Im Duell der 2. Klasse Wechsel trennten sich die Union Natschbach-L. und der USC Hochneukirchen mit 0:0. Es war eine enge Partie mit wenigen klaren Möglichkeiten auf beiden Seiten. Natschbach-L. hatte viel Ballbesitz, brachte aber zu wenig Durchschlag in die letzte Zone. Sportchef Leopold Weissenböck ordnete nüchtern ein: „Wir waren offensiv heute nicht zwingend genug.“ Unterm Strich sprach er von einem verdienten Remis: „Das 0:0 geht in Ordnung.“

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Natschbach-L. startete kontrolliert und suchte den Weg über ruhigen Aufbau. Die erste richtig heiße Szene sah Weissenböck nach knapp zehn Minuten bei den Gästen: „Ein Pass in den Rückraum, die Nummer zehn, Schröder, schießt drüber.“ Fast im Gegenzug, nur wenig später, bot sich die große Gelegenheit für die Hausherren: Daniel Schwarz tauchte rechts auf und zielte am langen Eck vorbei. Danach blieb die Begegnung offen, aber arm an klaren Abschlüssen. Viele Zweikämpfe, viel Spiel im Mittelfeld – zur Pause stand es folgerichtig 0:0. Auch nach dem Seitenwechsel hatte Natschbach-L. über weite Strecken mehr vom Spiel und einige Standards. Doch die klaren Gelegenheiten fehlten. „Ab der dreißigsten Minute war eigentlich klar, dass ein 1:0 oder 0:1 die Partie entscheiden würde. Es ist auf beiden Seiten nicht gefallen“, sagte Weissenböck und fasste zusammen: „Von dem her geht das 0:0 in Ordnung.“
In seiner Analyse hob der Sportliche Leiter die defensive Basis hervor: „Wenn man so spielt, dann das Spiel gegen den Ball. Das war brav.“ Auch der Aufbau gefiel ihm: „Über die Sechs und Acht war das sehr in Ordnung.“ Was fehlte, war die letzte Konsequenz: „Wir waren offensiv einfach nicht zwingend genug, haben uns zu wenig Chancen herausgespielt und hätten uns damit auch keine drei Punkte verdient.“ Obwohl Natschbach-L. mehr Ballbesitz, Kontrolle und Standards hatte, ordnete Weissenböck fair ein: „Wenn man über hundertprozentige Chancen redet, hat Hochneukirchen wahrscheinlich ein, zwei mehr gehabt.“ Den Gegner lobte er ausdrücklich: „Nach dem Debakel der Vorwoche war das eine super Reaktion – kampfstark, defensiv richtig gut. Ein schwer zu bespielender Gegner, der sich den Punkt verdient hat.“
Von großen Diskussionen blieb die Partie verschont. „Unaufgeregte Schiedsrichterleistung“, so Weissenböck, der zwei Situationen dennoch ansprach. Rund um die 60. Minute sah er eine Schlüsselszene: „Unser Spieler legt den Ball am Tormann vorbei und wird dann gefoult. Für mich war das eigentlich eine klare Verhinderung einer Torchance, der Schiedsrichter hat aber nur Gelb gezeigt.“ Später sprach Weissenböck noch eine Szene an, in der es gegen Hochneukirchen Gelb-Rot gab – auch hier blieb der Sportchef bei seiner Linie der Fairness: „Dem ist eine relativ klare Abseitsstellung unseres Spielers vorangegangen. Damit war die Gelb-Rote eigentlich nicht hundertprozentig korrekt.“ Sein Gesamtfazit zum Referee fiel dennoch positiv aus: „Abseits dieser zwei Aktionen war es souverän geleitet.“
Mit dem 0:0 bleibt das Feld in der vorderen Tabellenhälfte eng: Hochneukirchen hält nach 21 Runden bei 35 Punkten auf Platz vier, Natschbach-L. folgt knapp dahinter mit 33 Zählern auf Rang fünf. Für Weissenböck liegt der nächste Arbeitspunkt klar auf der Hand: „Wir müssen im letzten Drittel konkreter werden und aus dem Ballbesitz mehr machen.“ Übers Sportliche hinaus bewegte den Klub eine bittere Personalnachricht: „Unser Jungstar Niklas Rath hat sich gestern wohl eine sehr schwere Knieverletzung zugezogen. Der Bursche hat sich seit der Wintervorbereitung in die Mannschaft reingearbeitet, war mit 15 Jahren ein Faktor. Das tut uns weh – wir wünschen ihm von Herzen alles Gute.“ Der Blick geht dennoch nach vorne: Kompakt bleiben, im Angriff zulegen – dann werden die nächsten Punkte wieder kommen.