Nach dem Auftritt von FC St. Egyden/Steinfeld gegen SC Neunkirchen in der 2. Klasse Wechsel zog Trainer Erich Röcher eine nüchterne, aber optimistische Bilanz: zäher Beginn mit vielen gefährlichen Standards der Gäste, ab Minute 30 zunehmend Kontrolle, die Führung per Elfmeter – und erneut eine verlässliche Defensive. Geärgert hat ihn einzig das verpasste 2:0. Seine Analyse gab die Tonlage des Abends vor.

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Die ersten 30 bis 35 Minuten war Neunkirchen tonangebend, vor allem über zahlreiche gefährliche Standards – St. Egyden verteidigte sie jedoch aufmerksam. Ab etwa Minute 30 gewann der Gastgeber zusehends die Kontrolle. Die Konsequenz folgte kurz vor der Pause: In der 40. Minute traf Ronald Takacs per Elfmeter zum 1:0. In Minute 45 bot sich sogar die große Chance auf das 2:0, sie blieb ungenutzt – mit 1:0 ging es in die Kabinen. „Spätestens ab der zweiten Hälfte waren wir das bessere Team“, hielt Röcher fest.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte St. Egyden die Intensität, gewann mehr Zweikämpfe, schaltete schneller um und erspielte sich ein klares Chancenplus. Beim Ballbesitz sah Röcher über 90 Minuten ein 50:50, die klareren Möglichkeiten jedoch bei seiner Mannschaft: In Halbzeit zwei vergaben die Hausherren drei bis vier Hochkaräter aus dem Spiel heraus. Neunkirchen blieb vor allem über ruhende Bälle gefährlich; aus dem Spiel heraus fehlte den Gästen die hundertprozentige Chance. Dass der Deckel nicht früher drauf war, ärgerte den Coach – einzig das verpasste 2:0 trübte den Auftritt. In der Mentalität sah er sein Team im Vorteil: Man habe es ein Stück weit mehr gewollt und deshalb verdient gewonnen.
Besonders zufrieden zeigte sich Röcher mit der Arbeit gegen den Ball: Defensiv sei man sehr stabil gewesen, die taktischen Vorgaben seien eins zu eins umgesetzt worden – zwei Spiele in Folge ohne Gegentor unterstreichen das. Die erste halbe Stunde monierte er das Zweikampfverhalten; danach stand die Defensive sicher. Auch die Torhüter auf beiden Seiten überzeugten mit starken Paraden und trugen ihren Teil dazu bei, dass die Null stand.
Für die nächsten Aufgaben ist die Marschroute klar: hinten weiter so stabil, vorne die Effizienz schärfen. Der Blick richtet sich bereits auf das angekündigte Bonusspiel – eine lange Siegesserie des kommenden Gegners soll, wenn möglich, gestoppt werden. Sein Fazit: „Über 90 Minuten betrachtet, waren wir der verdiente Sieger.“