In der 2. Klasse Wechsel feierte die Union Natschbach-L. auswärts beim ASK Ternitz einen 3:1-Erfolg. Krisztian Horvath traf doppelt, Philipp Grawatsch legte nach, Enis Tahiraj betrieb spät Ergebniskosmetik. Sportchef Leopold Weissenböck sprach nach dem Pflichtsieg von klarer individueller Überlegenheit, sah aber auch Phasen der Leichtfertigkeit. Ternitz kämpfte diszipliniert und fair, blieb jedoch ersatzgeschwächt ohne Punkte. Für Natschbach-L. sind es drei Zähler, die in der engen Verfolgergruppe wichtig bleiben.

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Natschbach-L. rechnete mit viel Ballbesitz gegen einen tiefen Ternitzer Block und bekam genau dieses Spiel. „Wir haben erwartet, dass wir viel Ballbesitz haben und gegen einen tiefen Block spielen müssen. Die ersten zehn, fünfzehn Minuten haben gut ausgeschaut, bis zum 1:0“, sagte Leopold Weissenböck. Nach einem sauber vorgetragenen Angriff über rechts stellte Krisztian Horvath in Minute 18 auf 0:1. Danach, so der Sportchef, ließ seine Elf etwas nach: „Dann ist ein bisschen Leichtfertigkeit reingekommen, dadurch hatte Ternitz zwei Chancen auf den Ausgleich.“ Die Hausherren hielten mit Kampf dagegen und meldeten sich vor der Pause sogar mit einem Stangenschuss. Dennoch ging es mit 0:1 in die Kabinen – ein Ergebnis, das den Verlauf bis dahin gut traf.
Nach dem Seitenwechsel setzten die Gäste den nächsten Stich. In der 53. Minute köpfte Philipp Grawatsch nach einer Standardsituation zum 0:2 ein. „Das 2:0 kam nach einer Standardsituation auf die erste Stange, per Kopf. Mit dem 2:0 war die Partie entschieden. Es war ein Pflichtsieg, aber nicht mehr“, ordnete Weissenböck nüchtern ein. Dass es am Ende klar wurde, führte er deutlich auf die Klasse seiner Truppe zurück: „Der Unterschied war heute die individuelle Qualität. Auf gewissen Positionen hatten wir mehr Klasse, das hat sich im Ergebnis gezeigt.“ Gleichzeitig blieb er selbstkritisch: „Es war keine berauschende, sondern eher eine durchschnittliche Leistung. Spieler wie Dominik Kugler haben ihre Sache gut gemacht, aber einige waren nicht am Leistungslimit. Am Ende zählen die drei Punkte.“
In der Schlussphase legte Natschbach-L. nach und machte endgültig den Deckel drauf: Krisztian Horvath traf in der 85. Minute zum 0:3 und schnürte damit den Doppelpack. Erst in der Nachspielzeit konnte Enis Tahiraj für Ternitz auf 1:3 stellen. Weissenböck hatte trotz des Ergebnisses Worte des Respekts für den Gegner übrig: „Ternitz ist seit Wochen ersatzgeschwächt. Sie haben diszipliniert und mit Herz verteidigt, sehr fair gespielt, und vor der Pause sogar einen Stangenschuss.“ Zum Rahmen passte auch der Auftritt der Unparteiischen: „Es war eine sehr unaufgeregte Partie, kaum strittige Szenen. Das Schiedsrichterteam war unauffällig.“ In der Tabelle hält Natschbach-L. bei 32 Punkten und rangiert auf Platz vier, Ternitz bleibt mit 11 Zählern Zwölfter.