Spielberichte

„Das 3:1 war sicher entscheidend“ – Heidenreichstein legt beim 6:2 schon vor der Pause vor

Heidenreichstein
UFC Rastenfeld

In der 2. Klasse Waldviertel Zentral hat FC Autohaus Hörmann Heidenreichstein am Samstag gegen UFC Rastenfeld einen 6:2-Heimsieg eingefahren und die Weichen dafür schon früh gestellt. Trainer Adolf Simon sah seine Mannschaft „vom Anpfiff an sicher überlegen“ und machte vor allem das 3:1 in der 30. Minute als Schlüsselmoment aus. Weil Heidenreichstein vor der Pause auf 4:1 stellte, reichte auch eine deutlich schwächere zweite Hälfte.

Tormann beim Abstoß

Image by Jörg Struwe from Pixabay

Die schnelle Antwort auf den Ausgleich

Der Torreigen begann in der 11. Minute, als Ondrej Tomovic Heidenreichstein mit 1:0 in Führung brachte. Lange hielt dieser Vorsprung allerdings nicht, denn Frantisek Sedlacek glich für Rastenfeld in Minute 15 zum 1:1 aus. Genau diese Phase zeigte aber auch, warum Simon später von einem überlegenen Auftritt seiner Mannschaft sprach. Die Gastgeber ließen sich vom Ausgleich nicht aus dem Konzept bringen, antworteten praktisch sofort durch Ondrej Berky zum 2:1 und blieben am Drücker. Als Tomovic in der 30. Minute auf 3:1 stellte und Jiri Prchal nur drei Minuten später das 4:1 nachlegte, war die Richtung der Partie vor der Pause schon sehr klar.

Vor der Pause lief fast alles zusammen

Für Simon war genau dieser Abschnitt der entscheidende Teil des Nachmittags. „Vom Anpfiff an waren wir sicher überlegen“, sagte der Heidenreichsteiner Trainer und verwies vor allem auf die erste Halbzeit, in der sein Team mehr Ballbesitz hatte und mannschaftlich gut kombinierte. Besonders das 3:1 hob er heraus: „Das 3:1 in der 30. Minute war sicher entscheidend.“ Noch wichtiger war für ihn, dass seine Mannschaft kurz danach sogar auf 4:1 erhöhte und damit vor dem Seitenwechsel weiter nachlegte. Auch die Qualität der Treffer strich Simon hervor. „Es waren eigentlich alle Tore mit Kombinationen und Einzelaktionen hochklassig, die waren alle ähnlich zu bewerten“, meinte er, ohne dabei einen einzelnen Abschluss besonders herauszuheben.

Nach dem Seitenwechsel wurde es offener

So deutlich das 4:1 zur Pause auch klang, ganz ohne Kritik wollte Simon den Auftritt aber nicht stehen lassen. „In der ersten Halbzeit hat ziemlich alles gut funktioniert, aber wir haben es einige Male ein bisschen zu leicht genommen“, sagte er. Gerade in diesen Phasen sei seine Mannschaft nicht immer konzentriert genug gewesen, und genau daraus habe auch Rastenfeld seine Möglichkeiten bekommen. Der Trainer sprach davon, dass die Gäste „etliche Tormöglichkeiten“ hatten und sein Team dabei auch ein wenig Glück brauchte. Nach dem Seitenwechsel bestätigte sich dieser Eindruck. Adam Novak verkürzte in der 72. Minute auf 4:2, und Simon sagte offen: „Die zweite Halbzeit hat nicht so entsprochen, wie man sich das vorgestellt hat.“ Erst als Tomovic in der 80. Minute zum 5:2 traf und Prchal in Minute 88 den 6:2-Endstand herstellte, war auch das Ergebnis wieder so klar, wie es die erste Hälfte angedeutet hatte.

Ein klarer Sieg mit Hinweis darauf, was besser werden muss

Gerade deshalb fiel Simons Gesamturteil differenziert aus. Den Unterschied zwischen den beiden Mannschaften sah er vor allem in der starken ersten Hälfte seiner Elf. „Wir haben in der ersten Halbzeit mannschaftlich gut kombiniert und gespielt, deswegen hat der Gegner nicht viel Platz gehabt“, sagte er. Gleichzeitig machte er aber auch klar, dass Heidenreichstein aus diesem Spiel etwas mitnehmen muss, weil die zweite Halbzeit ein Warnhinweis war. Rastenfeld habe „gut kombiniert“ und seine Tore gemacht, weil die Gastgeber phasenweise zu nachlässig gewesen seien. Diskussionen abseits des Sportlichen gab es für Simon dagegen keine: „Da gibt es überhaupt nichts zu diskutieren, die Leistung des Schiedsrichters war in Ordnung.“ Unterm Strich stehen für Heidenreichstein nach drei Runden sechs Punkte und ein Heimsieg, der viel von einer starken ersten Halbzeit lebte, aber ebenso gezeigt hat, woran noch gearbeitet werden muss.

2. Klasse Waldviertel Zentral: Heidenreichst. : Rastenfeld - 6:2 (4:1)

  • 88
    Jiri Prchal 6:2
  • 80
    Ondrej Tomovic 5:2
  • 72
    Adam Novak 4:2
  • 33
    Jiri Prchal 4:1
  • 30
    Ondrej Tomovic 3:1
  • 16
    Ondrej Berky 2:1
  • 15
    Frantisek Sedlacek 1:1
  • 11
    Ondrej Tomovic 1:0