Nach dem Duell von Gloggnitz II beim ASK Ternitz in der 2. Klasse Wechsel ordnete Trainer Jürgen Röcher die Lage schonungslos ein: selbstkritisch im Ton, zugleich überzeugt, dass der 3:2-Sieg verdient war. Er beschrieb eine schwache erste Hälfte, lobte den späten Umschwung und stellte dem Doppeltorschützen von der Bank ein Sonderlob aus. Platz und Atmosphäre fanden Anerkennung, die eigene Darbietung jedoch nur bedingt – ein Mix aus Erleichterung, Mahnung und klarer Kante.

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„In der ersten Halbzeit waren wir nicht vorhanden“, bilanzierte Röcher. Die Gastgeber setzten früh ein Zeichen: In der 19. Minute traf Ahmetcan Karahasan zum 0:1, zur Pause stand es 0:1. Zudem ließen die Hausherren vor der Halbzeit einen weiteren Strafstoß ungenützt – das hielt Gloggnitz II im Spiel und öffnete später die Tür fürs Comeback.
Auf die Bedeutung ruhender Bälle angesprochen, fiel sein Fazit knapp aus: Standards seien „heute nicht gefährlich“ gewesen – abgesehen von den Elfmetern der Gastgeber, einmal verwandelt, einmal vergeben. Auch zu Rahmenbedingungen und eigener Leistung wurde Röcher deutlich: Die Platzverhältnisse waren sehr gut, die Zuschauerzahl in Ordnung, „unser Spiel war nicht gut“. Trotz der späten Wende blieb er streng: ein verdienter Sieg, aber kein überzeugender Auftritt.
Nach Wiederanpfiff schien die Partie zunächst in eine klare Richtung zu laufen: In der 74. Minute erhöhte Fatlum Laiq auf 0:2. Doch dann kippte die Dynamik komplett. Gloggnitz II schlug in den letzten 15 Minuten mit Wucht zurück: Redon Raci verkürzte in der 81. Minute auf 1:2 und glich nur zwei Minuten später, in der 83. Minute, zum 2:2 aus. In der 90. Minute vollendete Lukas Grgic die Aufholjagd zum 3:2. Als prägenden Impuls hob Röcher den eingewechselten Doppeltorschützen Raci hervor: Er habe „den Umschwung gebracht“. Sein Ausblick bleibt mahnend und klar: „Wenn wir so spielen, werden wir nicht viele Spiele gewinnen.“