Ein starker Auftritt, drei Punkte und viele Themen: In der 2. Klasse Wechsel setzte sich der USV Raika Kirchberg am Wechsel mit 4:2 gegen den ATSV Puchberg durch. Kirchberg führte zur Pause 3:1, überstand nach Seitenwechsel auch eine Rote gegen Kapitän Karl Apfl und brachte den Sieg trocken heim. Trainer Karl Rupprecht sprach von einem dominanten Auftritt „ab der ersten Minute“ – und haderte trotz vier Treffern: „Wir hätten das noch klarer machen müssen.“

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Kirchberg erwischte einen Traumstart. Schon in Minute 2 stellte Laszlo Balogh auf 1:0, genau so, wie es Coach Karl Rupprecht sehen wollte: aktiv, mutig, mit klarer Idee. „Wir haben von Anfang an die Initiative übernommen und sind verdient in Führung gegangen“, erklärte er. Puchberg kam in der 16. Minute durch Ferenc Grimm zum 1:1 zurück. Aus Rupprechts Sicht geschah das vom Punkt und zu Unrecht: „Der erste Elfmeter war sicher keiner, nicht einmal im Ansatz.“ Die Ausgleichsphase dauerte aber nicht lange. „Ab der fünfzehnten Minute haben wir das Kommando wieder übernommen“, so der Trainer. Der Lohn folgte spät in Halbzeit eins: Florian Fahrner traf in der 38. und 40. Minute nach „hervorragenden Kombinationen“, wie Rupprecht betonte. „Da hat man gesehen, dass die Mannschaft heute gut drauf ist.“ Mit dem 3:1 zur Pause hatte Kirchberg das Spiel klar im Griff.
Gleich nach Wiederbeginn dann die Schrecksekunde: In Minute 50 sah Kapitän Karl Apfl Rot. Ein Moment, der andere Teams ins Wanken bringen könnte – Kirchberg aber blieb stabil. „Wir haben unser Spiel weiter verfolgt, waren die klar dominierende Mannschaft“, sagte Rupprecht. Das untermauerte die Heimelf prompt: In der 58. Minute erhöhte Krisztian Geresi auf 4:1 und stellte die Weichen endgültig. Puchberg meldete sich in Minute 69 durch Donat Peter Ferenczy, laut Rupprecht erneut per Elfmeter, noch einmal zum 4:2, mehr ließ Kirchberg jedoch nicht zu. In der 77. Minute dezimierte sich Puchberg selbst durch Rot für Jakob Ostermann, die Schlussphase blieb ohne Zittern. Rupprecht hob besonders die spielerische Linie hervor: „Unsere größte Stärke war heute das Kombinationsspiel. Vom Mittelfeld bis in den Angriff waren wir so dominant, dass wir uns sehr viele Chancen herausgespielt haben.“ Dass Kirchberg gleich viermal nur die Stange traf, passte für ihn ins Bild: „Das zeigt unsere Dominanz, aber wir müssen daraus mehr machen.“
In seiner Einordnung blieb Karl Rupprecht deutlich: „Das ist heute von der ersten Minute an in unsere Richtung gekippt.“ Entscheidend waren für ihn die Momente vor der Pause: „Das 2:1 und 3:1 nach tollen Kombinationen haben gezeigt, wie aktiv wir sind. Da war klar, dass wir das für uns entscheiden werden.“ Trotz der Überlegenheit fand der Coach einen Ansatzpunkt: „Mehr Tore schießen. Wenn man so dominiert, viermal an die Stange trifft und noch Chancen hat, muss man höher gewinnen als 4:2.“ Den Gegner beschrieb er fair: „Sehr engagiert und nicht unfair. Sie haben versucht, Fußball zu spielen und sind immer wieder drangeblieben.“ Die Schiedsrichterleistung bewertete er nüchtern als „überschaubar“, den ersten Strafstoß nannte er „sicher keinen“. Extra-Lob gab es für Doppelpacker Florian Fahrner: „Er war heute einer der ganz starken Spieler, für mich der Beste am Platz.“ Und auch das große Ganze passt: „Die Stimmung ist sehr gut. Wir haben im Frühjahr 21 Punkte geholt – das ist ein Topwert.“ Nach so einem Auftritt will Kirchberg die Linie halten: dominant auftreten, Chancen besser nützen und den Schlussspurt im Frühjahr mit derselben Klarheit zu Ende spielen.