Spielberichte

„Jungs haben ein ganzes Dorf happy gemacht“ – Natschbach-L. holt sich das Derby in Neunkirchen

SC Neunkirchen
Natschbach-L.

In der 2. Klasse Wechsel hat die Union Natschbach-L. das letzte Saisonspiel beim SC Neunkirchen klar mit 5:1 gewonnen. Nach dem 3:1 zur Pause legten die Gäste noch zwei Treffer nach, Krisztian Horvath schnürte dabei sogar einen Fünferpack. Sportlicher Leiter Leopold Weissenböck sprach danach von einer vom Anpfiff weg dominanten Vorstellung und von einer Mannschaft, die dieses Derby mit aller Macht gewinnen wollte.

Fußball liegt neben dem Spielfeld

Foto von Duc Van auf Unsplash

Horvath drückt dem Derby früh den Stempel auf

Der Spielverlauf passte am Ende sehr genau zu dem Bild, das Weissenböck nach dem Schlusspfiff zeichnete. Natschbach-L. ging in der 10. Minute durch Krisztian Horvath mit 1:0 in Führung, musste aber nur drei Minuten später den Ausgleich durch Tahsin Selik hinnehmen. Viel verändert hat dieser Treffer aus Sicht der Gäste dennoch nicht. Horvath stellte in der 19. Minute auf 2:1, und als er in der Nachspielzeit der ersten Hälfte auch noch das 3:1 nachlegte, war die Partie schon klar in Richtung der Auswärtsmannschaft gekippt. Nach dem Seitenwechsel ging es im selben Ton weiter: Horvath traf in der 54. Minute zum 4:1 und setzte in der 85. Minute auch den Schlusspunkt zum 5:1. Weissenböck brachte es danach knapp, aber deutlich auf den Punkt: „Es war von der ersten Minute weg eine absolut dominante Leistung unserer Mannschaft, die das Spiel über 90 Minuten im Griff gehabt hat.“

Geschlossenheit statt eines einzelnen Wendepunkts

Bemerkenswert war dabei vor allem, dass der sportliche Leiter den Sieg ausdrücklich nicht an einem einzelnen Moment festmachen wollte. Gerade nach so einem klaren Derbyerfolg wäre es naheliegend gewesen, einen frühen Treffer oder die Phase vor der Pause herauszustreichen. Weissenböck sah den entscheidenden Unterschied aber viel grundsätzlicher. „Da hat es keinen Schlüsselmoment gebraucht“, sagte er, und schob sofort nach: „Man hat ab der ersten Minute das Gefühl gehabt, dass da eine Mannschaft am Platz steht, die das Spiel mit aller Macht gewinnen will.“ Genau dieses Gesamtbild gefiel ihm. Er sprach von einer geschlossenen Mannschaftsleistung, von großem Willen und davon, dass seine Elf nicht nur kämpferisch voll da gewesen sei, sondern auch fußballerisch überzeugt habe. Ein besonderes Lob gab es außerdem für Kilian Staudinger, der diesmal den verhinderten Trainer vertreten hat. Weissenböck meinte dazu: „Für ein Derby im letzten Spiel der Saison haben die Jungs das richtige Mindset gefunden. Kilian Staudinger hat die Mannschaft richtig gut eingestimmt.“

Über außen immer wieder gefährlich, Saisonabschluss mit Ausrufezeichen

Auch in der Erklärung, wie die Tore zustande kamen, blieb Weissenböck konkret, ohne das Ganze auf einen Zufallstreffer oder eine Einzelaktion zu reduzieren. Er schilderte, dass Natschbach-L. immer wieder über die Außenbahnen durchkam und dann mit Flankenpässen gefährlich wurde. Mehrere Tore seien nach diesem Muster entstanden, dazu habe seine Mannschaft auch Lösungen durchs Zentrum gefunden. Das passt zu einem Auftritt, den er als „sehr, sehr dominant“ beschrieben hat. Den Gegner wollte Weissenböck dagegen bewusst nicht bewerten. Er meinte nur, dass das nicht an ihm sei und Neunkirchen das selbst einordnen müsse. Weil die Partie aus seiner Sicht insgesamt recht klar verlief, gab es auch rund um die Spielleitung wenig Aufregung. „Es war eine sehr unaufgeregte Partie, weil es auch eine relativ klare Partie war“, sagte er. Für Natschbach-L. war dieser 5:1-Erfolg damit mehr als nur ein gelungener Saisonabschluss. Der Klub beendet die Meisterschaft auf Rang vier, und Weissenböck hob vor allem eines hervor: „Für einen kleinen Verein wie Natschbach-L. ist es alles andere als gewöhnlich, dass man beide Derbys der Saison gewinnt. Darüber sind wir natürlich sehr, sehr happy.“

2. Klasse Wechsel: Neunkirchen : Natschbach-L. - 1:5 (1:3)

  • 85
    Krisztian Horvath 1:5
  • 54
    Krisztian Horvath 1:4
  • 47
    Krisztian Horvath 1:3
  • 19
    Krisztian Horvath 1:2
  • 13
    Tahsin Selik 1:1
  • 10
    Krisztian Horvath 0:1