In der 2. Klasse Waldviertel Zentral hat sich der USV Allentsteig im Heimspiel gegen UFC Rastenfeld mit einem 1:1 begnügen müssen. Die Gastgeber gingen früh in Führung, kassierten noch vor der Pause aber den Ausgleich und haderten danach vor allem mit der eigenen Chancenverwertung. Obmann Sascha Graf sprach von einem "klassischen Unentschieden", sah bei seinem Team dennoch ein leichtes Chancenplus und zwei Möglichkeiten, die nur an Aluminium endeten.

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Der Start gehörte Allentsteig, jedenfalls auf der Anzeigetafel. Schon in der 7. Minute brachte Jakub Vavrina die Gastgeber mit 1:0 in Front und sorgte damit für einen frühen Vorteil. Lange hielt diese Führung aber nicht bis in die Kabine, denn in der 39. Minute stellte Vojtech Nevola für Rastenfeld auf 1:1. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause. Sascha Graf beschrieb die Partie danach als Begegnung mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. "Ich denke, wir hatten ein leichtes Chancenplus, konnten daraus aber nichts erreichen und haben leider zu wenig effizient gehandelt", sagte der Allentsteiger Obmann. Gerade deshalb passte für ihn auch das Gesamtbild: Es war aus seiner Sicht "ein klassisches Unentschieden".
Wirklich geärgert hat Graf vor allem, dass seine Mannschaft die Chancen nicht besser nützen konnte. Er machte keinen Hehl daraus, woran es aus seiner Sicht am Ende hing. "Absolut die Effizienz vorm Tor", sagte er sehr klar. "Wir hatten ein paar gute Chancen, haben aber leider nicht das Tor getroffen und das war unser größtes Problem." Besonders deutlich wurde das bei zwei Szenen, in denen Allentsteig ganz knapp an einem weiteren Treffer vorbeischrammte. Zweimal rettete gegen die Gastgeber nicht der gegnerische Tormann, sondern Aluminium. Für Graf war das ein wesentlicher Punkt in der Analyse: "Wenn wir die Tore machen, gewinnen wir das Spiel, glaube ich." Genau darin lag aus seiner Sicht der Unterschied zwischen einer guten Ausgangslage und zwei verlorenen Punkten.
Bei aller Kritik an der Verwertung wollte Graf seiner Mannschaft den Einsatz aber nicht absprechen. Im Gegenteil: "Die kämpferische Leistung war absolut in Ordnung. Man hat gemerkt, jeder wollte gewinnen", hielt er fest. Dass trotzdem nicht mehr als ein Punkt herausschaute, lag für ihn eben nicht an fehlender Bereitschaft, sondern daran, dass die klaren Möglichkeiten nicht sauber zu Ende gespielt wurden. Gleichzeitig blieb seine Einordnung fair. Graf betonte ausdrücklich, dass auch Rastenfeld die Partie noch auf seine Seite hätte ziehen können. Vor allem in der Nachspielzeit sah er bei den Gästen noch eine gute Möglichkeit. Deshalb fiel sein Gesamturteil entsprechend nüchtern aus: "Es war sicher kein schönes Spiel anzusehen, aber im Endeffekt ist das 1:1, glaube ich, gerecht."
Für Allentsteig bleibt nach sieben Runden damit ein Remis, das sich zwiespältig anfühlt. Einerseits war die frühe Führung da, dazu das von Graf angesprochene leichte Chancenplus und zwei Aluminiumtreffer. Andererseits sprach auch die späte Möglichkeit der Gäste dafür, dass dieses Spiel in beide Richtungen hätte kippen können. In der Tabelle steht Allentsteig nach dem 1:1 nun bei zwei Punkten, Rastenfeld hält bei einem Zähler, viel Boden hat damit im Tabellenkeller niemand gutgemacht. Genau deshalb bekommt Grafs Analyse zusätzlich Gewicht. Einsatz und Wille passten aus seiner Sicht, "jeder wollte gewinnen", doch wenn vor dem Tor die Effizienz fehlt, bleibt selbst an Tagen mit etwas mehr vom Spiel am Ende oft nur ein Punkt.