In der 2. Klasse Wechsel musste sich SVSF Pottschach daheim Union Natschbach-L. mit 0:2 geschlagen geben. Die Gäste stellten früh die Weichen: Krisztian Horvath traf in Minute 9, Philipp Grawatsch erhöhte in der 17. Auf dem 0:2-Pausenstand blieb es bis zum Schluss. Für Sportchef Leopold Weissenböck war der Auswärtssieg verdient – dank kompakter Arbeit gegen den Ball und einer klaren Antwort auf die Niederlage der Vorwoche.

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Beide Teams starteten flott, doch Natschbach-L. war sofort da. "Nach gut einer Viertelstunde waren wir 2:0 vorne", beschrieb Leopold Weissenböck die starke Anfangsphase. Den Anfang machte Krisztian Horvath, der nach rund neun Minuten auf 0:1 stellte. Nur wenige Minuten später legte Philipp Grawatsch das 0:2 nach – ein Doppelschlag, der der Mannschaft spürbar Sicherheit gab. "Man hat uns in den ersten Minuten die Unsicherheit aus der Vorwoche noch angemerkt. Das 1:0 war sehr wichtig, und dass wir gleich danach das 2:0 machen, hat uns viel Sicherheit gegeben", so der Sportliche Leiter. Pottschach versuchte danach zwar, mehr Druck zu machen, kam laut Weissenböck aber über die gesamte Spielzeit nur zu "zwei Torchancen". Natschbach-L. kontrollierte vor allem ohne Ball weite Strecken und ging mit dem 0:2 in die Pause. Nach dem Seitenwechsel ließen die Gäste hinten wenig zu und brachten den Vorsprung routiniert über die Zeit.
Der Schlüssel lag für Natschbach-L. im kollektiv starken Verteidigen. "Es haben immer elf Leute aktiv gegen den Ball gearbeitet und sehr brav und aggressiv verteidigt", betonte Weissenböck. Die Gäste standen kompakt, arbeiteten konsequent in den Duellen und hielten Pottschach weitgehend von gefährlichen Zonen fern – genau auf dieses Gesicht setzten sie an diesem Nachmittag. Ein Sonderlob bekam Niklas Rath, den der Sportchef ausdrücklich hervorhob: "Niklas war für sein Alter aus meiner Sicht wahrscheinlich der beste Spieler am Platz." Solche Auftritte geben Rückenwind und unterstreichen den Plan, über Stabilität Ergebnisse zu holen. Auch der Blick auf die Tabelle zeigt es: Nach 18 Runden hält Pottschach bei 29 Punkten auf Rang fünf, Natschbach-L. steht mit 26 Zählern auf Platz sieben – der Dreier bringt die Gäste wieder dichter heran.
Trotz des Sieges blieb Weissenböck selbstkritisch. "Unser Spiel mit dem Ball ist nicht so flüssig wie im Herbst. Wir verteidigen brav und aggressiv, aber im Ballbesitz machen wir viele Fehler und spielen zu oft hohe Bälle", sagte er und nannte damit klar die Baustellen für die kommenden Einheiten. Auch zum Gegner und zur Leitung äußerte er sich: "Pottschach hat, glaube ich, gerade in der Defensive einige Ausfälle gehabt." Zur Schiedsrichterleistung meinte er: "War in Ordnung, manchmal ein bisschen kleinlich in den Kopfballduellen, aber nichts Entscheidendes." Der Fokus geht nun auf Stabilität: "Es geht jetzt darum, wieder Stabilität hineinzubekommen. Nächste Woche ist spielfrei, und in zwei Wochen wollen wir dem heimischen Publikum gegen Kirchberg wieder einmal eine Leistung zeigen wie auswärts."