sich unsere Tordifferenz anschaut, dann sieht man eigentlich, wo wir ansetzen und arbeiten müssen“, sagt er. Für ihn beginnt dabei vieles hinten. „Wir müssen wieder eine kompakte Defensive finden“, fordert er. Dass laufend andere Spieler in der Abwehr aushelfen mussten, habe der Sicherheit nicht gutgetan. Gleichzeitig sieht er aber auch nach vorne noch Luft. „Mit unseren 55 Toren, die wir geschossen haben, haben wir natürlich auch in der Chancenauswertung noch Luft nach oben“, sagt Hinterndorfer. Er bleibt dabei bewusst bei einfachen Themen und macht kein großes Geheimnis daraus, worauf es ankommt. „Laufbereitschaft, Zweikampfstärke, der absolute Wille, 90 Minuten alles reinzuwerfen und alles zu geben – das müssen wieder unsere Basics sein.“ Genau dort will Langschlag im Sommer ansetzen, bevor es um weitere Schritte geht.
Trotz aller Schwankungen sieht Hinterndorfer im Verein keinen Grund für Unruhe. „Die Stimmung ist gut. Es gibt keinen Grund zur Traurigkeit“, sagt er. Man habe sich zwar mehr erhofft, „aber es war jetzt auch nicht alles schlecht“. Das passt zu einem Gesamtbild, in dem Langschlag weder euphorisch noch enttäuscht aus der Saison geht, sondern nüchtern auf das blickt, was gut und was nicht gut gelaufen ist. Personell wird sich ebenfalls nicht allzu viel ändern. Im Kader werde es „auf einigen Positionen Änderungen“ geben, der Großteil der Mannschaft bleibe aber zusammen. Auch bei den Verletzten gibt er vorsichtige Entwarnung: „Größere Verletzungen haben wir eigentlich nicht. Zum Saisonstart sollten wieder alle Spieler fit sein.“ Respekt hat er vor allem vor Meister Pfaffenschlag, der ihn in dieser Saison am meisten beeindruckt hat. „Die haben von Anfang bis zum Schluss eine sehr solide Saison gespielt und das durchgezogen. Besser geht’s eigentlich nicht.“ Für Langschlag ist das kein Grund zum Hadern, sondern eher ein Maßstab. Die Richtung für die neue Saison ist jedenfalls klar: hinten wieder kompakter werden, vorne noch konsequenter auftreten und die einfachen Dinge wieder auf den Platz bringen.