In der 2. Klasse Wechsel unterlag Gloggnitz II auswärts beim USC Krumbach mit 0:3. Die Hausherren stellten kurz vor dem Pausenpfiff durch Fabian Wedl auf 1:0, nach der Stunde sorgten Lukas Hinterleitner und Balazs Petro mit einem schnellen Doppelschlag für klare Verhältnisse. Gloggnitz-Trainer Jürgen Röcher sprach trotz der Niederlage von einer guten Leistung seiner Mannschaft, haderte aber mit der Chancenverwertung – und mit mehreren Entscheidungen des Schiedsrichters, die aus seiner Sicht spielentscheidend waren.

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Der Auftakt passte aus Gloggnitzer Sicht eigentlich: Die Gäste fanden laut Trainer Jürgen Röcher früh gute Möglichkeiten vor, ließen aber den ersten Treffer liegen. „Wir haben eigentlich eine sehr gute Partie gespielt, leider sehr viele Chancen vergeben“, ordnete der Coach ein. Krumbach setzte kurz vor dem Pausenpfiff den ersten Stich: In der Nachspielzeit der ersten Hälfte traf Fabian Wedl zum 1:0 und gab dem Spiel eine klare Richtung. Nach dem Seitenwechsel suchte Gloggnitz den Ausgleich, wurde aber eiskalt erwischt: Innerhalb einer Minute erhöhten die Gastgeber – zuerst durch Lukas Hinterleitner zum 2:0, direkt danach durch Balazs Petro zum 3:0. Röcher ärgerte sich speziell über das 2:0, das seiner Wahrnehmung nach „nach einem Out-Einwurf, der eigentlich für uns war“, fiel – der Doppelschlag nahm seiner Mannschaft den Mut.
Röcher machte die eigene Effizienz zum Hauptthema. „Die Chancenauswertung hat uns heute eindeutig gefehlt“, sagte er und wurde konkret: „Bei 0:0 hatten wir zwei Hundertprozentige, bei 1:0 schießen wir zweimal an die Stange, und selbst bei 2:0 haben wir noch Chancen.“ Aus seiner Sicht stimmte viel vom Auftritt, nur der letzte Schritt fehlte. Den Unterschied sah er in der Box: „Der Gegner war sehr kampfbetont und vorm Tor sehr, sehr effizient.“ Während Krumbach durch Fabian Wedl, Lukas Hinterleitner und Balazs Petro seine Möglichkeiten nutzte, blieb Gloggnitz ohne Tor – und stand am Ende trotz vieler investierter Meter mit leeren Händen da. „Wir hätten uns den Ausgleich verdient“, hielt der Trainer fest, „wir haben uns lange nicht belohnt.“
Neben den ausgelassenen Chancen benannte Röcher die Schiedsrichterleistung als zweiten Knackpunkt – klar als seine Sichtweise formuliert. „Die gelb-rote Karte war sehr übertrieben, das hätte es nicht geben dürfen“, erklärte er. Zudem monierte er, beim 2:0 sei ein Einwurf fälschlich gegen sein Team entschieden worden: „Beim 2:0 war der Out-Einwurf für uns, den hat er gegen uns gegeben.“ Auch eine mögliche persönliche Konsequenz auf der Gegenseite sprach er an: „Für den Gegner hat er keine gelb-rote Karte gegeben.“ Sein Gesamtfazit zur Leitung fiel hart aus: „Der Schiedsrichter war heute sehr, sehr schlecht.“ Trotz der Kritik blieb Röcher im Ton bei der Sache und betonte, dass seine Mannschaft auch in Unterzahl „nicht schlechter war als der Gegner“ und bis zum Schluss viel gelaufen und gekämpft habe.
In der Tabelle nach Runde 20 hält der USC Krumbach nun bei 32 Punkten und rangiert im Verfolgerfeld, Gloggnitz II steht mit 26 Zählern auf Platz neun. Das 0:3 ändert an Röchers Grundstimmung wenig: „Ich bin zufrieden mit meiner Mannschaft. Die letzten zwei Partien haben wir nicht schlecht gespielt, null Punkte, aber es wird auch wieder besser werden“, sagte er. Der Trainer will das Positive mitnehmen – den hohen Aufwand, die vielen erarbeiteten Möglichkeiten, den Einsatz auch zu zehnt – und an der Effektivität arbeiten. „Ich bin mir sicher, dass wir diese Woche gewinnen werden“, kündigte Röcher an.