Spielberichte

„Die ersten zwanzig Minuten komplett verschlafen“ – Windigsteig verliert trotz Aufholjagd 2:3

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USV Windigsteig
USC Rappottenstein

Das Spiel in der 2. Klasse Waldviertel Zentral zwischen USV Windigsteig und USC Jungwirth Rappottenstein hatte zwei völlig unterschiedliche Hälften – und genau das erklärte am Ende die 2:3-Niederlage der Gastgeber. Windigsteig lag zur Pause bereits 0:3 zurück, kam nach dem Seitenwechsel aber mit deutlich mehr Leben aus der Kabine und machte die Partie durch zwei Treffer von Vaclav Vasicek noch einmal eng.

Fußball auf Stadionrasen

Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay

0:3 nach 22 Minuten

Reinhard Höfler musste nach dem Schlusspfiff nicht lange nach dem Grund für die Niederlage suchen. „Dass wir die ersten zwanzig Minuten komplett verschlafen haben und gar nicht am Platz waren“, sagte der Sektionsleiter und traf damit den Kern dieses Abends sehr direkt. Rappottenstein stellte früh die Weichen. Tomas Bilek brachte die Gäste in der 10. Minute in Führung und legte in der 19. Minute das 0:2 nach. Als Martin Repa in der 22. Minute auf 0:3 stellte, war Windigsteig schon schwer unter Druck. Höfler sprach deshalb auch offen von einer ganz schwachen ersten Hälfte: „Wir sind verdient 0:3 hinten gewesen. Wir haben Glück gehabt, dass Rappottenstein nicht noch mehr Tore geschossen hat.“

Vasicek bringt die Partie zurück

Nach der Pause zeigte Windigsteig aber genau jene Reaktion, die Höfler davor so schmerzlich vermisst hatte. Schon in der 46. Minute verkürzte Vaclav Vasicek auf 1:3 und gab den Gastgebern damit sofort wieder Hoffnung. Die Partie bekam ein anderes Gesicht, weil die Heimelf nun aktiver war, mehr nach vorne spielte und sich viel mutiger präsentierte als vor dem Seitenwechsel. Mit seinem zweiten Treffer stellte Vasicek in der 70. Minute auf 2:3, und plötzlich war die Begegnung wieder offen. Höfler blieb deshalb dabei, dass nach dem Seitenwechsel wesentlich mehr möglich gewesen wäre: „Die zweite Halbzeit war komplett anders. Leider haben wir das dritte Tor nicht mehr gemacht, und ein Unentschieden wäre gerecht gewesen.“

Was in der ersten Halbzeit gefehlt hat

Besonders deutlich wurde Höfler bei seiner Analyse der ersten 45 Minuten. „Das Zweikampfverhalten, einfach die ganze Bereitschaft. Wir waren in der ersten Halbzeit eigentlich gar nicht am Platz. Da haben wir alles vermissen lassen, was man zum Fußballspielen braucht“, sagte er. Genau darin lag aus seiner Sicht der große Unterschied zwischen beiden Hälften. Nach dem Seitenwechsel sei seine Mannschaft viel entschlossener aufgetreten und habe sich auch wieder etwas zugetraut. „Wir waren bereit, haben die Zweikämpfe angenommen, mehr gekämpft, uns Chancen herausgespielt und uns etwas zugetraut“, erklärte Höfler. Dass Windigsteig noch zwei Tore machte, passte für ihn daher zu einer zweiten Hälfte, in der die Mannschaft endlich im Spiel war und deutlich mehr Druck entwickelte.

Rappottenstein nutzt die Fehler konsequent

Bei aller Unzufriedenheit mit dem eigenen Auftritt in der Anfangsphase fand Höfler auch eine klare Erklärung dafür, warum Rappottenstein diesen Vorsprung überhaupt so rasch herausspielen konnte. „Sie haben unsere Fehler eiskalt ausgenutzt“, sagte er knapp. Mehr brauchte es aus seiner Sicht nicht, um den Unterschied dieses Spiels zu beschreiben. Über den Unparteiischen wollte Höfler jedenfalls kein Wort verlieren: „Da war gar nichts, alles in Ordnung.“ In der Tabelle bleibt Windigsteig nach acht Spielen bei 12 Punkten, Rappottenstein hält nun bei 11. Für die Gastgeber bleibt damit vor allem die Erkenntnis, dass die Reaktion nach der Pause gestimmt hat, eine Partie in dieser Liga aber kaum zu gewinnen ist, wenn man die Anfangsphase so klar herschenkt.

2. Klasse Waldviertel Zentral: Windigsteig : Rappottenstein - 2:3 (0:3)

  • 70
    Vaclav Vasicek 2:3
  • 46
    Vaclav Vasicek 1:3
  • 22
    Martin Repa 0:3
  • 19
    Tomas Bilek 0:2
  • 10
    Tomas Bilek 0:1