Spielberichte

"Wir haben zum Fußballspielen aufgehört" – Eibenstein bringt das 3:2 in Langschlag ins Ziel

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UFC Langschlag
SV Eibenstein

In der 2. Klasse Waldviertel Zentral hat sich SV Eibenstein mit 3:2 bei UFC AMON Langschlag durchgesetzt und damit die Tabellenführung verteidigt. Zur Pause lagen die Gäste nach Treffern von Tomas Tauber und Stanislav Pacholik 2:0 vorne, Tomas Beranek erhöhte später auf 3:0. Co-Trainer Lucas Simon sprach von einem verdienten Sieg, machte aber auch klar, dass Eibenstein nach der klaren Führung zu viel zugelassen und die Partie unnötig spannend gemacht hat.

Roter Fußball landet im Tornetz - Torwart im Hintergrund

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Bis zur klaren Führung lief vieles nach Plan

Aus Sicht der Gäste war die Grundlage für den Auswärtssieg vor allem die erste Hälfte. Simon beschrieb diese Phase sehr klar: "In der ersten Halbzeit waren wir doch überlegen und hatten die besseren Torchancen." Diese Einschätzung deckte sich auch mit dem Spielstand, denn Eibenstein ging in der 36. Minute durch Tomas Tauber in Führung und legte kurz vor der Pause durch Stanislav Pacholik das 0:2 nach. Damit hatte sich der Tabellenführer eine gute Ausgangslage geschaffen. Nach dem Seitenwechsel schien die Sache mit dem 0:3 durch Tomas Beranek in der 56. Minute bereits entschieden. Gerade dieses dritte Tor war für Simon eigentlich jener Moment, in dem nichts mehr anbrennen hätte sollen. "Nach dem 3:0 hätte eigentlich nichts mehr anbrennen sollen", sagte der Co-Trainer, der den Sieg über die gesamten 90 Minuten trotzdem als verdient einordnete.

Nach dem 3:0 wurde es plötzlich wieder eng

Was danach passierte, gefiel dem Eibensteiner Co-Trainer deutlich weniger. Simon sprach offen an, dass seine Mannschaft nach dem dritten Treffer den Faden verlor und Langschlag wieder zurück ins Spiel kommen ließ. "Nach der 3:0-Führung waren wir uns ein wenig zu sicher und haben zu viele Tormöglichkeiten zugelassen und Räume für den Gegner geöffnet", sagte er. Genau dieser Punkt machte aus einem lange kontrollierten Auswärtsspiel am Ende doch noch eine enge Angelegenheit. In der 74. Minute verkürzte Patrick Prock für Langschlag auf 1:3, in der 81. Minute half ein Eigentor von Tomas Beranek den Gastgebern zum 2:3. Simon fand dafür klare Worte: "Wir haben zum Fußballspielen aufgehört und auch zum Kämpfen und Laufen aufgehört." Noch deutlicher wurde er mit dem Blick auf die Schlussphase: "Am Ende wäre auch durchaus noch ein 3:3 möglich gewesen." Gerade deshalb fiel seine Analyse trotz der drei Punkte nicht nur positiv aus.

Geschlossene Mannschaftsleistung als Basis, Nachlässigkeit als Warnung

Dass Eibenstein derzeit trotzdem ganz vorne steht, führt Simon vor allem auf Dinge zurück, die in den vergangenen Wochen gewachsen sind. "Unsere größte Stärke war wieder die läuferische und kämpferische Leistung und eben die geschlossene Mannschaftsleistung", sagte er. Für ihn ist spürbar, dass sich innerhalb des Kaders inzwischen vieles eingespielt hat. "Die Positionen haben sich mittlerweile mit den Neuzugängen herauskristallisiert. Wir haben jetzt eine Aufstellung gefunden, die super funktioniert", erklärte Simon. Dazu komme, dass die Mannschaft füreinander arbeite: "Die komplette Mannschaft kämpft und läuft füreinander." Gleichzeitig wollte er die Schwächephase nach dem 3:0 nicht kleinreden. Simon sprach von einer "Einstellungsschwäche", die gegen andere Gegner wohl härter bestraft werden könnte. Genau darin lag für ihn die wichtigste Lehre aus diesem Auswärtssieg: gut gespielt, aber nicht konsequent genug bis zum Schluss.

Langschlag hielt dagegen, vorne wartet schon das Spitzenduell

Auch für den Gegner fand Simon respektvolle Worte. Er beschrieb Langschlag als kompakte Mannschaft, die trotz personeller Probleme ordentlich dagegenhielt. "Man hat gemerkt, dass Führungsspieler gefehlt haben, aber sie waren kompakt und gut aufgestellt", sagte der Co-Trainer. Selbst eine umstrittene Abseitsentscheidung bei einer möglichen höheren Führung wollte er nicht groß aufmachen. "Dem Schiedsrichter kann man keinen Vorwurf machen. Das war nicht spielentscheidend", meinte Simon, der die Leitung insgesamt ausdrücklich positiv bewertete. Mit dem Sieg bleibt Eibenstein nach sechs Runden allein an der Spitze und geht mit Rückenwind in das nächste große Spiel. Schon am Sonntag wartet das Spitzenduell gegen Windigsteig. Simon formulierte den Ausblick passend zur aktuellen Lage schlicht, aber klar: "Zurzeit läuft es super. Jetzt wollen wir auch dort wieder gut auftreten und dann schauen wir, was möglich ist."

2. Klasse Waldviertel Zentral: UFC Langschlag : Eibenstein - 2:3 (0:2)

  • 81
    Eigentor durch Tomas Beranek 2:3
  • 74
    Patrick Prock 1:3
  • 56
    Tomas Beranek 0:3
  • 43
    Stanislav Pacholik 0:2
  • 36
    Tomas Tauber 0:1