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„Unser größtes Problem sind noch immer die Verletzungssorgen“ – USV Windigsteig zieht nüchterne Saisonbilanz

USV Windigsteig

Beim USV Windigsteig fällt der Rückblick auf die Saison in der 2. Klasse Waldviertel Zentral nüchtern aus. Rang elf mit 31 Punkten zeigt, dass nicht alles nach Wunsch gelaufen ist. Sektionsleiter Reinhard Höfler spricht von einer „durchwachsenen Saison“ und sieht vor allem die personelle Lage als zentrales Thema. Denn während es bei Kaderplanung und Vereinsführung ruhig geblieben ist, belasten die anhaltenden Ausfälle den Verein weiter.

Abstoß: Nahaufnahme auf Ball und Schuhe

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Schwere Ausfälle ziehen sich durch die Saison

Am deutlichsten wurde Höfler bei jenem Punkt, der den USV Windigsteig schon seit Längerem begleitet. „Unser größtes Problem sind noch immer unsere Verletzungssorgen“, sagt der Sektionsleiter, und diese Aussage zieht sich wie ein roter Faden durch seine Bestandsaufnahme. Er spricht von drei neuerlichen schweren Verletzungen, die für den Verein besonders wehtun. Bei einem Spieler steht nach einer schweren Knieverletzung sogar ein mögliches Karriereende im Raum. Zwei weitere Spieler fallen langfristig mit Kreuzbandrissen aus. Einer von ihnen wird laut Höfler frühestens im kommenden Frühjahr zurückerwartet, bei einem dritten rechnet der Verein mit einer Pause von neun bis zwölf Monaten. Gerade für eine Mannschaft, die ohnehin keine leichte Saison hinter sich hat, ist das ein Thema, das sich nicht einfach wegschieben lässt.

Im Kader bleibt es ruhig, im Verein ebenso

Abseits dieser großen Baustelle herrscht beim USV Windigsteig derzeit viel Kontinuität. „Verlassen hat uns bis jetzt noch kein Spieler“, stellt Höfler klar. Gleichzeitig gibt es auf der Zugangsseite noch keine Vollzugsmeldung. "Dass wir neue Spieler brauchen, ist ganz klar, wir haben auch bereits mit einigen Kontakt aufgenommen, aber solange noch nichts fixiert ist, werde ich mich dazu nicht äußern", sagt er zur Frage nach möglichen Neuzugängen. Damit ist die Situation recht eindeutig beschrieben. Auch rund um das Team bleibt alles beim Alten. Am Trainerstab ändert sich nichts, ebenso wenig im Vorstand.

Höfler lobt die Konkurrenz und betont das Kollektiv

Dass Höfler trotz der schwierigen personellen Lage nicht alles schlechtredet, zeigt sein Blick auf die Liga. "Unser Frühjahr war trotzdem mit 18 Punkten ganz okay, darauf kann man schon aufbauen." Den Meister SC Pfaffenschlag nennt er rückblickend „das Um und Auf“ und begründet das mit der Konstanz über die gesamte Saison. Für Höfler ist klar, dass der Titel damit auch verdient war. Ebenso anerkennend spricht er über UFC Arbesbach, der sich laut seiner Einschätzung den Aufstieg über die Relegation „mehr als verdient“ hat, nachdem der Verein in den vergangenen Jahren immer wieder vorne dabei gewesen sei. Für die eigene Mannschaft bleibt seine Linie dabei klar. Einzelne Spieler möchte er bewusst nicht herausheben. „Ich will über einzelne Spieler nicht reden. Wir sind eine Mannschaft, und das Kollektiv steht über allem“, sagt Höfler. Genau mit diesem Ansatz wird der USV Windigsteig auch in die nächsten Wochen gehen: ruhig im Umfeld, geschlossen in der Haltung und mit der Hoffnung, dass die Verletzungsliste irgendwann wieder kürzer wird.