In der 2. Klasse Wechsel blickt Jürgen Röcher, Trainer von Gloggnitz II, auf eine bislang wechselhafte Saison seines Teams. Nach elf Spielen und 15 Punkten steht die Mannschaft auf Platz acht – punktetechnisch im Rahmen der eigenen Erwartungen, denn der Fokus liegt klar auf Entwicklung. Der Trend ist deutlich: auswärts stark, daheim mit Luft nach oben. Röcher betont: „Spielerisch hat es sehr gut funktioniert. Auswärts läuft’s richtig gut, zu Hause müssen wir körperlich zulegen.“ Das 0:0 gegen SVSF Pottschach zum Abschluss der Hinrunde unterstrich die defensiv reifere Linie, auch wenn im letzten Drittel die Durchschlagskraft fehlte. Das jüngste Formbild – Siege gegen ATSV Puchberg und FC Mönichkirchen, Niederlagen gegen SC Neunkirchen und USC Krumbach – spiegelt den erwartbaren Schwankungsbereich eines jungen Teams wider, das sich über Wochen stabilisieren will.

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Die letzten Partien von Gloggnitz II verliefen abwechslungsreich: Auf einen überzeugenden Sieg gegen ATSV Puchberg folgte eine knappe Niederlage gegen SC Neunkirchen. Auch beim USC Krumbach musste sich das Team geschlagen geben, ehe ein wichtiger Auswärtsdreier beim FC Mönichkirchen gelang. Das 0:0-Unentschieden gegen SVSF Pottschach bestätigte anschließend die neue defensive Kompaktheit.
Damit hält Gloggnitz II Anschluss an das obere Mittelfeld der Tabelle. In der Entwicklung von jungen Spielern wie Tobias Hertner sieht Röcher den zentralen Schwerpunkt – weniger in kurzfristigen Ergebnissen. Röcher stellt klar: „Tabellenmäßig ist uns das ziemlich egal, wir wollen die Jungen weiterentwickeln.“
Besonders auffällig ist die Auswärtseffizienz der Mannschaft. Röcher lobt seine Spieler für Disziplin und Ruhe in fremden Stadien: „Spielerisch hat es sehr gut funktioniert. Auswärtsbilanz ist sehr, sehr gut, zu Hause nicht so.“ Diese offene Analyse führt die Richtung klar vor Augen. Der Trainer legt den Fokus auf körperliche Präsenz: „Unser Zweikampfverhalten, das uns teilweise zu Hause gefehlt hat, muss besser werden.“
Der nächste Entwicklungsschritt soll daher im mentalen Bereich und in der Zweikampfführung erfolgen, damit die Mannschaft auch daheim ihr Spiel konsequenter auf den Platz bringt.
Mit den Abgängen von Kenneth Hofer und einem weiteren Leistungsträger verlor Gloggnitz II zwei erfahrene Kräfte. Röcher bestätigt: „Zwei wichtige Spieler verloren, was uns in unserem Spiel sicher fehlen wird.“
Trotzdem richtet der Trainer den Blick nach vorn. Besonders betont er den Zusammenhalt innerhalb des Vereins und die enge Verbindung zur Kampfmannschaft: „Wir waren jetzt mit der KM 1 im Trainingslager. Der Zusammenhalt ist sehr groß.“ Das Betreuerteam sei unverändert und arbeite perfekt mit beiden Teams zusammen. Für Röcher ist klar: „Wichtigste ist Weiterentwicklung, junge Spieler spielen lassen, und im Herbst durchstarten.“ Damit macht er deutlich, dass das Projekt Gloggnitz II weniger von kurzfristigen Ergebnissen lebt als vom langfristigen Aufbau. Die gute Stimmung im Klub und die Integration der Nachwuchstalente lassen darauf schließen, dass die Richtung stimmt – und im nächsten Halbjahr eine stabile, spielerisch reife Mannschaft auf dem Platz stehen soll.