In der 2. Klasse Waldviertel Zentral haben sich USC Jungwirth Rappottenstein und FC Autohaus Hörmann Heidenreichstein am Samstagabend 1:1 getrennt. Nach einer torlosen ersten Hälfte brachte Lukas Flicker die Gäste kurz nach der Pause in Führung, Tomas Bilek glich für die Hausherren aus. Heidenreichstein-Trainer Adolf Simon sprach danach von einem Spiel, das genauso verlaufen sei, wie er es erwartet hatte.

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Für Simon begann die Partie aus Sicht seiner Mannschaft durchaus vielversprechend. Der Trainer erklärte, dass Heidenreichstein sehr gut ins Spiel gekommen sei und gleich zu Beginn eine große Möglichkeit gehabt habe. Gerade diese Szene blieb ihm nach dem Abpfiff besonders hängen, weil sie aus seiner Sicht den weiteren Verlauf stark hätte beeinflussen können. „Wir haben eigentlich sehr gut begonnen, haben eine tolle Chance gehabt, die haben wir leider nicht genützt“, sagte Simon. Danach entwickelte sich nach seiner Einschätzung genau das Spiel, mit dem er gerechnet hatte: ein starker Gegner, hohes Tempo und über weite Strecken ein Duell auf Augenhöhe. Dass es mit einem 0:0 in die Pause ging, passte damit gut zu diesem Bild einer ausgeglichenen Begegnung, in der sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte.
Nach dem Seitenwechsel gelang Heidenreichstein dann der Moment, den sich die Gäste schon früher erhofft hatten. In der 50. Minute brachte Lukas Flicker seine Mannschaft mit 1:0 in Führung. Simon ordnete den Treffer als Resultat einer guten Kombination ein und sah darin die Bestätigung für den bis dahin ordentlichen Auftritt seiner Elf. Lange verwalten konnte Heidenreichstein diesen Vorsprung allerdings nicht. Rappottenstein erhöhte in der Folge den Druck und suchte konsequent den Weg zum Ausgleich. In der 67. Minute war es dann Tomas Bilek, der für die Gastgeber das 1:1 erzielte. Simon beschrieb genau diese Phase so: „Rappottenstein hat dann noch sehr intensiv drauf gedrückt und wir haben leider noch ein Ausgleichstor bekommen.“ Damit war die Partie wieder völlig offen, ohne dass sich daraus laut Trainer ein klarer Vorteil für eine Seite ergab.
Bemerkenswert war nach dem Spiel vor allem der nüchterne Ton des Heidenreichstein-Trainers. Simon wollte weder seiner Mannschaft noch dem Gegner die Rolle des Teams zuschieben, das den Sieg mehr verdient gehabt hätte. „Näher am Sieg würde ich gar niemanden sehen. Unterm Strich muss man eigentlich mit dem Unentschieden zufrieden sein“, stellte er klar. Diese Aussage passt auch zu seiner Einschätzung, dass in seiner Mannschaft „ziemlich alles gut funktioniert“ habe. Besonders wichtig war für ihn, dass seine Elf die Unterschiedsspieler des Gegners weitgehend kontrollieren konnte und trotzdem selbst zu guten Möglichkeiten kam. Gleichzeitig fehlte aus seiner Sicht genau jener kleine Ausschlag, der in solchen engen Spielen oft den Unterschied ausmacht. „Das Quäntchen Glück hat wieder gefehlt“, sagte Simon, ohne das Ergebnis größer zu dramatisieren.
Auch den Gegner ordnete der Trainer ohne Umschweife ein. Rappottenstein sei „genauso stark“ gewesen, wie er es erwartet habe, und deshalb war für ihn auch das Endergebnis kein Grund für große Ausschläge in die eine oder andere Richtung. Ebenso sachlich fiel seine Einschätzung zur Spielleitung aus: „Die Schiedsrichterleistung ist für mich in Ordnung gewesen“, strittige Situationen wollte er keine hervorheben. Für Heidenreichstein bedeutet das 1:1 in Runde neun einen weiteren Punkt auf dem Konto, die Mannschaft liegt damit weiterhin im Vorderfeld der Tabelle und hält bei 14 Zählern. Rappottenstein bleibt mit 12 Punkten in Schlagdistanz. Vor allem aber bleibt von diesem Abend ein Spiel in Erinnerung, das eng, schnell und ausgeglichen war – und bei dem Simons Fazit am Ende wohl am besten passt: Für beide Seiten war dieses Remis unterm Strich stimmig.