In der 2. Klasse Waldviertel Zentral hat USC Jungwirth Rappottenstein am Sonntag UFC AMON Langschlag mit 4:0 besiegt. Für Langschlag-Trainer Dominik Hinterndorfer war die Niederlage auch in dieser Höhe verdient, weil seine Mannschaft über weite Strecken vieles vermissen ließ, was sie zuletzt getragen hatte. Vor allem in den Zweikämpfen, bei der Leidenschaft und in der Konsequenz sah der Coach klare Vorteile bei den Gastgebern.

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Hinterndorfer machte nach dem Schlusspfiff keinen Versuch, die Niederlage schönzureden. „Um ehrlich zu sein, war es ein rabenschwarzer Tag für uns“, sagte der Trainer, der vor allem mit den ersten 45 Minuten alles andere als einverstanden war. Langschlag habe in dieser Phase kaum etwas von dem auf den Platz gebracht, was die Mannschaft in den vergangenen Wochen ausgezeichnet habe. „Wir haben nie aufgegeben, immer alles hineingeworfen – und genau das haben wir gegen Rappottenstein vermissen lassen.“ Passend dazu fiel in der 30. Minute das 1:0 durch Martin Repa. Dass es zur Pause trotzdem nur 0:1 stand, wertete Hinterndorfer noch als glücklichen Umstand, weil seine Elf aus seiner Sicht „in allen Belangen schlechter“ gewesen sei und in vielen Duellen zu weit weg vom Gegenspieler gestanden habe.
Nach dem Seitenwechsel sah der Langschlager Coach zumindest kurz die Möglichkeit, doch noch einmal in die Partie zurückzufinden. „Wir hatten in der zweiten Halbzeit die Chance auf den Ausgleich, haben sie aber leider nicht gemacht“, sagte er. Genau darin lag für ihn der Punkt, an dem das Spiel noch eine andere Richtung hätte nehmen können. Statt des 1:1 erhöhte Rappottenstein in der 71. Minute durch Stefano Maveritt Contreras Cespedes auf 2:0, und aus Sicht Hinterndorfers war damit praktisch alles gelaufen. „Mit dem 2:0 war die Partie so gut wie entschieden“, sagte der Trainer. Fünf Minuten später traf Martin Repa zum 3:0, ehe Stefano Maveritt Contreras Cespedes in der 82. Minute auch noch das 4:0 folgen ließ. Danach, so schilderte Hinterndorfer, seien bei seiner Mannschaft die Köpfe nach unten gegangen und es habe „eigentlich nichts mehr funktioniert“.
Besonders ärgerlich war für den Trainer, dass seine Mannschaft ausgerechnet jene Dinge nicht umgesetzt habe, die im Vorfeld klar angesprochen worden waren. Vor allem Martin Repa bekam aus seiner Sicht zu viel Raum. „Wir haben gewusst, dass das ein gefährlicher Stürmer ist. Dann lassen wir ihn bei den zwei Toren so viel Platz – das ist ein No-Go“, sagte Hinterndorfer. Insgesamt habe Rappottenstein sehr effizient gespielt und die Möglichkeiten konsequent genutzt. Dazu sei die Heimelf im Zentrum aggressiver gewesen und habe Langschlag das Leben mit hoher Präsenz in den Zweikämpfen schwer gemacht. „Sie waren sofort da, aggressiv in den Zweikämpfen, und wir haben es nicht geschafft, über die Seiten zu kombinieren.“ Auch die beiden Treffer von Stefano Maveritt Contreras Cespedes blieben ihm in Erinnerung. Er sprach dabei von Toren, „die nicht alle Tage passieren“, und machte damit deutlich, dass an diesem Nachmittag bei Rappottenstein vieles zusammenpasste.
Am Ende führte Hinterndorfer das klare 0:4 nicht auf einen einzelnen Fehler zurück, sondern auf einen insgesamt schwachen Auftritt seiner Mannschaft. „Wir haben keine Leidenschaft an den Tag gebracht, wenig Zweikämpfe gewonnen und waren nicht aggressiv genug“, fasste er zusammen. Noch klarer wurde er mit einem Satz, der die Partie aus seiner Sicht auf den Punkt brachte: „Wenn man die Basics nicht an den Tag legt, wird es schwierig.“ Trotz der deutlichen Niederlage will der Trainer den Blick aber rasch wieder nach vorne richten. Den Kopf in den Sand zu stecken, komme für Langschlag nicht infrage. Es warten noch schwierige Gegner, gleichzeitig aber auch neue Chancen auf Punkte. Die neue Woche beginne nun wieder bei null, und für Hinterndorfer ist klar, dass seine Mannschaft schnell zu jenen Tugenden zurückfinden muss, die sie in den Wochen davor stark gemacht hatten.