In der 2. Klasse Waldviertel Zentral hat sich USV Groß-Siegharts am Sonntag mit 1:0 gegen USV Allentsteig durchgesetzt. Christian Peschel sprach nach dem Schlusspfiff von einem "mäßig schlechten Spiel mit zu wenig Torchancen", in dem am Ende ein verwerteter Elfmeter den Unterschied machte. Weil sonst auf beiden Seiten wenig zusammenlief, reichte den Gastgebern der Treffer von David Motl aus der 25. Minute zum knappen Heimsieg.

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Vieles deutete in dieser Partie nicht auf einen Fußballnachmittag hin, der lange in Erinnerung bleibt. Peschel brachte es nach dem Abpfiff offen auf den Punkt: "Auf die ganze Länge gesehen war es ein mäßig schlechtes Spiel mit zu wenig Torchancen, mit einem glücklichen Ende für uns." Der wichtigste Moment war für ihn deshalb auch klar benannt: "Dass wir den Elfmeter verwertet haben." Der entscheidende Treffer fiel in der 25. Minute, als David Motl vom Punkt zum 1:0 traf. Vorausgegangen war nach Einschätzung des Obmanns eine Attacke an Andre Sindlgruber. "Den pfeift nicht jeder Schiedsrichter, aber der Pfiff geht für mich in Ordnung. Für mich war das ein klarer Elfmeter", sagte Peschel. Mit diesem Tor ging es auch mit 1:0 in die Pause, und weil nach dem Seitenwechsel kein weiterer Treffer mehr fiel, blieb genau diese Szene spielentscheidend.
Was Groß-Siegharts an diesem Tag dennoch auf seine Seite zog, war aus Sicht des Vereinsfunktionärs vor allem die Einstellung. "Der Kampf. Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute gekämpft", sagte Peschel und legte damit den Schwerpunkt seiner Analyse klar auf die Bereitschaft, dieses enge Spiel anzunehmen. Fußballerisch war aus seiner Sicht auf beiden Seiten wenig drin. Auch über Allentsteig sprach er ohne Ausschmückung und mit einer deutlichen Einschätzung: Der Gegner habe "auf demselben mäßigen Niveau wie wir" gespielt. Gerade deshalb blieb die Partie bis zum Ende knapp. Keines der beiden Teams konnte sich entscheidend absetzen, und so bekam der Strafstoß mit jeder Minute noch mehr Gewicht.
Diskussionsstoff gab es laut Peschel zwar immer wieder, eine einseitige Linie des Unparteiischen wollte er daraus aber nicht machen. "Es gab immer wieder strittige Situationen, wo der Schiedsrichter falsch gelegen ist, aber er hat keine Mannschaft benachteiligt", sagte der Obmann. Diese Einordnung passt zu einem Spiel, in dem es einige umstrittene Szenen, aber nur wenige klare Torchancen gab. Für Groß-Siegharts zählen nach so einem Nachmittag trotzdem in erster Linie die drei Punkte: Nach sechs Runden halten die Gastgeber nun bei sieben Zählern, Allentsteig bleibt bei einem Punkt. Der Auftritt war sicher kein fußballerisches Ausrufezeichen, doch in einer engen Partie reichten diesmal der verwandelte Elfmeter und der durchgehende Einsatz bis zum Schlusspfiff.