In der 2. Klasse Waldviertel Zentral hat USC Bad Großpertholz am Freitagabend gegen FC Autohaus Hörmann Heidenreichstein einen 3:1-Heimsieg eingefahren. Trainer David Artner sprach danach von einem Erfolg, der weniger über Glanz als über Zweikämpfe, Laufbereitschaft und einen klaren Matchplan gekommen sei. Nach frühem Rückstand arbeitete sich seine Mannschaft Schritt für Schritt in die Partie und drehte sie nach der Pause verdient.
Der Abend begann für die Gastgeber alles andere als angenehm. Heidenreichstein erwischte laut Artner einen richtig starken Start, machte in den ersten 15 bis 20 Minuten enorm viel Druck und stellte Bad Großpertholz sofort vor Probleme. Schon in der 3. Minute brachte Ondrej Tomovic die Gäste mit 1:0 in Führung, dazu kamen in dieser Anfangsphase zahlreiche Eckbälle. Artner sprach von sieben oder acht Standards in den ersten 20 Minuten und sagte offen: "Heidenreichstein hat uns da das Leben richtig schwer gemacht." Entscheidend war aus seiner Sicht, dass seine Mannschaft diese Phase überstand, sich danach besser zurechtfand und immer mehr ins Spiel kam. In der 35. Minute fiel dann der Ausgleich, als Matej Hodac zum 1:1 traf. Mit diesem Treffer war die Partie auch auf der Anzeigetafel wieder offen, nachdem Heidenreichstein zuvor klar den Ton angegeben hatte.
Nach dem Seitenwechsel sah Artner seine Mannschaft dann im Vorteil, allerdings ohne von einer klar einseitigen zweiten Hälfte zu sprechen. "Wir hatten ein bisschen mehr vom Spiel, aber es war immer noch eine offene Partie", sagte der Trainer. Genau so entwickelte sich das Spiel auch weiter. Bad Großpertholz war nun spielbestimmender als noch zu Beginn, hatte laut Artner die besseren Chancen und nutzte diese auch. In der 61. Minute brachte Matej Hodac die Heimischen mit seinem zweiten Treffer des Abends erstmals in Führung. Wer aber einen raschen Bruch im Spiel vermutete, lag aus Sicht des Trainers daneben. Artner betonte, dass die Begegnung bis zum 3:1 offen geblieben sei. Erst als Hodac in der 72. Minute zum dritten Mal traf und auf 3:1 stellte, war die Entscheidung gefallen. "Das 3:1 war dann entscheidend", hielt Artner fest.
Besonders wichtig war dieser Sieg für den Trainer offenbar auch deshalb, weil die ersten Runden aus seiner Sicht nicht so verlaufen waren, wie man es sich in Bad Großpertholz vorgestellt hatte. Artner sprach davon, dass man nicht so viele Punkte geholt habe wie erhofft und dass auch die Leistungen zuletzt nicht gut genug gewesen seien. Umso höher bewertete er nun den Auftritt seiner Mannschaft nach dem frühen Rückstand. "Die Jungs haben wirklich ein riesiges Kompliment verdient", sagte er und verwies auf den Matchplan, den seine Mannschaft über 90 Minuten gut umgesetzt habe. Vor allem die Basis habe diesmal gestimmt: "Wir sind in die Zweikämpfe gegangen, wir haben Laufbereitschaft gezeigt, wir haben dem Gegner das Leben schwer gemacht." Spielerisch sei das zwar noch nicht die beste Leistung gewesen, auch das sprach Artner klar an. "Wir haben viel mehr drauf als das, was wir gezeigt haben", meinte er, verband den Heimsieg aber mit der Hoffnung, dass nun wieder mehr Lockerheit und Leichtigkeit zurückkommt. So war dieses 3:1 gegen Heidenreichstein für Bad Großpertholz nicht nur wegen der drei Punkte wichtig, sondern auch als Schritt zurück zu mehr Sicherheit im eigenen Spiel.