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"Die rote Karte und der Elfmeter waren der Knackpunkt" – Gloggnitz II hadert nach 2:6 in Pottschach

SVSF Pottschach
Gloggnitz II

In der 2. Klasse Wechsel hat SVSF Pottschach gegen Gloggnitz II mit 6:2 gewonnen. Aus Sicht von Co-Trainer Christian Weninger fiel die Vorentscheidung in der 60. Minute, als auf die Rote Karte gegen Kenan Hodzic auch noch das 0:3 folgte.

Zwei Fußballspieler im Kampf um den Ball

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Früher Nackenschlag und eine verpasste Antwort vor der Pause

Für die Gäste begann die Partie denkbar schlecht. Bereits in der 2. Minute brachte Görkem Orhan Pottschach mit 1:0 in Führung, und genau dieser Start setzte Gloggnitz II sofort unter Druck. Weninger sagte nach dem Spiel: "Die erste Halbzeit hat für uns denkbar ungünstig begonnen. Wir haben in der zweiten Minute das 0:1 bekommen." Ganz auseinander fiel seine Mannschaft danach aber nicht. Der Co-Trainer sah vielmehr eine Phase, in der sich Gloggnitz II wieder fing und selbst Möglichkeiten vorfand. "Wir hatten im Laufe der ersten Halbzeit zwei Chancen, in denen wir Tore schießen müssen. Da hat die Torausbeute leider nicht gut funktioniert", meinte Weninger. Statt eines möglichen Ausgleichs fiel kurz vor der Pause noch das 2:0, als Csanad Benedek Horvath in der 45. Minute für die Hausherren traf. Für Gloggnitz II war das ein bitterer Zeitpunkt, weil die Mannschaft laut Weninger bis dahin "relativ gut wieder ins Spiel gekommen" war.

Die Szene der Partie aus Sicht der Gäste

Nach dem Seitenwechsel sah Weninger seine Mannschaft zunächst wieder ordentlich im Spiel. "Nach der Pause haben wir die ersten zehn Minuten gut ins Spiel gefunden", sagte er, ehe die Partie aus seiner Sicht mit einer einzigen Szene klar in eine Richtung kippte. In der 60. Minute sah Kenan Hodzic die Rote Karte, unmittelbar danach stellte Norbert Imre Kokenszky auf 3:0. Für Weninger war genau das der entscheidende Moment: "Die rote Karte und der Elfmeter waren der Knackpunkt." Seine Sicht auf die Szene war dabei deutlich. "Aus meiner Sicht war das ein harter Elfmeter und eine harte rote Karte. Das ist eine Doppelbestrafung, aber der Schiedsrichter hat es so gemacht und da kann man nichts ändern", sagte der Co-Trainer. Er schilderte einen Zweikampf, bei dem Innenverteidiger und Stürmer zu Boden gingen. Danach war für Gloggnitz II mit einem Mann weniger die Ausgangslage noch schwieriger.

Pottschach nutzt die Überzahl, Gloggnitz II bleibt trotzdem bis zum Ende dran

Mit der Führung im Rücken und einem Spieler mehr hatte Pottschach die Partie danach im Griff. Weninger sagte selbst, dass der Gegner "mit einem Mann mehr feldüberlegen" gewesen sei, und auf dem Spielbericht schlug sich das auch nieder. In der 67. Minute brachte ein Eigentor von Robin Schanner das 4:0. Gloggnitz II kam zwar noch einmal aufs Scoreboard, als Timo Enzinger in der 81. Minute auf 1:4 verkürzte, doch fast postwendend stellte Norbert Imre Kokenszky mit seinem zweiten Treffer auf 5:1. Ein weiteres Eigentor, diesmal von Tobias Hertner, bedeutete in der 86. Minute das 6:1, ehe Hertner in der Nachspielzeit noch das 2:6 erzielte. Trotz der klaren Niederlage hob Weninger einen Punkt ausdrücklich hervor: "Am besten geklappt hat die kämpferische Leistung der Mannschaft. Die Spieler haben bis zur 90. Minute trotz allem weiter gefightet."

Klare Anerkennung für den Gegner, aber auch Ärger über den Spielverlauf

In seiner Gesamteinschätzung verband Weninger zwei Gedanken, die gut zu diesem Nachmittag passten. Einerseits ärgerte ihn, dass sein Team nach dem frühen Gegentor den eigenen Plan verloren hatte und sich für eine ordentliche Phase vor der Pause nicht belohnte. "Durch das schnelle 1:0 haben wir unseren Spielplan praktisch verloren, sind aber dann trotzdem in der ersten Halbzeit relativ gut wieder ins Spiel gekommen. Wir waren aus meiner Sicht nicht die schlechtere Mannschaft", sagte er. Andererseits machte der Co-Trainer auch keinen Hehl daraus, dass Pottschach den Sieg am Ende verdient einfuhr. "Pottschach hat sehr gut kombiniert, sehr guten Fußball gespielt, uns ständig unter Druck gesetzt und mit einem Mann mehr haben sie es klug gemacht. Sie haben uns gut ausgespielt, waren im Konter sehr gefährlich und haben verdient 6:2 gewonnen." Damit blieb bei Gloggnitz II vor allem das Gefühl, dass die Partie lange unangenehmer für den Gegner hätte werden können, ehe die Szene rund um Rote Karte und Elfmeter alles in eine klare Richtung drehte.

2. Klasse Wechsel: Pottschach : Gloggnitz II - 6:2 (2:0)

  • 91
    Tobias Hertner 6:2
  • 86
    Eigentor durch Tobias Hertner 6:1
  • 81
    Norbert Imre Kokenszky 5:1
  • 81
    Timo Enzinger 4:1
  • 67
    Eigentor durch Robin Schanner 4:0
  • 60
    Norbert Imre Kokenszky 3:0
  • 45
    Csanad Benedek Horvath 2:0
  • 2
    Görkem Orhan 1:0