In der 2. Klasse Waldviertel Zentral musste sich der USV Windigsteig am Samstagabend bei SC Zwettl II mit 0:3 geschlagen geben. Nach einer druckvollen Anfangsphase der Gastgeber wurde die Partie zwar offener, am Ende setzte sich der Tabellenführer aber mit seiner spielerischen Qualität und zwei späten Treffern klar durch. Obmann Alexander Irschik nannte den Heimsieg verdient, auch wenn er „vielleicht um das eine Tor zu hoch“ ausfiel.

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Aus Sicht der Gäste war schnell zu sehen, wohin sich die erste Phase der Partie entwickeln würde. „Zwettl zwei begann sehr druckvoll“, sagte Alexander Irschik nach dem Spiel, und genau so stellte sich die Anfangsviertelstunde dar. Windigsteig wurde früh weit in die eigene Hälfte gedrängt und musste in den ersten fünfzehn bis zwanzig Minuten sehr tief stehen. Trotzdem blieb die Partie nicht einseitig. Je länger die erste Halbzeit dauerte, desto besser fanden die Gäste in das Spiel hinein. Irschik sprach davon, dass es „desto ausgeglichener“ geworden sei, und verwies auch auf die Möglichkeiten seiner Mannschaft. Ein Lattentreffer und ein Kopfball, der auf der Linie geklärt wurde, zeigten, dass Windigsteig in dieser Phase durchaus im Spiel war und selbst die Chance hatte, dem Abend eine andere Richtung zu geben.
Der erste Treffer fiel dann in einer Szene, über die nach dem Schlusspfiff noch gesprochen wurde. In der 35. Minute bekam Zwettl einen Handelfmeter zugesprochen, Bernhard Paukner verwandelte zum 1:0, und mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause. Irschik blieb bei der Einordnung der Situation bewusst vorsichtig. „Ich persönlich habe die Szene nicht wirklich gesehen“, sagte er, schob aber nach: „Bei Handspiel kann man immer diskutieren, ob es eines war oder keines.“ Nach dem Seitenwechsel blieb Zwettl laut seiner Einschätzung die spielbestimmende Mannschaft. „Da fehlte aber oft der letzte Pass“, meinte Irschik über die Gastgeber, zugleich konnte Windigsteig offensiv nicht mehr entscheidend zulegen. So blieb Zwettl am Drücker und machte die Partie in der Schlussphase endgültig zu. Jakob Seemann traf in der 80. Minute zum 2:0 und legte nur drei Minuten später das 3:0 nach. Damit war die Begegnung entschieden.
Dass die Niederlage aus Sicht der Gäste nicht nur am Ergebnis, sondern vor allem an der fehlenden Wirkung nach vorne festzumachen war, sprach Irschik klar an. „Bei uns hat die Durchschlagskraft nach vorne gefehlt und die wenigen Möglichkeiten, die wir gehabt haben, konnten wir nicht nutzen“, lautete sein zentrales Fazit. Dazu kam, dass er in Zwettl eine Mannschaft sah, die ihre Stärken genau dort ausspielte, wo Windigsteig nur schwer Zugriff bekam. „Zwettl ist eine spielstarke junge Mannschaft, die ihre spielerische Klasse wieder einmal gezeigt und uns so auch phasenweise tief in die eigene Hälfte gedrängt hat“, sagte der Windigsteiger Obmann. Auch die Leistung des Schiedsrichters wollte er nicht zum großen Thema machen. Abgesehen von der Elfmeterszene sei das „im Großen und Ganzen in Ordnung“ gewesen. Unterm Strich bleibt damit ein verdienter Heimsieg des Tabellenführers, der nach neun Runden bei 22 Punkten hält, während Windigsteig mit zwölf Zählern auf Rang Sieben bleibt.