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"Ab dem 3:1 war die Partie gegessen" – Groß-Siegharts fährt einen klaren 5:1-Heimsieg ein

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Groß-Siegharts
UFC Rastenfeld

In der 2. Klasse Waldviertel Zentral hat sich SV Groß-Siegharts am Samstag mit 5:1 gegen UFC Rastenfeld durchgesetzt. Früh schien vieles in Richtung der Gastgeber zu laufen, doch nach einer starken Anfangsphase kam der Gegner noch einmal auf. Obmann-Stellvertreter Erwin Hager machte danach vor allem das 3:1 als Schlüsselszene aus, weil seine Mannschaft von dort weg wieder klar das Kommando übernommen und den Sieg sicher ins Ziel gebracht habe.

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Starker Beginn, dann ließ Groß-Siegharts nach

Groß-Siegharts erwischte genau den Start, den man sich daheim wünscht. Bereits in der 3. Minute brachte Jiri Mica die Gastgeber mit 1:0 in Führung, dazu kam laut Hager eine Viertelstunde, in der sein Team klar mehr vom Spiel hatte. "Wir waren eigentlich vom Start weg die überlegene Mannschaft und haben gute Chancen herausgespielt", sagte er. Gerade deshalb fand er es schade, dass seine Mannschaft nach dem frühen Vorteil nicht auf demselben Niveau weitermachte. Hager schilderte es offen: "Wir haben dann aber das Level nicht mehr ganz halten können und haben uns gedanklich ein bisschen zurückgenommen." Genau diese Phase brachte Rastenfeld zurück in die Partie. Der Tabellenletzte wurde mutiger, kam zu Möglichkeiten und ließ erkennen, dass das Spiel mit dem 1:0 noch lange nicht entschieden war. "Da haben wir ein bisschen Glück gehabt", meinte Hager rückblickend und sprach sogar von "zwei, drei wirklich hundertprozentigen" Chancen für die Gäste. So blieb es trotz guter Anfangsphase der Heimelf zur Pause bei einem knappen 1:0.

Das 3:1 brachte die Entscheidung

Auch nach dem Seitenwechsel legte Groß-Siegharts zunächst wieder ordentlich los. In der 50. Minute erhöhte Florian Wais auf 2:0, doch die Antwort von Rastenfeld kam prompt. Nur zwei Minuten später verkürzte Adam Novak auf 2:1 und damit war die Partie wieder offen. Hager beschrieb diese Phase als "ein bisschen hin und her", weil seine Mannschaft nach dem Anschlusstreffer nicht sofort die völlige Ruhe fand. Umso wichtiger war dann das 3:1 durch Jiri Mica in der 66. Minute. Genau dort setzte der Funktionär den klaren Wendepunkt an: "Letztendlich war die Partie nach dem 3:1 eigentlich gegessen. Das 3:1 war der entscheidende Knackpunkt." Nur drei Minuten später legte Mica mit seinem dritten Treffer des Tages noch das 4:1 nach. Spätestens da war die Begegnung geklärt. Hager sagte dazu: "Ab dem 3:1 waren wir dann dominant und haben das ganz sicher fertig gespielt." Den Schlusspunkt setzte in der 90. Minute David Motl mit dem 5:1, das den klaren Endstand herstellte.

Wais als Antreiber, Rastenfeld vorne immer wieder unangenehm

Dass der Sieg am Ende deutlich ausfiel, führte Hager vor allem auf die geschlossene Mannschaftsleistung zurück. "Im Kollektiv war das die Stärke der ganzen Mannschaft", betonte er. Einen Spieler hob er aber ausdrücklich hervor: Florian Wais. Der Torschütze zum 2:0 war für Hager einer der entscheidenden Antreiber im Offensivspiel. "Florian kann man schon erwähnen. Der hat, glaube ich, drei Vorlagen gemacht", sagte er und stellte damit heraus, wie viel von den gefährlichen Aktionen über ihn lief. Gleichzeitig war der Gegner für Hager keineswegs so harmlos, wie es das Endergebnis vielleicht vermuten lässt. Vor allem bis zum 3:1 sah er Rastenfeld immer wieder gefährlich. "In der Offensive waren sie bis zum 3:1 immer gefährlich, dass sie in einem Konter oder durch eine Standardsituation ein Tor machen können", meinte er. Hinten wirkte Rastenfeld auf ihn dagegen anfälliger. Wenn Groß-Siegharts Druck aufbauen konnte, "hat man schon gesehen", dass die Gäste in der Defensive nicht die größte Sicherheit hatten. Auch die Leistung des Schiedsrichters ordnete Hager sachlich ein. "Grundsätzlich war die Schiedsrichterleistung in Ordnung. Es ist keiner bevorzugt oder benachteiligt worden", sagte er.

Klare Worte trotz 5:1: Konstanz bleibt das Thema

Trotz des klaren Heimsiegs wollte Hager die Leistung nicht nur durch die rosa Brille sehen. Ihn beschäftigt weiter, dass seine Mannschaft im Spiel immer wieder Phasen hat, in denen sie den Faden verliert. "Wir haben immer so Schwankungen drin, wo wir gute Phasen haben, dann aber wieder das Spiel ein bisschen aus der Hand geben", sagte er. Genau daran müsse man arbeiten, weil Groß-Siegharts mit mehr Konstanz über längere Strecken noch deutlich stabiler auftreten könne. Hager formulierte das sehr klar: "Dass wir über 90 Minuten oder über einen größeren Zeitraum des Spiels das Level halten können, das ist das Thema." Nach dem 5:1 steht fest, dass die Heimelf offensiv genug Qualität hat, um Spiele klar zu entscheiden, wenn sie am Drücker bleibt. Gleichzeitig zeigte diese Partie auch, warum Hager noch nicht restlos zufrieden ist. Der Sieg war deutlich, aber nicht über die gesamte Spielzeit völlig sorgenfrei. Mit den drei Punkten hält Groß-Siegharts nun bei elf Zählern, und wenn die angesprochenen Schwankungen kleiner werden, könnte dieser Auftritt trotzdem mehr sein als nur ein klarer Heimsieg gegen Rastenfeld.

2. Klasse Waldviertel Zentral: Groß-Siegharts : Rastenfeld - 5:1 (1:0)

  • 90
    David Motl 5:1
  • 69
    Jiri Mica 4:1
  • 66
    Jiri Mica 3:1
  • 52
    Adam Novak 2:1
  • 50
    Florian Wais 2:0
  • 3
    Jiri Mica 1:0