In der 2. Klasse Wechsel feierte der USV Raika Kirchberg am Wechsel gegen den USC Hochneukirchen einen 3:2-Heimsieg, der bis zur letzten Minute offen blieb. Trainer Karl Rupprecht sprach von einem kampfbetonten Spiel und sagte: "Wir waren heute die siegeswilligere Mannschaft." Seine Elf führte zur Pause, legte unmittelbar nach dem Wiederanpfiff nach und verteidigte den Vorsprung gegen einen offensivstarken Gegner mit viel Einsatz und konsequent vorgetragenen Aktionen über die Flügel. Am Ende standen drei Punkte und viele zufriedene Gesichter am Kirchberger Sportplatz.

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Aus Kirchberger Sicht begann es abtastend. Karl Rupprecht ordnete die ersten Minuten so ein: "Die erste Viertelstunde war ausgeglichen." Danach sah er die Gäste aktiver: "Nach 15, 20 Minuten hat Hochneukirchen die Initiative übernommen und war offensiv die bessere Mannschaft." Trotzdem traf die Heimelf zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt. Benedikt Kronaus stellte in Minute 42 auf 1:0, "vielleicht ein bisschen glücklich", wie Rupprecht offen zugab. Mit diesem knappen Vorsprung ging es in die Pause. Gleich nach dem Wiederanpfiff legte Kirchberg nach: Laszlo Balogh erhöhte in der 46. Minute auf 2:0. Für den Trainer war das der Schlüssel: "Der wichtigste Moment war gleich nach der Halbzeit, das 2:0 – da haben wir gemerkt, da geht etwas. Das war ein Ruck für die Mannschaft." Hochneukirchen antwortete jedoch umgehend: Zsolt Csaba Hegyesi verkürzte nur eine Minute später auf 2:1 (47.) – die Partie blieb damit völlig offen.
In der Folge entwickelte sich genau das, was Rupprecht beschrieb: "Dann war es wieder spannend, hin und her, mit vielen Chancen auf der rechten und linken Seite." Kirchberg suchte immer wieder die Flügel und setzte auf schnelles Umschalten. "Wir waren vom Konter her über rechts und links sehr aktiv, konnten uns freispielen und haben wunderschöne Tore herausgespielt", erklärte der Coach. Der Plan trug erneut Früchte, als Laszlo Balogh in Minute 76 seinen Doppelpack schnürte und auf 3:1 stellte. Doch auch darauf kam die Antwort der Gäste postwendend: Tamas Baliko traf in der 77. Minute zum 3:2. Bis zum Schluss blieb es ein offener Schlagabtausch, ohne dass noch ein Treffer fiel. Rupprecht fasste es treffend zusammen: "Bis zur letzten Minute ein spannendes, kampfbetontes und abwechslungsreiches Spiel." Ein Zusatz, der in brisanten Phasen nicht selbstverständlich ist: "Der Schiedsrichter hat sehr gut gepfiffen."
In seiner Analyse hob der Kirchberger Trainer zwei Punkte heraus: den Einsatz seiner Mannschaft und die Qualität des Gegners. "Wir waren heute die kampfbetontere und vielleicht um den Tick siegeswilligere Mannschaft als Hochneukirchen", sagte Rupprecht, schob aber sofort hinterher: "Am Ende war es sicherlich das Quäntchen Glück, das wir gehabt haben." Für die Gäste fand er klare Anerkennung: "Hochneukirchen ist offensiv eine sehr starke Mannschaft mit guten Einzelspielern und hat im Frühjahr viele Punkte geholt." Das unterstreicht auch die Tabelle, in der die Gäste auf Rang drei geführt werden, während Kirchberg bei 23 Punkten hält. Gleichzeitig schwang Stolz mit: "Wir sind im Moment die beste Frühjahrsmannschaft, das haben wir so nicht erwartet – und das freut uns." Diesen Schwung will Kirchberg nun mitnehmen: weiter kompakt verteidigen, über die Flügel Tempo aufnehmen und sich für harte Arbeit belohnen.