In der 2. Klasse Waldviertel Zentral hat USC Bad Großpertholz das Heimspiel gegen USV Allentsteig mit 5:1 gewonnen und sich damit drei wichtige Punkte geholt. Trainer David Artner sah seine Mannschaft über die vollen 90 Minuten klar im Vorteil. „Wir haben das Spiel eigentlich bestimmt, waren die klar bessere Mannschaft und haben unsere Chancen genutzt“, sagte er. Für ihn war vor allem das 3:0 jener Moment, mit dem die Partie endgültig entschieden war.

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Bad Großpertholz hatte von Beginn an mehr vom Spiel, und genau das stellte Artner auch in seiner Analyse in den Mittelpunkt. „Wir haben von Anfang an das Spiel in der Hand gehabt, haben viel Ballbesitz gehabt“, sagte der Trainer. Allentsteig stand tief in der eigenen Hälfte und versuchte vor allem, die Räume eng zu machen. Trotzdem kamen die Gastgeber früh zu Möglichkeiten. Artner erinnerte an einen Stangenschuss, an einen Kopfball an die Stange und an zwei, drei weitere Halbchancen in der Anfangsphase. „Wir hätten schon früher in Führung gehen können“, meinte er. Weil seine Mannschaft aber geduldig blieb und weiter angriff, fiel das 1:0 doch noch vor der Pause. In der 42. Minute traf Fabian Völkel nach einem Eckball von der rechten Seite per Kopf. Für Artner war diese Führung verdient, zumal er sich aus der ersten Halbzeit nur an eine Kontersituation der Gäste erinnerte, die er als Halbchance einstufte.
Nach dem Seitenwechsel legte Bad Großpertholz rasch nach und untermauerte damit die Spielkontrolle auch auf der Anzeigetafel. Das 2:0 in der 57. Minute passte laut Artner genau zum bisherigen Auftritt seiner Mannschaft. „Das war schön herausgespielt und dann hat unser Stürmer Matej Hodac souverän abgeschlossen“, sagte er. Ganz ohne Kritik blieb der Trainer aber nicht. Er sprach von rund zehn Minuten nach dem zweiten Treffer, in denen seine Mannschaft die Sache „ein bisschen zu locker“ genommen habe. In dieser Phase hätte Allentsteig aus seiner Sicht durchaus zum Anschlusstreffer kommen können. Umso wichtiger war für ihn das 3:0 durch Miroslav Kucera in der 68. Minute. „Mit dem war das Spiel dann erledigt und klar, wer es gewinnt“, brachte es Artner auf den Punkt. Danach zogen sich die Hausherren etwas zurück, nutzten laut ihrem Trainer die Schnelligkeit im Angriff und kamen auf diese Weise zu weiteren Treffern. Matej Hodac erhöhte auf 4:0, Max Legner verkürzte in der 83. Minute auf 4:1, ehe Miroslav Kucera nur eine Minute später den 5:1-Endstand herstellte.
Dass der Sieg so deutlich ausfiel, hatte für Artner noch einen zweiten wichtigen Hintergrund. Bad Großpertholz musste auf vier Stammspieler verzichten und brachte trotzdem eine geschlossene Leistung auf den Platz. „Wir haben auf vier Stammspieler verzichten müssen und trotzdem eine sehr gute Leistung gebracht“, sagte der Trainer. Für ihn sprach das klar für die Breite und Qualität im Kader, weil eben nicht nur jene Spieler liefern, die sonst regelmäßig von Beginn an spielen. Insgesamt sprach Artner von einer „wirklich guten, konzentrierten Leistung“, auch wenn ihn das Gegentor zum 4:1 ärgerte. „Wir wollten eigentlich zu null spielen, haben dann aber durch einen Eigenfehler doch ein Tor bekommen“, erklärte er. Über den Gegner wollte er sich bewusst nicht ausführlich äußern und hielt lieber fest: „Wir konzentrieren uns auf unsere Leistung und die war in Ordnung.“ Ein Lob gab es auch noch für den Unparteiischen. „Der Schiedsrichter hat wenig Einfluss auf das Spiel genommen und das ist immer das größte Kompliment“, sagte Artner. Unter dem Strich bleibt für Bad Großpertholz damit ein klarer Heimsieg, der die Mannschaft nach acht Runden bei elf Punkten hält. Zugleich nahm der Trainer aus dem 5:1 noch einen Hinweis für die kommenden Aufgaben mit: Solche lockeren Phasen nach einer Führung dürften sich seine Spieler nicht zu oft erlauben.